John Fogerty

50 Year Trip - Red Rocks

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 31.01.2020
Jahr: 2020
Stil: Swamp Rock
Spiellänge: 69:06
Produzent: John Fogerty

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Plattenfirma: BMG


Redakteur(e):

Epi Schmidt


s. weitere Künstler zum Review:

John Mellencamp

Titel
01. Born On The Bayou
02. Green River
03. Lookin‘ Out My Back Door
04. Suzie Q
05. Who‘ll Stop The Rain
06. Hey Tonight
07. Up Around The Bend
08. Rock And Roll Girls
09. I Heard It Through The Grapevine
10. Long As I Can See The Light
 
11. Run Through The Jungle
12. Keep On Chooglin‘
13. Have You Ever Seen The Rain
14. Down On The Corner
15. Centerfield
16. The Old Man Down The Road
17. Fortunate Son
18. Bad Moon Rising
19. Proud Mary
Musiker Instrument
John Fogerty Vocals, Guitar, Harmonica
Shane Fogerty Guitar, Vocals
Tyler Fogerty Vocals
Kenny Aronoff Drums
Bob Malone Keyboards
James Lomenzo Bass
Nate Collins Saxophone
Julian Dessler Trumpet
Adam Miller Trombone
Trysette Loosemore, Lavone LB Seetal Backing Vocals

“The early bird catches the worm“. Übersetzt: “Der frühe ... „, na, ihr wisst schon.

Wer sich am Silvestermorgen schon vor Sonnenaufgang vor dem Fernseher geschleppt hat, durfte sich daran erfreuen, wie John Fogerty die “roten Felsen“ in Colorado am 20. Juni 2019 gerockt hat. Also fast einen Monat, bevor diese CD erschien. Den kompletten “Wurm“ hat man da allerdings nicht geschluckt, denn auf dem Audiomitschnitt sind doch einige Songs mehr zu finden. Darunter Hey Tonight oder Centerfield aus seinem Solo-Repertoire.

Der Albumtitel spielt natürlich auf die 50 Jahre an, seit John damals mit CREEDENCE CLEARWATER REVIVAL in Woodstock gespielt hat. Und das Konzert beginnt auch mit jenen zwei Klassikern, die auch damals den Set eröffnet haben: Born On The Bayou und Green River. Wie zwei eineiige Zwillinge hängen diese beiden Swamp-Klassiker von jeher aneinander. Und John Fogerty ist in der Tat immer noch in bestechender Form. Wer es jemals versucht hat, weiß, dass der wahrlich ein außergewöhnliches Organ hat und dass er diese Songs immer noch so singen kannt, ist schon beeindruckend. So viel Unterschied zu vorherigen Live-Mitschnitte ist da nicht. Nicht einmal zum Woodstock-Konzert, welches letztes Jahr erstmals komplett veröffentlicht wurde.

Vielleicht werden die Songs von Kenny Aronoff an den Drums etwas mehr “getrieben“, aber erstens bekommt das den Nummern gut und zweitens ist Kenny eh einer meiner absoluten Lieblings-Drummer. Schon zu Zeiten, als er bei John Mellencamp. Der Sound ist häufig etwas angezerrter als zum Beispiel auf “Premonition“, gleichzeitig, durch die Keyboards/Orgel, dichter. So oder so lässt sich John seine Solo-Exkursionen nicht nehmen. Unter anderem ausführlich in Suzie Q.

Mit an Bord hat er mittlerweile seine Söhne Shane und Tyler, die das Fogerty-Gen natürlich in sich tragen, dem Daddy aber auch nicht unnötig in die Quere kommen. Der hat dieses Teil produziert und sorgt dafür, dass seine Gitarre immer gut im Vordergrund steht. Trotzdem schön, wie Lookin' Out My Back Door eine Ergänzung durch das Akkordeon von Bob Malone erhällt.

Klar, dass auch das mainstreamiger orientierte Publikum mit Songs wie Who'll Stop The Rain oder Rock And Roll Girls (vom Soloalbum “Centerfield“) zufrieden gestellt wird. Bei beiden macht sich übrigens die Orgel im Hintergrund nicht schlecht. Wie auch in Hey Tonight. Der Partysong der 70er Jahre klingt zwar leicht gehetzt, macht aber nach wie vor ungeheuer Stimmung. Und Fogerty und Band hauen hier ordentlich in Saiten, Tasten und Felle.

Der Mittelteil aus I Heard It Through The Grapevine, Long As I Can See The Light, Run Through The Jungle und Keep On Chooglin' dürfte jedem CCR-Fan ein paar Schauer über den Rücken jagen. Mal wegen des Gitarrensolos, mal wegen des Background-Chores, wegen der zusätzlichen Bläser in Long As I Can See The Light, Johns aggressiven Gesangs in Jungle oder wegen dem - naja, das “Van Halen-Intro“ hätte er sich sparen können – wilden Chooglin'.

Hätte grad so weiter gehen können, aber die eher gemäßigten Hörer müssen auch bei der Stange gehalten werden. Trotzdem kann ich vor allem mit Centerfield gut leben.

Zum Swamp-Groove zurück geht’s mit The Old Man Down The Road und dem gewohnt rockigen Fortunate Son. Klar, die Orgel ist Geschmacksache, aber ich finde, sie schadet weniger, als sie nützt. Bad Moon Rising kurz vor Ende hätt' ich nicht gebraucht, dafür macht sich das an Ike & Tina Turners Fassung angelehnte Proud Mary als Finale prächtig. So einen “Rausschmeißer“ brauchts einfach und ich denke, die Hörer dieses Albums werden ähnlich befriedigt sein, wie die Besucher in Red Rocks. In dieser Form kann Fogerty jedenfalls locker noch ein paar Jahre dranhängen.

 

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