Ian Hunter

From The Knees Of My Heart

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 29.12.2012
Jahr: 2012
Stil: Rock, Folk
Spiellänge: 312:13
Produzent: David Bowie, Mick Ronson, Ian Hunter, Mick Jones

Links:

Ian Hunter Homepage

Ian Hunter @ facebook

Ian Hunter @ twitter



Redakteur(e):

Epi Schmidt


s. weitere Künstler zum Review:

Mick Ronson

Bruce Springsteen


Ian Hunter
From The Knees Of My Heart, Chrysalis, 2012
 
Ian Hunter Vocal, Gutiar, Piano,
Mick Ronson Guitar, Vocals, Percussion
Roy Bittan Keyboards
Garry Tallent Bass
Max Weinberg Drums
George Young Saxophone
Ellen Foley, Susie Ronson Harmony Vocals
Eric Parker Drums, Vocals
Martin Briley Bass, Vocals
Tommy Morrongiello Guitar
Tommy Mandell Keyboards
Georgie Meyer Keyboards
Miller Anderson, Roger Powell Vocals
Mick Jones Guitar
Wells Kelly Drums
Todd Rundgren Bass
Eric Parker Drums
Produziert von: David Bowie, Mick Ronson, Ian Hunter, Mick Jones Länge: 312 Min 13 Sek Medium: CD
Disc 1 - "You're Never Alone With A Schizophrenic":  
01. Just Another Night Bonus Tracks:
02. Wild East 10. Don't Let Go (Demo Version)
03. Cleveland Rocks 11. The Other Side Of Life (Outtake)
04. Ships 12. Ships (Early Version)
05. Whe The Daylight Comes 13. When The Daylight Comes (Early Version)
06. Life After Death 14. Just Another Night (Version #3)
07. Standin' In My Light 15. The Outsider (Early Version)
08. Bastard 16. Alibi
09. The Outsider  
Disc 2 - "Welcome To The Club":  
01. FBI 10. Standin' In My Light
02. Once Bitten Twice Shy 11. Bastard
03. Angeline 12. Walkin' With A Mountain / Rock And Roll Queen
04. Laugh At Me 13. All The Young Dudes
05. All The Way From Memphis 14 Slaughter On 10th Avenue
06. I Wish I Was Your Mother Bonus Tracks:
07. Irene Wilde 15. One Of The Boys
08. Just Another Night 16. The Golden Age Of Rock'n'Roll
09. Cleveland Rocks  
Disc 3 - "Short Back N' Sides:  
01. Central Park N' West Bonus Tracks:
02. Lisa Likes Rock'n'Roll 11. Na Na Na
03. I Need Your Love 12. I Believe In You
04. Old Records Never Die 13. Listen To The Eight Track
05. Noises 14. You Stepped Into My Dreams
06. Rain 15. Venus In The Bathtub
07. Gun Control 16. Detroit (Take 1)
08. Theatre Of The Absurd 17. China (Rough Mix with Ronson Vocal)
09. Leave Me Alone  
10. Keep On Burning  
Disc 4 - "Ian Hunter Rocks": (Live At The Dr. Pepper Festival, NYC, 1981)
01. Once Bitten Twice Shy Bouns Tracks:
02. Gun Control 09. Irene Wilde
03. Central Park N' West 10. Medley: All The Young Dudes
04. Medley: All The Way From Memphis / Honky Tonk Women 11. Sons And Daughters
05. I Need Your Love 12. We Gotta Get Out Of Here (Alternate Version)
06. Noises 13. Silver Needles
07. Just Another Night 14. Man O' War
08. Cleveland Rocks  

Erst kürzlich konnte ich mich mit einigen von Ian Hunters Post-MOTT THE HOOPLE-Scheiben beschäftigen und war schon recht angetan davon, was der englische Barde da Mitte der 70er auf Rille gebracht hat. Nun liegt mit "From The Knees Of My Heart" quasi die Fortsetzung vor und es zeigt sich, das Hunter sogar noch steigerungsfähig war.
Mit "You're Never Alone With A Schizophrenic" legte er 1979 ein weiteres tolles Rock-Album vor und hatte dafür auch die passende Band parat.
Na, kommt ihnen der Stampfer bekannt vor, der da Just Another Night - nein, nicht die Mick Jagger-Nummer, das war ein paar Jahre später - einhämmert? Vom Sound her vielleicht nicht ganz, aber der Druck und die Präzision? Da könnte doch jetzt auch Badlands oder was Ähnliches folgen! Genau, so ist es: Es ist der uns bestbekannte Springsteen-Schlagwerker Max Weinberg! Und ein paar weitere Bandmitglieder wurden aus der Truppe vom "Boss" rekrutiert. Also am entsprechenden Schwung fehlt es hier nicht und natürlich ist Micks Stammgitarrist Mick der Mann an der 6-Saitigen. Die oft ironischen Texten, der dylanesque Gesang und die Ideen von Hunter mit Ronsons Gitarren-Riffs waren ein schier unschlagbares Team. Das Album ist wieder ein Glanzlicht in dieser Zusammenarbeit. Songs wie Just Another Night, Cleveland Rocks, die grandiose Ballade Ships oder der herrliche Dance-Grover Bastard können keinen Rockfan kalt lassen und unterstreichen Hunters Talent. Als Bonus gibt es sogar noch sieben zusätzliche Tracks, die vorher nicht auf dem Album waren

