Jimmy Barnes

Rockpalast

Live At Rockpalast

( English translation by Google Translation by Google )

CD & DVD-Review

Reviewdatum: 08.07.2015
Jahr: 2015
Stil: Soul/Rock

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Redakteur(e):

Marc Langels


Jimmy Barnes
Live At Rockpalast, Repertoire Records, 2015
Jimmy BarnesGesang & Gitarre
Jeff NeillGitarre & Gesang
Michael HegertyBass
Peter KekelKeyboards
Terry BrockSchlagzeug
Lisa HuntGesang
Gastmusiker
Michael SpibyGesang & Gitarre
Jak HousdenGitarre & Gesang
Tony FeatherstoneKeyboards
Stephen O'PreyBass & Gesang
Chris ToboneSchlagzeug
Produziert von: Volker Dieckmann Länge: 107 Min 41 Sek Medium: CD & DVD
DVD & CD 01:DVD & CD 02:
01. Lay Down Your Guns01. Still On Your Side
02. Sweat It Out02. Stand By Me
03. Flame Trees03. The Weight
04. Burn Baby Burn04. Driving Wheels
05. Seven Days05. Good Times
06. Stone Cold06. Working Class Man
07. Stand Up07. Do Or Die
08. Too Much Ain't Enough Love08. The Best
09. Khe Sanh09. Resurrection Shuffle
10. Wheels In Motion10. Goodbye (Astrid Goodbye)
11. River Deep, Mountain High

In seiner australischen Heimat schon seit Jahrzehnten ein Superstar – im Rest der Welt aber weitegehend leider nur wenigen wirklich bekannt ist Jimmy Barnes. Der Mann mit der sehr markanten Reibeisenstimme hat dort sowohl Solo als auch mit seiner Ex-Band COLD CHISEL eine ganze Menge Platten, CDs und Konzerttickets verkauft. Aber hierzulande blieb es als Headliner zumeist bei den kleineren Clubs, wie dem „Colos-Saal“ in Aschaffenburg, dem „Hirsch“ in Nürnberg oder dem „Alten Wartesaal“ in Köln. Aber das Gastspiel im Jahr 1994 wurde vom WDR für seine Reihe „Rockpalast“ mitgeschnitten und nun von Repertoire Records endlich veröffentlicht.

Denn das Dreifach-Paket bestehend aus dem Konzert auf zwei CDs und auf DVD ist eines der Sorte, von denen man nicht genug bekommen kann. Nahezu 110 Minuten lang gibt die Band auf der Bühne alles, um die Fans davor bestens zu unterhalten. Barnes singt mit vollem Einsatz und steht bereits nach wenigen Minuten voll im Saft (nämlich seinem eigenen) und strapaziert seine Stimmbänder, dass es eine wahre Freude ist. Man höre sich nur einmal das Duett mit Background-Sängerin Lisa Hunt bei The Best (ja, die Tina Turner-Nummer) an, da wird aus dem Pop-Nümmerchen ein packender Rocker mit dazu passenden Gesangs-Performances.

Neben der phantastischen Background-Sängerin Hunt hat sich Barnes aber eine auch eine sensationelle Backing-Band zusammengestellt, die dem guten Herren und den anwesenden Zuschauern einen mächtigen Tritt in den Hintern verpasst. Gitarrist Jeff Neill (der auch bei den Kanadiern STREETHEART aktiv war/ist), Schlagzeuger Terry Brock (Ex-THE BABYS), Bassist Michael Hegerty und Keyboarder Peter Kekel rocken und grooven sich durch Nummern wie Lay Down Your Guns, Sweat It Out, Seven Days, Stand Up, Wheels In Motion, River Deep, Mountain High (noch ein dieses Mal Ike und Tina Turner-Song), Working Class Man oder Resurrection Shuffle. Aber bei Klassikern wie Stone Cold oder Too Much Ain’t Enough Love zeigen sie sich auch von ihrer einfühlsamen und ruhigen Seite.

Die Qualität der Aufnahme ist – wie nahezu immer bei den „Rockpalast“-Aufzeichnungen sehr hochwertig ausgefallen. Auf Grund der örtlichen Gegebenheiten sind die Kameras sehr nah an der Bühne und damit auch der Band, was dem Zuschauer den Eindruck vermittelt, er stehe in der ersten Reihe. Das Bild ist leider im mittlerweile untypischen 3:4-Format gehalten, was auf manchem Fernseher eher antiquiert aussehen mag, aber das schmälert den Genuss der Show in keinster Weise.

Nach den knapp zwei Stunden Konzert muss man sich schon fast zurückhalten, um das Erlebnis nicht direkt noch einmal von vorne zu starten, so viel Spaß macht Jimmy Barnes “Live At Rockpalast“. Am treffendsten fasst es wohl der Titel eines der großen COLD CHISEL-Hits zusammen: Working Class Man! Barnes ist immer ein Arbeiter geblieben, wohl kaum ein Konzertgänger dürfte dem Australier mit den schottischen Wurzeln jemals vorgeworfen haben, dass dieser nicht alles auf der Bühne gegeben habe. Das gehört zu seinem Arbeits-Ethos. Und dank dieses Ton- und Video-Dokuments können wir ihm dabei immer wieder zuhören und –sehen.

Marc Langels, 06.07.2015

 

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