Heathen

The Evolution Of Chaos

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 22.02.2010
Jahr: 2010
Stil: Thrash Metal

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Redakteur(e):

Kay Markschies


Heathen
The Evolution Of Chaos, Mascot Records, 2010
David WhiteVocals
Lee AltusGuitar
Kragen LumGuitar
Jon TorresBass
Darren MinterDrums
Produziert von: Juan Urteaga Länge: 68 Min 34 Sek Medium: CD
01. Intro07. A Hero’s Welcome
02. Dying Season08. Undone
03. Control By Chaos09. Bloodkult
04. No Stone Unturned10. Red Tears Of Disgrace
05. Arrows Of Agony11. Silent Nothingness
06. Fade Away

Wahrscheinlich wird jeder von uns, der in den 80er- und 90er Jahren dem Metal zugetan war, irgendeine Band angehimmelt haben, die von der Mehrheit der Headbangerschaft unterbewertet, vielleicht sogar geradezu ignoriert wurde.

Diese Bands gab es auch unter meinen Helden der E-Gitarre. Neben FATES WARNING, die mit ihren ersten vier Alben allen zukünftigen Prog-Metal Bands den Weg gewiesen haben, und KING'S X, deren musikalisches Potential einzigartig in der Hardrock-Szene ist und die dennoch im Vorprogramm von AC/DC gnadenlos von der Bühne gebuht wurden, gehören zu diesem illustren Kreis auch HEATHEN.

Den Kaliforniern ist es vor knapp 20 Jahren leider nur vergönnt gewesen, mit "Breaking the Silence" und "Victims Of Deception" zwei Alben zu veröffentlichen, bevor Lee Altus und Darren Minter den zweifellos verlockenden Rufen von DIE KRUPPS- Frontman Jürgen Engler folgten.
Dennoch genießen HEATHEN bei mir eine Art Sonderstatus, da sie wie keine zweite Band die Fähigkeit hatten, Härte a la OVERKILL, EXODUS und TESTAMENT mit melodischen IRON MAIDEN-Licks gekonnt zu kombinieren.

Die Vorfreude war bei mir jedenfalls jetzt groß, als ich hörte, dass neun Jahre(!) nach der Reunion tatsächlich das dritte reguläre HEATHEN-Album endlich in die Läden kommt.
Und "The Evolution Of Chaos" startet eindrucksvoll. Da, wo der Vorgänger "Victims Of Deception" erst in der zweiten Hälfte im Tempo anzog, treten HEATHEN 2010 gleich auf dem Opener Dying Season kräftig auf das Gaspedal.
Und noch etwas wird deutlich: obwohl mit David White, Lee Altus und Darren Minter eigentlich nur drei Alteingesessene im neuen Line-Up vorhanden sind, fühlt sich "The Evolution Of Chaos" sofort wie eine HEATHEN-Platte an.
Die Jungs aus der Bay Area schaffen es wirklich brillant, ihren damaligen Stil in ein modernes Soundkostüm zu stecken und bleiben auf dem gesamten Album stets abwechslungsreich.

Neben dem obligatorischem Intro gibt es viele schnelle Riffs, mit A Hero’s Welcome aber auch moderatere Töne, die ein bisschen an METALLICA's Nothing Else Matters erinnern. Schließlich werden auf Arrows Of Agony sogar das Intro und das Riff von DIE KRUPPS Crossfire ausdrucksvoll neu interpretiert.

Was soll ich noch weiter über das neue HEATHEN-Album sagen. Wir alle wissen, dass Lee Altus sein Handwerk versteht, aber dieses Ergebnis 19 Jahre nach dem letzten Album beeindruckt schon.
Daumen doppelt hoch !!! Nutzt die Chance, HEATHEN demnächst live auf deutschen Bühnenbrettern zu erleben.

Kay Markschies, 20.02.2010

 

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