Joe Bonamassa

Time Clocks

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 23.10.2021
Jahr: 2021
Stil: Blues Rock
Spiellänge: 56:49
Produzent: Kevin Shirley

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Plattenfirma: Mascot Label Group

Promotion: Netinfect


Redakteur(e):

Marc Langels


s. weitere Künstler zum Review:

Blackberry Smoke

Bernie Marsden

Paul Rodgers

Eric Clapton

Whitesnake

Led Zeppelin

Jimmy Page

Titel
01. Pilgrimage
02. Notches
03. The Heart That Never Waits
04. Time Clocks
05. Questions And Answers
 
06. Mind's Eye
07. Curtain Call
08. The Loyal Kind
09. Hanging On A Loser
10. Known Unknowns
Musiker Instrument
Joa Bonamassa Gesang & Gitarre
Steve Mackey Bass
Lachy Doley Piano & Orgel
Anton Fig Schlagzeug & Percussion
Bobby Summerfield Keyboards & Percussion
Bunna Lawrie Didgeridoo
Mahalia Barnes Gesang
Juanita Tippins Gesang
Prinnie Stevens Gesang
Kevin Shirley Piano & Percussion
Rob McNelley Gitarre
Jeff Bova Orchestrierung
Greg Morrow Percussion

Seit 30 Jahren ist Joe Bonamassa nun schon im Geschäft und er zeigt immer noch keine Anzeichen dafür, dass er bald mal etwas kürzer treten wird. Denn ein Jahr nachdem er auf “Royal Tea“ seiner Faszination für den britischen Blues gefrönt hat, meldet sich der Gitarren-Meister mit seinem neuesten Streich zurück. Auf “Time Clocks“ bietet er eine Art Rückbesinnung auf seine amerikanischen Blues-Wurzeln und zugleich aber auch seine Leidenschaft und sein Händchen für kräftige und bombastische Rocksounds.


Denn nachdem er das Album mit dem kurzen Instrumental Pilgrimage (in dem auch ein Didgerioo zum Einsatz kommt) eröffnet hat, steigt Bonamassa mit seiner teilerneuerten Backing-Band um Steve Mackey (Bass), Lachy Doley (Piano und Orgel), Bobby Summerfield (Percussion) und den verbliebenen Schlagzeuger Anton Fig anschließend mit der ersten Single, Notches, dröhnend und stampfend in die Scheibe ein. Die Nummer, die Bonamassa zusammen mit Charlie Starr von BLACKBERRY SMOKE komponierte, zeigt wieder den facettenreichen Künstler, der den Blues in all seinen strahlenden Schattierungen auf einer fast schon überlebensgroß erscheinenden musikalischen Leinwand präsentiert.

 

Genau so verfährt er dann später auch auf dem Titel-Track, bei dem er dem Blues eine gehörige Portion Nashville-Country-Sound und Bombast beimischt und die Nummer zu einer wahren Hymne anschwellen lässt. Das Ganze wird dann garniert mit feinen, kleinen Gitarren-Licks, die man vielleicht im ersten Moment nicht immer so wahrnimmt, die aber mit jedem Durchlauf mehr an Bedeutung für das Stück gewinnen.

Photo Credit Eleanor Jane

Dabei sind es aber auch die fantastischen Stimmen seiner Background-Sängerinnen Mahalia Barnes, Juanita Tippins und Prinnie Stevens, die dafür sorgen, dass der Song – wie etliche weitere auf dem Album – eine fast schon hypnotische Wirkung auf den Hörer entfaltet. Aber auch Bonamassa selbst ist als Sänger im Laufe seiner Karriere stetig gewachsen. Verglichen mit den fast schüchternen Anfängen hört man nun einen gestandenen und selbstbewussten Frontmann, der vielleicht nicht eine Röhre wie etwa Paul Rodgers (früher FREE) besitzt, der aber als Sänger sicherlich einen ähnlich starken Eindruck hinterlässt wie etwa Eric Clapton.


Die Stärke der neuen Scheibe liegt aber einmal mehr im Abwechslungsreichtum, der spielerischen Klasse und dem erneut sehr gelungenen Songwriting. Das zusammen mit Bernie Marsden (Ex-WHITESNAKE) komponierte Curtain Call wirkt etwa vom Aufbau und der Instrumentierung her ein wenig wie eine LED ZEPPELIN-Nummer und lässt seine Hochachtung vor Jimmy Page noch einmal deutlich hervortreten. The Loyal Kind kommt im Refrain wieder mit massiven Riffwänden und einer sehr eingängigen Gesangsmelodie daher, bietet aber auch überraschende Flötentöne auf, die einen gewissen keltischen Flair versprühen. Eine weitere Nummer, an der man sich kaum satt hören kann. Wer es lieber traditioneller und mit etwas Slide-Gitarre oder Twang mag, der bekommt genau das auf The Heart That Never Waits oder Hanging On A Loser geboten.


Mit seinem neuen Werk präsentiert sich Bonamassa erneut von seiner besten Seite. Seine individuelle Klasse stellt er immer wieder unter Beweis, ohne es aber übermäßig zur Schau zu stellen. Es ist eher so, dass er damit die Songs noch zusätzlich veredelt, sie aber niemals in den Schatten stellt. Zusammen mit seinen neuen (und einem alten) Mitstreiter hat sich Bonamassa hier ein Stück weit klanglich neu erfunden, bleibt aber unverkennbar der Großmeister des zeitgenössischen Blues – und “Time Clocks“ ist sein neues Meisterwerk.

 

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