Jake Shimabukuro

Jake & Friends

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 11.11.2021
Jahr: 2021
Stil: Folk, Rock
Spiellänge: 78:28
Produzent: Jake Shimabukuro, Van Fletcher, Ray Benson, Kenny Loggins

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Plattenfirma: Mascot Label Group


Redakteur(e):

Epi Schmidt


s. weitere Künstler zum Review:

Sonny Landreth

Warren Haynes

Jimmy Buffett

Willie Nelson

Asleep At The Wheel

Titel
01. A Place In The Sun
02. Sonny Days Ahead
03. All You Need Is Love
04. Why Not
05. Smokin' Strings
06. Find Yourself
07. On The Road To Freedom
08. Come Monday
 
09. Something
10. Two High
11. A Day In The Life
12. Go Now
13. Wrapping Paper
14. Stardust
15. The Rose
16. Get Together
Musiker Instrument
Jake Shimabukuro Ukelele
Jack Johnson Guitar, Vocals on 'A Place In The Sun'
Paul Fuga Vocals on 'A Place In The Sun'
Sonny Landreth Guitar on 'Sonny Days Ahead'
Dave Preston Guitars, Lap Steel
Nolan Werner, Greg Rzab, David Sutton Bass
Ziggy Marley Vocals on 'All You Need Is Love'
Kenny Loggins Vocals, Guitar on 'Why Not'
Evan Hutchings Drums
Billy Strings Guitar on 'Smokin' Strings'
Lukas Nelson Vocals, Guitar on 'Find Yourself'
Warren Haynes Guitar, Vocals on 'On The Road To Freedom'
Jimmy Buffett Vocals on 'Come Monday'
Vince Gill Guitar, Vocals on 'Somethin'
Amy Grant Vocals on 'Something'
Trevor Terndrup Ukelele, Vocals on 'Two High'
Spencer Thomson Gutiar on 'Two High'
Jon Anderson Vocals on 'A Day In The Life'
Michael McDonald Baritone Ukelele, Vocals on 'Go Now'
Ray Benson Guitar, Vocals on 'Wrapping Paper'
Willie Nelson Vocals on 'Stardust'
Bette Middler Vocals on 'The Rose'
Jesse Colin Young Guitar, Vocals on 'Get Together'

Wer glaubt, dass es sich bei einer Ukelele um eine Art “Kindergitarre“ handelt, der glaubt auch, dass es bei der FIFA um Fußball geht. In der Tat ist das ein ebenso ernstzunehmendes Instrument, wie jedes andere. Nur weil etwas weniger - oder auch mehr – Saiten hat, hat das noch lange nichts mit einfach zu beherrschen zu tun. Aus wenig viel zu machen, das ist die Kunst. George Harrison war ein großer Fan der Ukelele und hatte gern einen Kofferraum voll davon, um befreundeten Musikern das Instrument näher zu bringen. Zu der Klasse eines Jake Shimabukuro wird es wohl keiner von denen gebracht haben, aber eingesetzt wird das Teil öfter als man denkt.

 

Jener Jake Shimabukuro wird auch gern als der “Jimi Hendrix der Ukelele“ bezeichnet und die schiere Anzahl an hochkarätigen Musikern, die sich auch diesem Album hier versammeln, zeigt, wie bekannt und geschätzt er bei den Kolleginnen und Kollegen ist. Dass es bei einem Duett mit Jack Johnson, der ebenso wie Jake auf Hawaii geboren ist, ziemlich karibisch – um nicht zu sagen hawaiianisch – klingt, verwundert beim Opener A Place In The Sun. Einen besseren Titel, um die aufkommende Wintertristesse zu vertreiben, kann man sich kaum vorstellen. Da die ebenfalls aus Hawaii stammende Paula Fuga wundervollst mitträllert, kann man fast die Palmen sich wiegen sehen.

