Hundred Seventy Split

The Story So Far

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 13.09.2022
Jahr: 2022
Stil: Blues Rock
Spiellänge: 65:49
Produzent: Leo Lyons

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Plattenfirma: Repertoire Records


Redakteur(e):

Epi Schmidt

Titel
01. The Smoke
02. Going Home
03. The Devil To Pay
04. Gonna Dance On Your Tombstone
05. Good Morning Little Schoolgirl (Live)
06. Pork Pie Hat (Live)
07. The Game
 
08. It's Coming Back Around
09. Love Like A Man (Live)
10. I'm Going Home
Bonus Tracks:
11. I Grew Up On MUddy Waters (Live)
12. She's Got The Mojo (Live)
Musiker Instrument
Joe Gooch Guitar, Vocals
Leo Lyons Bass
Damon Sawyer Drums
Guests:
Billy Livsey Hammond Organ on Track 7
Sean Fuller Drums on Track 1
Tanner Jacobsen Drums on Track 10

Wer hätte gedacht (ich nicht), dass HUNDRED SEVENTY SPLIT, mehr als zehn Jahre nachdem sie sich von TEN YEARS AFTER abgesplittet haben, immer noch existieren würden? Und der im nächsten Jahr 80 werdende Leo Lyons scheint noch längst keine Lust aufs Rentnerdasein zu haben, denn ein neues Studioalbum ist in der Mache, für das bereits ordentlich Material vorhanden sein soll. Folgerichtig heißt dieses Album “The Story So Far“, denn die Geschichte wird bald fortgesetzt.

 

Mit dieser Rückschau (und einem kleinen Ausblick) wird die Ankunft von HUNDRED SEVENTY SPLIT bei ihrem neuen Plattenlabel Repertoire Records gefeiert. Dafür hat Leo persönlich je zwei Songs aus den bisherigen fünf Alben der Band ausgewählt. Das läuft dann auch strikt chronologisch ab, womit wir mit zwei Songs vom Debüt starten. Bereits bei TYA hatte Joe Gooch sein spielerische Klasse eindrucksvoll gezeigt und auch bei The Smoke weiß er mit zielgerichteten Riffs ebenso zu überzeugen, wie mit seinem ausgereiften Solo-Spiel. Ganz ehrlich, ich könnte mir denn Mann auch bei DEEP PURPLE vorstellen. Aber den Job macht ja jetzt ein anderer. Insgesamt geht das hier mehr Richtung Roots-Rock und erinnert mich – auch wegen des Gesanges – sehr an Carl Carlton und seine Songdogs.

 

Going Home ist eine wundervolle Powerballade, die trotz ihrer über 7-minütigen Spielzeit einfach zu früh endet. The Devil To Pay stammt dann vom vom Zweitling “H.S.S.“ und swingt ordentlich, während Joe Gooch reichlich Licks dazwischen streut und Leo Lyons demonstriert, wie man so einen Song interessant gestaltet. Gooch's Läufe sind für jeden Gitarren-Fan ein echter Genuss. Und auch der Heavy-Blues Gonna Dance On Your Tombstone macht richtig Laune. Wenn man überhaupt ein Haar in der HSS-Suppe finden will, dann ist Joes Gesang nicht so rau, wie das manche Blueser mögen, aber Leute wie Aynsley Lister oder Jeff Healey sind da durchaus gut damit gefahren.

Follow-up war das Live-Album “The Road Live“ und daraus gibt’s zunächst den TYA-Klassiker Good Morning Little Schoolgirl. Ja, da kann man drüber philosophieren, ob ein Alvin Lee das so geprägt hat, dass nichts folgen kann, aber zumindest gitarristisch rammt Joe Gooch hier einen dicken Pfahl in den Boden. Aus dem Handgelenk streut er mal eben das Riff zu Hear Me Calling ein, was von Leo natürlich postwendend aufgefangen wird. Irgendwo zwischen ZZ TOP und Brit-Blues-Rockern wie WHITESNAKE ist Pork Pie Hat beheimatet und was Gooch da beim Solo abzieht, das ist erneut von ganz besonderer Klasse. Da wird mancher Metal-Shredder die Augenbrauen heben.

It's Coming Back Around eröffnete eindrucksvoll das Album “Tracks“ und verfehlt auch hier seine stürmische Wirkung nicht. Ein furioser Country-Blues mit höchster Elektrizität. Natürlich dürfen vom Woodstock-Anniversary Album Love Like A Man und I'm Going Home nicht fehlen. In beiden Songs brillieren HUNDRED SEVENTY SPLIT und steigern sich in einen wahren Spielrausch. Wer längere Gitarrensoli nicht mag, ist hier ohnehin fehl am Platz. Ist es die Euphorie oder Absicht? Jedenfalls ist I'm Going Home noch ein Stück schneller als damals in Woodstock.

Um Lust auf des nächste Album zu machen, hat man zwei Live-Tracks hinzugenommen, die bisher noch nicht veröffentlicht sind. Da wäre das schwer groovende I Grew Up On Muddy Waters, kernig und man kann sich gut vorstellen, dass dass im Studio, wenn noch eine Rhythmusgitarre im Solopart dabei ist, so richtig knallt. Und zum Schluss der äußerst flotte Boogie She's Got The Mojo, der so ziemlich jeden Saal zum rocken bringen dürfte. Also, in dieser Form braucht man sich keine Sorgen um HSS zu machen, das dürfte noch eine ganze Weile gut abgehen und vor allem im Konzert richtig Spaß machen.

 

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