Jason Ringenberg

All Over Creation

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 12.07.2002
Jahr: 2002

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Redakteur(e):

Epi Schmidt


Jason Ringenberg
All Over Creation, Courageous Chicken Music/Blue Rose Records, 2002
Jason Ringenberg Lead & Harmony Vocals, Acoustic Guitar & cookie eating
Bei jedem Song wechselnde Musiker
Produziert von: George Bradfute, Fats Kaplin, Tommy Womack, The Wildhearts, Keith Thompson, Paul Burch & Marky Nevers Länge: 43 Min 33 Sek Medium: CD
1. Honky Tonk Maniac From Mars (mit Hamell on Trial)7. One Less Heartache (mit The Wildhearts)
2. I Dreamed My Baby Came Home (mit Kristi Rose & Fats Kaplin)8. Mother Of Earth (mit Kristi Rose & Fats Kaplin)
3. Bible And A Gun (mit Steve Earle)9. Don't Come Home A Drinkin' (With Lovin' On Your Mind) (mit BR549)
4. Too High To See (mit Tommy Womack)10. Sun Don't Shine (mit Paul Burch)
5. James Dean's Car (mit Todd Snider)11. Erin's Seed (mit Lambchop)
6. Camille (mit Swan Dive)12. The Last Train To Memphis (mit George Bradfute)

Mr. Jason Ringenberg ein weiteres Mal ohne seine "Stammkapelle" THE SCORCHERS.
Ursache dafür ist, wie er im Booklet schreibt, seine vorherige Solo-Scheibe "A Pocketful Of Soul" und die sich daraus ergebende Solo-Tour, auf der er mit vielen, und vor allem verschiedenen, anderen Musikern zusammen traf und mit diesen auch gearbeitet hat. So kam es zu dieser CD, auf der er fast jeden Song mit einer anderen Konstellation einspielte. Unterstützt von so verschiedenen Künstlern wie z.B. Steve Earle, oder den britischen Rockern THE WILDHEARTS.
Als Fan seines SCORCHERS-Gitarristen Warner Hodges sehe ich solche Alleingänge eigentlich eher zwiespältig, ABER: Keine Sorge, dieses Album macht RICHTIG SPASS!

One, two, three, four - zählt Jason vor, setzt (Wheahiee..) zu einem Cowboyjodler an und ab geht's in bester JASON & The SCORCHERS-Manier. Mit Rock'n'Roll- und Rockabilly-Einflüssen lässt einen Honky Tonk Manic From Mars schon gleich aufspringen und quer durch den Saloon auf und ab hüpfen.
Ne Fiddel leitet den Honky Tonk von I Dreamed My Baby Came Home ein. Im Duett mit Kristi Rose singt sich Jason, etwas bluegrasmäßig aber schwungvoll, durch diesen Song. Klar, das ist Country, aber schön fett und treibend und macht echt Laune.

Die Country-Balladen dürfen bei Herrn Ringenberg natürlich nicht fehlen und eine seiner besten ist mit Sicherheit Bible And A Gun, das mit akustischen Instrumenten (Banjo, Fiddle etc.) daher kommt. Steve Earle singt einen Teil der Lead- und die Harmony Vocals und harmoniert wunderschön mit Jason. Ein toller Roadsong!
Tommy Womack ist der Partner für Too High To See. Jasons Gesang kling natürlich immer 'n bisschen nach Country, aber ansonsten ist das hier bester American-Roots-Rock. Das Gitarrenriff scheint geklaut, na wenn schon? Trägt vielleicht auch zum Ohrwurmcharakter dieses Songs bei.
Motorengeräusche... und losgeshuffelt, auf den Highway, die Musikanlage aufgedreht. Bessere Musik dazu als dieses Lied wird man kaum finden und wenn man dann noch mit James Dean's Car fahren könnte, direction Mexico (die Trompeten erinnern daran), braucht's nix weiteres um in Stimmung zu kommen. Einer der vielen Favoriten auf dieser CD.

Die Country-Ballade Camille, seinen Töchtern gewidmet, kommt ohne jeglichen Schmalz aus und hat auch ein paar Ecken und Kanten, die sie vor zu viel Eingängigkeit bewahren.
Oh, hoppla, das ist jetzt aber ein (Stil-) Bruch: Die englischen WILDHEARTS sind für One Less Heartache am Start und erinnern wieder mehr an Jason zusammen mit seinen Scorchers. Klasse Midtempo-Rock mit ein paar Countryeinflüssen.
Mother Of Earth klingt passend auch so als wär's im Canyon am Lagerfeuer eingespielt. Wieder ein tolles Duett mit Kristi Rose und eine schöne Akustik-Ballade.
Jo, mei, jetzt wird's zünftig: Auf die Tanzfläche (oder wahlweise Koppel...) Cowboys und -girls, ready zum Line-Dance. Don't Come A Drinkin' (With Lovin' On Your Mind) ist wundervoll kitschig, mit Wechselbass und schöner Steel-Guitar. Bei George Thorogood gibt's ähnliches hin und wieder. Natürlich rockiger!
Hier geblieben, Baby! Es geht in ähnlichem Stile weiter. Diesmal ist mehr Rockabilly, im Carl Perkins-Sound, im Spiele, aber der Tanzschritt bleibt der selbe. Das geht auch mit 5 Bier noch...
Paul Burch ist der Partner bei Sun Don't Shine und spielt fast alle Instrumente. Erin's Seed ist zwar mit LAMBCHOP aufgenommen, ist aber eine Akustik-Ballade, wie man sie von Herrn Ringenberg, auch zusammen mit seinen Scorchers, kennt und liebt. Durchaus auch ein paar Irish-Folk Spuren drin.
Etwas Wehmut überkommt mich dann fast, wenn ich Jason über seinen Last Train To Memphis singen höre. Über seine Besuche bei Elvis, Jerry Lee Lewis - mit "Broken Whiskey Glass" ist sogar eine Anspielung auf ein altes JASON & THE SCORCHERS-Lied dabei.

So, dann hat man sich genug der melancholischen Stimmung hingegeben und man startet, in Vorfreude, die CD erneut: WHEAHIEEE!

Epi Schmidt, 12.07.2002

 

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