Alle großen Live-Platten (I still speak of "records", denn die sterben ja auch nicht, wie wir später noch sehen werden) hatten ihre kongenialen Studio-Vorläufer. Ich sag mal ein Beispiel: RAINBOW "On Stage". Den Boden dafür bereitete der Meilenstein "Rising". Noch eins? Schön: "Live Bullet" von Bob Seger. Die Startrampe dazu: "Beautiful Loser".
Auch "Welcome To The Club" gehört in die Reihe der besonderen Live-Alben und besticht sowohl mit seiner hervorragend rüber gebrachten Atmosphäre als auch mit den energetischen Songs, die sowohl aus Hunters Soloalben als auch aus seinen MOTT THE HOOPLE-Alben stammen. Sicher einer der besten Querschnitte aus Ian Hunter Karriere und ein Muss für Live-Rock-Fans. Once Bitten Twice Shy muss hier zwingend als Anspieltipp dienen, aber eigentlich ist jeder Song hier ein Hurrikan. Und selbst die ruhigeren Nummern, wie Irene Wilde, sprühen vor Esprit. Hier klingt Hunter wieder einmal sehr nach Steve Harley (oder umgekehrt, ganz nach Belieben).
Erfreulich, dass dieses ursprüngliche Doppelalbum noch durch zwei weitere Songs ergänzt und perfektioniert wird. Note 1 mit Plus!

"Short Back N' Sides" kam 1981 heraus, was die Wiederspiegelung des 80er Jahre Sounds erklärt. Klingt auch sehr nach New York und Künstler wie Willie Nile kommen mir in den Sinn. Da verschmilzt vieles bei diesem Album: Rock, Disco, New Wave, Punk und trotzdem funktioniert das bestens. Vor allem deswegen, weil Hunter einfach ein großartiger Songschreiber ist und so funktionieren seine Songs auch im manchmal eher "schillernden" Gewand. Mich erinnert diese Scheibe des öfteren an die KINKS, die zu jener Zeit ähnlich geklungen haben und die teilweise vorkommenden Bläser verstärken den Eindruck. Hört nur mal I Need Your Love an.
Die vorhin angesprochenen Old Records Never Die kommen als melancholische Piano-Ballade, wie sie immer wieder im Repertoire von Ian Hunter auftauchen und in ihren Zauber ziehen.
Insgesamt kommt die Scheibe nicht mehr ganz so rockig, was sicher auch dem Zeitgeist geschuldet war, aber steckt trotzdem voll einiger guter Songs.
Die Bonus-Tracks sind kein Ausschuss, sondern ergänzen die Originalplatte wirklich gut.

Wer es trotzdem gern rockiger mag, der schmeißt sich den vierten Silberling dieser Box in den Player, denn da kann man hören, dass es live auch in den 80ern gut abging und Hunter mit Band es ordentlich krachen ließ.
Besonders stechen natürlich wieder Once Bitten Twice Shy, All The Way From Memphis - hier als Medley mit Honky Tonk Women - sowie Just Another Night hervor (eingeleitet diesmal von einem Boogie-Piano) und natürlich Cleveland Rocks. Mit dem Evergreen All The Yound Dudes, auch der als Medley angelegt, endet "Live At The Dr. Pepper Festival", nicht ohne dass es auch hier ein paar Bonus-Tracks gäbe.
Wer die hier enthaltenen Alben noch nicht sein Eigen nennt, der dürfte für relativ kleines Geld nun nicht mehr lange überlegen müssen. Da macht man sicher nichts falsch und allein die Live-Aufnahmen wären den Erwerb wert.

Epi Schmidt, 21.12.2012

 

(C) 2008 - 2022 by Hooked on Music