Jimmy Hall

Ready Now

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 03.10.2022
Jahr: 2022
Stil: Blues
Spiellänge: 48:15
Produzent: Joe Bonamassa & Josh Smith

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Plattenfirma: Keeping The Blues Alive Records


Redakteur(e):

Epi Schmidt


s. weitere Künstler zum Review:

Warren Haynes

Jared James Nichols

Joe Bonamassa

Larry McCray

Blackberry Smoke

Titel
01. Jumpin' For Joy
02. Risin' Up
03. Dream Release
04. Girl's Got Sugar
05. Ready Now
06. Holding On For Dear Love
 
07. A Long Goodbye
08. Will You Still Be Here
09. Without Your Love
10. Love For It
11. Eyes In The Back Of Your Head
Musiker Instrument
Jimmy Hall Vocals, Harmonica
Michael Rhodes Bass
Greg Morrow Drums & Percussion
Reese Wynans Keyboards
Warren Haynes Slide Guitar on 'Ready Now'
Joe Bonamassa Guitar
Josh Smith Guitar
Jared James Nichols Guitar on 'Without Your Love'
Jade MacRae Background Vocals
Steve Patrick Trumpet & Flugelhorn on 'Dream Release'
Jennifer Kummer French Horn on 'Dream Release'

Hatte Joe Bonamassa erst kürzlich mit Larry McCray einem alten Bluesman eine Frischzellenkur verpasst (ich muss wirklich ein paar von den Sachen, die ich über Joe gesagt habe revidieren), verhilft er nun mit seinem Keeping The Blues Alive-Label einer weiteren Legende zu einem unverhofften Hoch. Jimmy Hall ist natürlich Southern Rock-Urgestein und mit seiner Band WET WILLIE in den 1970er Jahren eine tragende Säule dieses Genres gewesen. Zu Beginn der 1980er Jahre war er zudem Teil der kurzlebigen Band BETTS, HALL, LEAVELL & TRUCKS. Die sind zwar fleißig getourt aber ein Album wollte ums verrecken nicht zustande kommen. Wie das Leben so spielt.

 

Ansonsten war er immer gern gesehener Gast bei den Kollegen und auf Jeff Becks “Flash“ sehr präsent. Trotzdem kann man schon von einem sachten Sinkflug über die Jahre sprechen. Bis, ja, die Herren Bonamassa und Josh Smith sich einmal mehr ein Herz fassten. Heraus kam wohl eines der Soul-haltigsten Alben, die bisher bei KTBA erschienen sind. Aber der Blues ist ja beim Soul nie weit entfernt. Und die hochkarätigen Musiker auch nicht. Ich sag nur Reese Wynans an den Tasten und Michael Rhodes am Bass. Was kann da schief gehen? Wenig bis nichts und mit dem flotten Boogie Jumpin' For Joy kriegt dieses Album auch gleich ordentlich Startpilot. Hat was vom Chikago-Blues eines Luther Allison und geht richtig gut ab. Und natürlich feuert Jimmy eines seiner feurigen Harp-Solos rein, ehe sich Bonamassa höchstpersönlich des Gitarrensolos annnimmt. Der kann schon, wenn er will!

 

Bei Risin' Up geht’s dann deutlich souliger zu, aber die Gitarristen Bonamassa und Smith, lassen das trotzdem sehr werden. Ist da wirklich nur eine Background-Sängerin dabei? Auf jeden Fall, die Stimme von Jimmy ist wirklich noch beachtlich druckvoll und so pusht auch diese Nummer ziemlich gut. Dream Release hat er seinem alten Southern-Brother Gregg Allman gewidmet. Die hinzugenommenen Bläser verleihen dem Song einen gewissen hymnischen Charakter und man hört und spürt förmlich, die Menge an Seele, die Jimmy in diesen Song legt. Direkt hard-rockig geht’s im folgenden Girl's Got Sugar (ja, nicht nur 'Rhythm') zu, das forsch dahin stampft und von Jimmys Shouter-Qualitäten ebenso gepusht wird, wie von seiner Blues Harp.

 

Beim anschließenden Titelsong, scheint es zunächst auf akustischer Basis zu verlaufen, aber die Nummer schwingt sich vom verhaltenen Beginn immer mehr auf und auf dem Höhepunkt des Ohrwurms, reißen die Wolken komplett auf und Warren Haynes lässt eines seiner genialen Slide-Soli aufleuchten. Yes, Sir, da geht’s dann richtig gut ab! Beim folgenden Holding On For Dear Love wird’s dann so richtig soulig. Das würde jedem großen Soul-Sänger gut zu Gesicht stehen, wobei es mit Rock dann natürlich nicht mehr viel zu tun hat. Gut gemacht ist es allemal.

 

Ähnlich bei A Long Goodbye, wobei das hier durch Jimmys Harp und Joes Gitarre etwas mehr Power bekommt. Was zum schwelgen. Typisch bluesig wird’s dann wieder in Will You Still Be Here. Locker groovend und trotzdem schön erdig bringen die Protagonisten diesen richtig gut klingenden Blues rüber. Jimmy's Harp ist wieder ein absoluter Genuss! Und das kann man auch über Jared James Nichols Gitarrensolo sagen, dass dieser zu Without Your Love beisteuert. Der Song ist ja ansonsten eher eine Midtempo-Country-Westcoast-Nummer, aber Jared setzt da schon ein kleines Glanzlicht drauf.

 

Nach dem swamp-mäßigen R&B von Love For It setzt dann der Country Blues Eyes In The Back Of Your Head den passenden Schlusspunkt. Das geht deutlich Richtung der frühen, bluesigen LYNYRD SKYNYRD-Songs und wer hat den Song geschrieben? Charlie Starr, Sänger und Gitarrist der Southern Rock-Erben BLACKBERRY SMOKE. Auch hier weiß Jimmy Hall gesanglich zu überzeugen und beendet sein “Comeback-Album“ perfekt. Man sollte diesem durchaus ein paar Durchläufe gönnen, wenn es sich einem nicht auf Anhieb erschließt. Das ist schon richtig gut gemacht und klingt auch dementsprechend.

 

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