Jane

Shine On

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 17.09.2003
Jahr: 2003

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Redakteur(e):

Epi Schmidt


Jane
Shine On, SPV, 2003
Peter Panka Gesang, Schlagzeug
Werner Nadolny Keyboards
Charly Maucher Gesang, Bass
Klaus Walz Gitarre
Produziert von: Ossy Pfeifer Medium: CD
1. I Believe7. Sign My Name
2. Heartbeat8. How To Do It Right
3. Know It All9. Sinking Sinking
4. Another Day - Another Way10. Still Want More
5. Honestly11. Something New
6. Freedom In His Word12. Better For You - Better For Me

Eine weitere Folge aus: "Kommt meine Freundin ins Zimmer..." und fragt erstaunt was ich höre, das klänge doch wie... na ja, wie üblich kann sie es nicht genau definieren, aber sie weiß schon was sie meint und ich weiß auch was sie meint. Das ich so was früher gehört habe kann sie kaum glauben und schon gar nicht, dass es sich hierbei um eine brandneue CD handelt.
Das war doch 1976, als meine Kumpels und ich zu All My Friends vom Live-Album "Jane at home" die Haare schüttelten (1976 war's nicht, aber die Doppel-LP ist aus dem Jahr) und jetzt, 2003... scheint da nicht viel Unterschied zu sein.

Bevor da jetzt manche wissend lächeln: JANE hat wirklich ein paar richtig gute Scheiben gemacht! Für mich die beste ist eindeutig "Lady" von 1975, sowie eben jenes Live-Album und auch "Sign No. 9" gefällt mir gut, auch wenn das der Peter Panka vielleicht nicht so gern hört. Schließlich waren da seine Intimfeinde Klaus Hess und Martin Hesse noch mit am Steuer. Spätestens mit dem unsäglichen "Germania" (1981) war allerdings der Ofen aus.
So hat man sich dann mit diversen Reunions, Besetzungswechseln und den üblichen Livescheiben bis ins neue Jahrtausend gehangelt. Und tatsächlich: "Like Punk never happened".

I Believe hat unüberhörbare PINK FLOYD-Einflüsse und der Gesang von Peter Panka klingt fast wie früher. Die Keyboards sind nicht ganz so dickflüssig angerührt wie in den 70ern aber trotz der Abwesenheit von Klaus Hess ist selbst die Gitarre ähnlich.
Spätestens bei Heartbeat ist man im besten und typischen JANE-Sound angekommen. Und viel anders wird's auch bei den folgenden Songs nicht. Man merkt allerdings schon, dass Klaus Walz der Band gitarristisch ein paar neue Impulse verpasst hat. Der bringt da schon etwas mehr Vielfältigkeit und auch Fingerfertigkeit rein.

Etwas weniger gefällt mir die Bombast-Ballade How To Do It Right. Mit zusätzlicher Sängerin und entsprechendem Chor klingt mir das zu sehr nach We Are The World. Auch der streicherunterstützte Akustik-Song Sinking Sinking lässt etwas nach. Irgendwie klingt das nicht nach JANE. Da gehört halt auch die Stimme von Peter Panka dazu (wenn Klaus Hess schon nicht dabei ist). Ich weiß leider nicht wer da singt.
Mehr Gas wird dann wieder bei Still Want More gegeben und da klingt's zwar auch moderner aber wieder richtig gut.
Something New hat zwar eine verhältnismäßig harte Gitarre und auch modernere Keyboardsounds, klingt aber wie typisch JANE und das z.T. zweistimmige Gitarrensolo macht richtig Laune. Auch wenn's a bisserl arg kurz ist...

Vom Rest fällt's mir direkt schwer einen einzelnen Song rauszugreifen - wer noch nie auf "Krautrock" stand, wird auch hiermit nix anfangen können. Die "Burg Herzberg-Jünger" allerdings dürften begeistert sein.
Und ich ärger mich jetzt schon ein bisschen, dass ich während der anstehenden Tour (zusammen mit BIRTH CONTROL) im Urlaub bin und dann nicht mitsingen kann: "All my friends, cool again, easy..."

Epi Schmidt, 17.09.2003

 

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