John 5

Vertigo

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 01.09.2005
Jahr: 2004

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Redakteur(e):

Martin Schneider


John 5
Vertigo, Mascot Records, 2004
John 5Guitars, Banjo, Bass, Mandolin
Gäste:
Kevin SavigarKeyboards
Billy SherwoodBass
Bob BartellBass
Graham WardDrums
Jay SchellenDrums
Produziert von: ??? Länge: 42 Min 23 Sek Medium: CD
1. Needles CA8. Liberty
2. Feisty cadavers9. Vertigo
3. Pulling strings10. 18969 Ventura Blvd
4. Sugar foot Rag11. Zugg Island convict
5. Dead man's dream12. Salt Creek
6. Sweet Georgia Brown13. Goodnight
7. Flatlines, thin lines

John 5 - mit bürgerlichem Namen John Lowery - gehört zu den Gitarrenhelden der neuen Generation. Neben Werbejingles und Filmmusiken (u.a. Baywatch und Speed 2) machte er sich schnell einen Namen als Sessiongitarrist für unter anderem John Wetton, Robin Zander, WILSON PHILLIPS und SALT N' PEPA. Er spielte in den Tourbands von Lita Ford und K.D. Lang und ersetzte bisweilen Zakk Wylde bei Ozzy Osbourne.

Bei TWO arbeite er mit Trent Reznor und Rob Halford zusammen, war zeitweise Mitglied der Zakk Wylde bei DAVID LEE ROTH Band, doch so richtig im Rampenlicht stand er von 1999 bis 2004 bei MARILYN MANSON als Nachfolger von Twiggy Ramirez.

Diese Zeit hat auch auf seinem Solodebüt "Vertigo" hörbar Spuren hinterlassen. John 5 gibt sich eher riff- als melodiebetont und macht keinen Hehl aus seiner Liebe zu modernen Soundeffekten und Sprachsamples. Gleichzeitig erweist er sich durchaus als ideenreicher Flitzefinger und so haben sich auf dem Album doch einige recht hart bis heftig zeitgemäß rockende Instrumentalnummern angesammelt, die man eben nicht schon tausend mal in ähnlicher Form von den Vais, Macalpines und Satrianis dieser Welt gehört hat.

So weit, so gut und damit könnte "Vertigo" durchaus ein nettes unterhaltsames Instrumentalalbum sein. Blöderweise frönt John Lowery noch einer weiteren musikalischen Leidenschaft: Country und Bluegrass. Das ist zunächst auch nicht weiter verwerflich und ich muss sogar zugeben, dass John Lowerys Hochgeschwindigkeits-Country-Picking durchaus seinen Reiz hat... einmal... so zwischendurch... zur Auflockerung... aber bitte doch nicht in dieser massiven Anhäufung! Da wird das Geklimper nämlich nicht nur äußerst langweilig, sondern auch ziemlich schnell nervtötend.

Wundern darf man sich auch über das im Abschlusstrack Goodnight kultivierte alpenländische Volksmusikgezupfe. Damit schafft man sich als moderner Metalgitarrist eher weniger Freunde, doch wer braucht schon Freunde, wenn man mit Fickfilm-Darstellerin Aria Giovanni liiert ist?

Da wird es der gute John auch verschmerzen können, dass sich relativ wenige normalsterbliche Musikhörer für sein Solowerk interessieren dürften. Ein ganz typischer Fall eines Albums von einem Musiker für Musiker.

Martin Schneider, (Impressum, Artikelliste), 01.09.2005

 

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