 

Beim zweiten Song wird nichts gesungen, denn wenn Louisiana-Slide-Gott Sonny Landreth mit an Bord ist, dann braucht's keine Worte. Nur zwei Ohren und einen Mund, der offen steht, wenn die beiden die Brücke vom Swamp-Blues zum Karibik-Folk spannen. Zaubert ebenfalls eine unvergleichliche Stimmung. Zusammen mit diesem, gibt es nur zwei weitere Songs, die etwas länger dauern. Zum einen Smokin' Strings, wenn der Bluegrass-Jüngling Billy Strings (mit 29 ist man im Bluegrass noch ein Jüngling!) sich zum Duett einfindet und sich die beiden irgendwo zwischen spanischer Folklore und american Foll-Picking umgarnen, und im letzten Drittel zu einem rasanten Spurt ansetzen, bei dem selbst Albert Lee schwindlig würde! Und zum anderen, wenn sich Jake zusammen mit Warren Haynes den alten Alvin Lee (genau, der von TEN YEARS AFTER) Track On The Road To Freedom vorknöpft. Nicht dass jemand denkt, hier dudeln nur immer zwei Typen herum, da ist schon häufig eine Rhyhtmusgruppe dabei. Wie auch hier und was sich in den 13 Minuten Spielzeit da abspielt, hat schon GOV'T MULE-Qualitäten. Könnte auch eine von Haynes-Solonummern sein. Auf jeden Fall steigern sich die beiden im Verlauf dermaßen rein, dass nur begeistert sein kann. Was, eine Ukelele spielt da den Gegenpart? Ja, allerdings!

 

Das würde als Anreiz und Höhepunkt eigentlich schon genügen, aber man möchte hier keine Nummer missen. Wenn Jake mit Lukas Nelson in Find Yourself Reggae spielt, mit Kenny Loggins mit Why Not einen wundervoll swingenden Strandparty-Titel kreiert oder mit dem Gesinnungsgenossen Jimmy Buffet bei Come Monday den Westcoast-Sound wiederbelebt. Noch mehr Highlights? Absolut! Willie Nelson liefert einmal mehr eine tolle Variante seines Hits Stardust ab (der Mann wird in zwei Jahren 90!) und die einzigartige Bette Middler steht ihm bei ihrem The Rose in nichts nach. Außer mit dem Alter natürlich. Wirklich beachtlich, wie so eine Ukelele klingen kann. Auch wenn hier natürlich ein paar Streicher hinzukommen.

 

Hinzukommen auch gleich drei BEATLES-Songs. Bereits All You Need Is Love, gesungen von Ziggy Marley zeigt, wie dieser Song auch spartanisch instrumentiert funktioniert und die Message kommt ohnehin rüber. Der Country-Gitarren-Star Vince Gill lässt in das Intro von Something ein klein wenig Stairway To Heaven hineinklingen und gesanglich bekommt er recht bald Unterstützung von Amy Grant. Was soll da schief gehen? In welche Höhen sich Jon Anderson noch aufschwingen kann, verblüfft mich ebenso, wie überhaupt die Tatsache, wie das eigenlich pompöse A Day In The Life hier mit einfachsten Mitteln reproduziert wird. Ohne einen Part auszulassen!

 

Dass dann Jesse Colin Young, mit Get Together, oder Michael McDonald, mit Go Now, mit an Bord sind, läuft angesichts dieser Leistungen zu Unrecht schon fast unter ferner liefen. Erwähnung sollt auf jeden Fall noch Wrapping Paper mit Ray Benson & ASLEEP AT THE WHEEL finden, die hier einen wunderbaren Old-Time Jazz-Swing zelebrieren. Welcome to the good old times.

Der Name Jake Shimabukuro sollte durch dieses Album einiges an Bekanntheitsgrad gewinnen und es sollte mich nicht wundern, wenn er demnächst auf dem ein oder anderen Album der hier vertretenen Gäste zu hören sein wird.

 

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