Jeff Beck

Performing This Week - Live At Ronnie Scott's

( English translation by Google Translation by Google )

DVD-Review

Reviewdatum: 25.04.2009
Jahr: 2009
Stil: Fusion, Jazz-Rock

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Jeff Beck Homepage



Redakteur(e):

Frank Ipach


Jeff Beck
Performing This Week - Live At Ronnie Scott's, Eagle Vision, 2009
Jeff BeckGuitar
Tal WilkenfeldBass
Jason RebelloKeyboards
Vinnie ColaiutaDrums
Produziert von: Alan Branch Länge: 155 Min 00 Sek Medium: DVD
01. Beck's Bolero12. Scatterbrain
02. Etenity's Breath13. Goodbye Pork Pie Hat/Brush With The Blues
03. Stratus14. Space Boogie
04. Cause We've Ended As Lovers15. Blanket (w/Imogen Heap)
05. Behind The Wall16. Big Block
06. You Never Know17. A Day In The Life
07. Nadia18. Little Brown Bird (w/Eric Clapton)
08. Blast From The East19. You Need Love (w/Eric Clapton)
09. Led Boots20. Rollin' And Tumblin' (w/Imogen Heap)
10. Angel (Footsteps)21. Where were You
11. People Get Ready (w/Joss Stone)

Schnell redet man von einzigartigen Gitarristen, häufig werden Saitenschwinger zu Legenden hochstilisiert, die sich bei näherer Betrachtung dann lediglich als flinke Finger herausstellen und wenig Innovatives zu bieten haben. Je nach Genre und Betrachtungsweise variiert diese Liste sicherlich und man könnte trefflich darüber streiten, warum die Vorzüge des einen höher bewertet werden, als die Kunstfertigkeit des anderen. Doch an einem Punkt werden sich die meisten Gitarrenfreunde wohl treffen können: die einzigartige und atemberaubende Griffbrettartistik des Engländers Jeff Beck.

Die medienscheue und insbesondere in den letzten Jahren recht zurückgezogen lebende Gitarrenikone, die in den Sechzigern mit den YARDBIRDS (als er Eric Clapton an der Gitarre beerbte) und seiner eigenen JEFF BECK GROUP Furore machte, in den frühen Siebzigern mit dem Trio BECK BOGERT & APPICE zwei kultverdächtige Alben veröffentlichte und fortan mit zahlreichen Soloalben (u.a. mit Jan Hammer, Terry Bozzio, Tony Hymas) für Verzückung oder auch Verwirrung sorgte, schickt sich nun an, einen weiteren Glanzpunkt seiner Karriere in Bild und Ton zu verewigen.

Die hier auf DVD gebannte, fünftägige Konzertreihe aus dem legendären Londoner Ronnie Scott's Club beweist eindrücklich den Status dieses außergewöhnlichen Briten, der sich gerade in den letzten Jahren lieber mal seiner Automobilvernarrtheit hingab, als regelmäßig Platten zu produzieren, und zeigt in dieser sparsamen Quartettbesetzung jedem Fusion bzw. Jazz-Rock Freund wo der Hammer hängt. Jeff Becks absolut einzigartiger Ton, seine ziemlich abgefahrene Art und Weise mit dem Vibratohebel seiner Fender Strat unnachamliche Kadenzen zu kreieren, wird durch die atemberaubende Musikalität und Versiertheit seiner Mitstreiter kongenial getragen. Becks Truppe besteht aus dem alten Hasen Vinnie Colaiuta am Schlagzeug (Sting, Zappa, Michael Franks, Madeleine Peyroux, Joni Mitchell etc.), dem aus Stings Tourband bekannten Jazz-Keyboarder Jason Rebello und der blondgelockten, schwer sympathischen und hinreissend lächelnden Australierin Tal Wilkenfeld (u.a. Chick Corea), die mit ihren damals noch 22 Jahren und einer verblüffenden Fingerfertigkeit für reichlich Erstaunen sorgte.

Die Vorzüge dieses grandiosen Quartetts hier weiter in schale Worte zu gießen, erspare ich mir lieber, denn ausgewiesene Jazz-Rock-Kenner wissen hinlänglich wovon ich rede. Die beteiligten Musiker kommen im Rahmen des DVD Interview Bonus Features selbst zu Wort und preisen die tolle Atmosphäre und den fantastischen Sound im Ronnie Scott's Club, sowie die ziemlich einzigartige Möglichkeit fünf Tage hintereinander in ein und derselben Location zu spielen und somit ein gerüttelt Maß an Sicherheit und Geborgenheit zu empfinden, die sich schließlich in einer sehr befreiten, ja, geradezu gelösten Spielfreude widerspiegelt. Alle Beteiligten werden dann auch im Laufe des Gigs mit mehr oder weniger ausgiebigen Soli gefeatured, wobei logischerweise Mr.Beck als absoluter Protagonist den Löwenanteil einnimmt.
Drei namhafte Gäste hat sich der 1944 in England geborene Gitarrenheld auch noch eingeladen. Das größtenteils von Instrumentalnummern bestimmte Programm wird durch die Vokalpräsenz von Joss Stone (Curtis Mayfields People get ready) und Imogen Heap, sowie der vielumjubelten Stipvisite eines gewissen Mr. Eric Clapton wunderbar aufgelockert. Eric spielt natürlich den Blues, während ihn El Becko gänzlich unprätentiös an der Slidegitarre begleitet.

Das macht Spaß und bleibt über die gesamte Strecke von gut zwei Stunden kurzweilig bis hochinteressant, weil es Jeff Beck stets gelingt, aus seiner Jahrzehnte währenden Karriere unvergessliche Highlights wie Beck's Bolero, Cause we've ended as lovers, Space Boogie, Big Block und Scatterbrain, mit heißblütigen Coverversionen wie Billy Cobhams Stratus (remember Tommy Bolin?) oder John McLaughlins Eternity's breath oder Lennon/McCartneys A day in the life unter einen Hut zu bringen.
Für Gitarrenfreaks und Fusionfreunde ein absolutes DVD-Must-Have.

Frank Ipach, 24.04.2009

 

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