Heart

Live At The Royal Albert Hall

( English translation by Google Translation by Google )

DVD-Review

Reviewdatum: 13.12.2016
Jahr: 2016
Stil: Hard Rock, Folk

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Redakteur(e):

Epi Schmidt


Heart
Live At The Royal Albert Hall, Eagle Vision/Universal Music, 2016
Ann WilsonVocals
Nancy WilsonGuitar & Vocals
Benjamin SmithDrums
David RothchildBass
Craig BartockGuitar
Christopher JoynerKeyboards
+ The Royal Philharmonic Orchestra
Produziert von: Jim Parsons Länge: 102 Min 00 Sek Medium: DVD
01. Magic Man10. Beautiful Broken
02. Heaven11. Mashallah!
03. Dreamboat Annie12. Silver Wheels
04. What About Love13. Crazy On You
05. I Jump14. Sand
06. Sweet Darlin'15. No Quarter
07. Two16. Barracuda
08. These Dreams17. Kick It Out
09. Alone

Nachdem die Schwestern Wilson 2014 ”Home For The Holidays waren, führte sie der Weg im Juni 2016 über den großen Teich und in Londons altehrwürdige “Royal Albert Hall”.
Hatten sie bei ihrem Konzert vor zwei Jahren in Seattle eine Handvoll Gastsänger mit dabei, erweiterten sie ihre Band für diesen Auftritt um das „Royal Philharmonic Orchestra“. Das kann ich gleich vorweg sagen, dass deswegen kein Klassik-Abend daraus wurde, denn man hat das Orchester gezielt und oft nur dezent untermalend eingesetzt.
Obwohl Schwestern, ist Ann Wilson Hauptsängerin, Moderatorin, Mittelpunkt der Band. Erfreulicherweise nicht mehr in den montserrat’schen Dimensionen von einst, aber immer noch bei beeindruckend guter Stimme führt Ann auch gleich in den Bandklassikern Magic Man. Kommt gut und druckvoll, klingt fast wie einst auf dem Debütalbum, nur rockiger. Lob hier für Craig Bartock an der Lead-Gitarre.
Bei Heaven kommt das Orchester hinzu und zusammen mit der Band kreiert man ein keltisch angehauchtes Epos, welches wir Live bereits von “Alive In Seattle“ und vom aktuellen Studioalbum “Beautiful Broken“ kennen. Grandios gemacht, aber die Freudentränen kommen natürlich eher bei der ewig jungen Dreamboat Annie. Hier glänzt auch Nancy Wilson an der Akustischen und mit elfenhaftem Harmoniegesang. Mit What About Love folgt der erste jener Mega-Hits aus den 80ern, die HEART an die Spitze der Charts und in den Rock-Olymp beförderten. Höhen, die sie später nie mehr erreichten. Wer jenes Jahrzehnt musikalischer verfolgt hat, dem sind solche Songs in die DNA übergegangen.

Mit dem schwergewichtigen, wieder an HEARTs LED ZEPPELIN-Wurzeln erinnernden, I Jump, der Power-Ballade Sweet Darlin‘ dem süßlichen, wieder von (der etwas unvorteilhaft gekleideten) Nancy Wilson gesungenen Two folgen drei Titel vom neuen Album. Alles nicht übel, wahrlich nicht, aber wird vom folgenden These Dreams natürlich problemlos hinweggefegt. Ist ja eigentlich, wie Vieles aus dem 80ern, gar nicht so toll und zu aufgeblasen, aber… kann man sich irgendwie nicht dagegen wehren, oder?
Gegen das folgende Alone schon gleich gar nicht. Da passen auch die Streicher sehr gut dazu. Allerdings wird mir das doch etwas zu langsam und getragen gespielt. Ich bevorzuge die Originalversion, auch wenn Ann, etwas rauer als früher, da noch verdammt gut klingt.
Das erneut heftig rockende Beautiful Broken macht mir jetzt doch ziemlich Lust, mir das neue Album, gleichen Namens, mal zu Gemüte zu führen. Geht anscheinend ganz schön hart zu.
Und auch Mashallah! kommt wuchtig und mit Power. Vielleicht sollte ich “Fanatic“ gleich auf meine Liste mit aufnehmen.

Leider gibt’s von den Alben der letzten Jahre ansonsten recht wenig zu hören. Lediglich Sand, von ”Red Velvet Car”, hat’s auf die Setlist geschafft. Mit Nancy’s Akustik-Solo-Instrumental Silver Wheels wird der Übergang zu einem weiteren Höhepunkt geschaffen: Crazy On You. Hier braucht’s natürlich kein Orchester und die Band legt sich so richtig ins Zeug. Hätte von mir aus noch länger gehen können.
Hier verabschieden sich HEART von der Bühne, kehren aber natürlich zur Zugabe zurück. Vorhin erwähntes Sand leitet diese akustisch ein. Ein wunderschönes Duett der beiden Schwestern.
Jetzt aber: LED ZEPPELINs No Quarter wir “zelebriert“! Ich kann nicht sagen, dass mir das Original besser gefallen würde. Erneut eine tolle Mannschaftsleistung.
Da kann nur noch eins draufsetzen und das tut es auch!
Danach dann was Ruhiges zum lockeren Auslaufen? Von wegen! Mit Kick It Out geht’s nochmal in die Vollen. Dass das nicht für mehr Bewegung im Publikum sorgt, schmälert den Genuss nur unwesentlich.
Nachdem der Sound der DVD auch wirklich sehr gut ist, kann man diese absolut empfehlen, was hiermit geschehen sei. Ach ja: Ein Interview mit Background-Infos, wie es der Kollege Markschies noch auf ”Night At Sky Church” vermisst hat, ist hier mit an Bord. In dieser Form würde ich HEART gern nochmal auf deutschen Bühnen sehen. Nehme ich in meinen Wunschzettel auf.

Epi Schmidt, 10.12.2016

 

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