John Fogerty

Fogerty's Factory

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 05.12.2020
Jahr: 2020
Stil: Rock, Country
Spiellänge: 42:18
Produzent: John Fogerty

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Plattenfirma: BMG


Redakteur(e):

Epi Schmidt


s. weitere Künstler zum Review:

Creedence Clearwater Revival

Titel
01. Centerfield
02. Have You Ever Seen The Rain
03. Lean On Me
04. Hot Rod Heart
05. Blue Moon Nights
06. Tombstone Shadow
 
07. City Of New Orleans
08. Proud Mary
09. Blueboy
10. Bad Moon Rising
11. Fortunate Son
12. Don't You Wish It Was True
Musiker Instrument
John Fogerty Guitar, Harmonica & Vocals
Shane Fogerty Guitar, Bass & Vocals
Tyler Fogerty Guitar, Bass, Keyboards & Vocals
Kelsy Fogerty Guitar & Drums

“Spare in der Zeit, dann hast du in der Not“, so lautet eine alte Weisheit. Aktualisiert und auf die Musikerszene umgemünzt, könnte man sagen: “Zeuge in der Zeit, dann hast du in der Not“. Jedenfalls, wenn man den gezeugten Nachwuchs rechtzeitig ausgebildet hat. John Fogerty war beizeiten in der Hinsicht tätig und so helfen im die Söhne Shane und Tyler bereits einige Zeit auf der Bühne aus, wovon man sich unter anderem anhand des “50 Year Trip Red Rocks“-Album überzeugen konnte.

In diesem Jahr, wie so viele, (wir kennen die Geschichte, gääähn....) festgenagelt, wurde noch Tochter Kelsy rekrutiert und muntere Familienbande widmete sich einigen Klassikern aus des Daddy's Repertoire, wie auch aus fremder Feder.

 

Zwischen 8. April (Bad Moon Rising und Fortunate Son) und 23. Juli 2020 (Hot Rod Heart und Blueboy) machte man sich an die “Arbeit“ und angelehnt an das legendäre CCR-Album “Cosmo's Factory“ firmiert das – wie könnte es anders sein? - unter “Fogerty's Factory“.

Ziemlich klar, dass da nichts schiefgeht. Man kennt sich und die Songs und geht hart am Original zur Sache. Dass John noch immer gut bei Stimme ist, dürfte sich herumgesprochen haben.

Mit dem 1985er Solo-Hit Centerfield kommt auch gleich Schwung in die Sache und es tut der Nummer gar nicht so schlecht, dass hier nicht so sauber produziert. Außerdem muss man fast darauf hinweisen, dass hier (wie bei allen Songs) kein Schlagzeug dabei ist. Dafür ein gutgelauntes Familienoberhaupt, der Gas gibt.

 

Klar, den Evergreen Have You Ever Seen The Rain erkennt man mit dem ersten Akkord. Die Sprösslinge drängen sich nirgends in den Vordergrund und sind damit zufrieden, den “Chef“ zu unterstützen, machen ihren Job aber tadellos. Erster Fremdkörper ist Bill Withers' Lean On Me (hierzulande wahrscheinlich vielen Leuten durch die 80er-Jahre-Version von CLUB NOUVEAU geläufig) und Fogerty lässt es sich nicht nehmen, dazu eine Einleitung zu sprechen, in der er sich deutlich gegen Rassismus ausspricht. Aufgenommen am 15. Juni, erinnern wir uns, was da grad auf Amerikas Straßen los war. Naturgemäß ist diese Version hier eher spartanisch, nur Piano, Bass, ganz wenig Gitarre, Gesang, aber nichtsdestotrotz mit viel Gefühl und die Message kommt rüber.

 

Für Hot Rod Heart greift John zur E-Gitarre und treibt das Ding auch ganz schön an. Wie auch kurz darauf für CCR's Blues-Rocker Tombstone Shadow. Zusätzlich greift er hier zur Blues Harp und feuert ein Solo zwischen die Strophen. Auch das macht ordentlich Spaß.

Die zweite Coverversion ist Arlo Guthries City Of New Orleans. In den Händen von Fogerty geht da natürlich auch nichts kaputt, wenngleich ich am Original hänge. Alsbald schunkelt man auch hier gemütlich mit.

 

Die Proud Mary darf im Reigen nicht fehlen und auch der ewig junge Song wird ordentlich dargeboten. Einmal mehr überrascht Fogertys immer noch hervorragend klingende Stimme. Zumal hier nicht mit tiefer gestimmten Gitarren gearbeitet wird, sonder die Originaltonart beibehalten.

Das ganze “Blue Moon Swamp“-Album ist Geniestreich in Fogertys Karriere und so freu ich mich, dass mit Blueboy bereits der dritte Titel davon vertreten ist. Das swampt und groovt, dass man den Winter vor der Tür locker vergisst.

 

Klar, Fortunate Son rockt ohne Drums nicht wie gewohnt, aber bei Fogertys ungezügeltem Esprit klopft man den Rhythmus sehr bald mit den eigenen Füßen mit. 2 ½ Minuten. Kurz. Und gut.

Den Abschluss bildet die Country-Schunkel-Nummer Don't You Wish It Was True vom 2007er “Revival“-Album. Schöner Abschluss für ein schönes Album.

 

Interessanter Weise ist kein Lied von “Cosmo's Factory“ vertreten, aber ich empfehle ohnehin, sich über unten stehenden Link sich diese und noch einige andere Titel (unter anderem Who'll Stop The Rain und Long As I Can See The Light) über John Fogertys YouTube Channel anzusehen, denn dann hat man gleich noch mehr Spaß dabei.

 

John Fogertys YouTube Channel

 

 

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