HIM

Tears On Tape

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 15.05.2013
Jahr: 2013
Stil: Gothic Metal

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Redakteur(e):

Epi Schmidt


HIM
Tears On Tape, Universal Music, 2013
Ville ValoVocals
BurtonKeyboards
GasDrums
LindeGuitar
MigeBass
Produziert von: Hiili Hiilesmaa Länge: 41 Min 03 Sek Medium: CD
01. Unleash The Red08. Trapped In Autumn
02. All Lips Go Blue09. No Love
03. Love Without Tears10. Drawn & Quartered
04. I Will Be The End Of You11. Lucifer's Chorale
05. Tears On Tape12. W.L.S.T.D
06. Into The Night13. Kiss The World
07. Hearts At War

Unser Lieblings-Twilight-Knabe, Ville Valo, samt seinen Mannen hat ja schon auf dem letztjährigen Karriereüberblick einen neuen Song präsentiert und ein Album für 2013 versprochen. Das wird mit "Tears On Tape" eingehalten und pünktlich zu Festivalsaison steht das Album bereit.
Wenn man den Anführer der finnischen Band fragt, dann heißt es: "Wir wollten eine gewisse Heavyness, ohne aber auf eine gewisse Sentimentalität verzichten zu müssen“, und weiter: "Eine Mischung aus 'Rambo' und 'Der englische Patient'". Also eigentlich alles beim alten, denn das umschreibt ihren "Love Metal" ja nur auf andere Weise. Wie gehabt paaren HIM heftige Düster-Klänge mit der empfindsamen Seele ihres Frontmannes und wenn manche Songs auch Titel haben, die mit dem Tod, der Dunkelheit, Todessehnsüchten - und natürlich in dem Zusammenhang immer Liebe - kokettieren, so muss man vor Anagram und Totenschädel doch keine Angst haben.

"Stell dir einen Folksänger vor, der es mit einer Metalband treibt“, umschreibt Vallo die neue Scheibe und bedient damit natürlich sowohl die Romantiker, wie die Anhänger der härteren Klänge.
Die Heavy-Sounds kommen natürlich schon gut, wie sich gleich in All Lips Go Blue zeigt, sobald das gothic-mäßiges Klavier-Intro namens Unleash The Red. Aber das sind Gitarren-Zerrungen, wie man sie in den letzten Jahren gewohnt ist und die sich ähnlich sogar bei Bands wie BON JOVI finden. Natürlich regiert hier der Spargel der Finsternis, und so geht’s hier schon etwas düsterer ab, aber das Keyboard-Riff ist bei Temple Of Love (SISTERS OF MERCY) stark angelehnt. Das sag' ich euch!
Die beschworene Metal-Folk-Paarung kommt bei Love Without Tears (als wenn es das gäbe!) recht gut zur Geltung, wobei mir ein erhöhter Metal-Faktor, wie im anschließenden I Will Be The Ende Of You besser gefällt. Die Riffs kommen da wuchtiger und die Melodien "satanischer".
Der Albumtitelsong ist die erwartete Ohrwurm-Heavy-Ballade, die mit Sicherheit in den Konzerten abgefeiert werden wird.
Into The Night wartet zunächst mit einem knallharten Riffgewitter auf, welches man bei D-A-D kaum besser vermutet hätte. Aber dann greift unser Folkie ins Geschehen ein und es wird halt wieder nicht alles so heiß gegessen, wie es gekocht wird. Ville Valo, wie man ihn kennt. Und liebt.

Also, da hat sich nichts großartig verändert. Die Gitarren sind hier und da mal eine Spur derber, dahinter - oder darüber - zwitschern die Keybyoards und Valos nikotinbelegte Stimme schmirgelt das charismatisch zusammen, sodass man Pop- wie Heavy-Fans bedient.
In den Instrumentalparts geht es teilweise schon heftig zur Sache, wie in No Love, aber in den Refrains wird’s dann doch meist deutlicher eingängiger.
Eine Offenbarung sind diese Tränen jetzt sicher nicht, aber für ein gutes HIM-Album reicht's allemal, da durchaus Momente der Glückseligkeit durchschimmern und mit W.L.S.T.D. (When Love Starts To Die) ein ultraschweres Highlight dieses Album sowohl anhebt, als auch dem Ende entgegen befördert. Geile Nummer!
Leicht benommen wackelt man zu den hypnotisierenden Klängen von Kiss The World nach draußen, ins Licht, wie nach einer "Night of the living dead" und denkt sich dabei: Wo ein Ville ist, ist auch ein Weg. Er ist der Mann, der für HIM steht und den Unterschied ausmacht.

Epi Schmidt, 12.05.2013

 

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