Hazy Malaze

Hazy Malaze

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 01.11.2003
Jahr: 2003

Links:

Hazy Malaze Homepage



Redakteur(e):

Epi Schmidt


Hazy Malaze
Hazy Malaze, Fargo Records, 2003
Neal Casal Guitars, Lead Vocals, Harmonica
Dan Fadel Drums, Vocals, Percussion
Jeff Hill Bass, Vocals
Produziert von: Eric Sarafin & Hazy Malaze Länge: 37 Min 09 Sek Medium: CD
1. Satisfy The Jones6. I Get A Feeling
2. Chicago Blondes7. Nighttime Minutes
3. Hookin' Up And Checkin' In8. What If Today Was Tomorrow
4. Getaway From You9. Breakup 101
5. It's A Good Thing10. Backwards Barrell

Anscheinend ist die Zeit für Gitarren-Rockbands wieder mal reif, oder? Jedenfalls kommen da die letzten Monate doch wieder einige erfreuliche Bands/CDs raus, wie etwa die KINGS OF LEON oder JET. Zu hoffen wäre, dass dadurch auch ein Auge, oder Ohr, auf diese Band hier fällt: HAZY MALAZE!

Halbwegs Interessierten dürfte der Name Neal Casal nicht unbekannt sein. Der hat sich auf einer Tour, als Begleitband für Shannon McNally, mit seinen Mitmusikern Dan Fadel und Jeff Hill dermaßen gut verstanden und musikalisch ergänzt, dass die drei schon fast vor der logischen Bandgründung zurück schreckten, aus Angst die "Magie" könnte verschwinden.
Zum Glück haben sie es aber dann doch gepackt und ein Klassealbum eingespielt!

Satisfy The Jones als Opener ruft mir schon gleich alle Bands im Umfeld aus STONES, BAD COMPANY, BLACK CROWES u.s.w. vor mein geistiges Auge. Treibende Rhythmusgruppe, fein verzerrte Gitarre (Gibson SG), die auch mal g'scheit lärmt, und Neals Gesang ist eine ganze Ecke rauer, als auf seinen sechs Solo-Alben.
Mit Produzent Eric Sarafin hat man offensichtlich auch einen guten Griff getan. Dass diese Scheibe in nur 11 Tagen aufgenommen und gemixt wurde, merkt man bestenfalls an der vorhanden Rauheit, der Klang ist erste Sahne.

Damit kein falscher Eindruck entsteht: Es sind neben den Rockern auch einige funkig-groovige Songs auf dieser CD, allerdings sind auch die, etwa Chicago Blondes, richtig geil! Da ist genug Rock und Druck und Feeling drin, um sofort mitzureisen. Wer könnte bei dem 70's Funk-Rock mit seinem unwiderstehlichen Groove stillsitzen? Falls jemand den BLACK CROWES hinterher trauern sollte - hier sind die Nachfolger!

Wie eine Mischung aus THE WHO (die werden überhaupt oft zitiert in letzte Zeit, nicht?) in den späten 60ern und der STONES-Version von It's All Over Now klingt Getaway From You.
Dann wird's bei It's A Good Thing wieder richtig groovig. Mann, das sollte eigentlich jeden Dancefloor in einen "fliegenden Teppich" verwandeln.
Ich bin also echt beeindruckt: Einerseits von dem, für mich, ungewöhnlichen Gesang von Neal Casal und andererseits wie perfekt diese Band harmoniert. Die 100 Shows als "Backing-Band" haben sich ganz offensichtlich ausgezahlt.

I Get A Feeling ist im Original von Johnny Guitar Watson und somit der einzige "Fremdtitel" auf dieser Scheibe. Ein Fremdkörper ist er nicht, sondern reiht sich ein in den Groove, herrlich verziert durch die Hammond B-3 von Gast John Ginty (u.a. für SANTANA und WHISKEYTOWN tätig).
Richtig gut gefällt mir auch der Blues-Rock in What If Today Was Tomorrow der locker als ein früh-70er "Stomper" durchgehen würde von, sagen wir... GRAND FUNK RAILROAD. Hier zeigt Neal Casal, welchen Spaß er anscheinend am E-Gitarrenspiel hat.
Bei solchen dynamischen Songs wie Breakup 101 freu ich mich schon richtig darauf, diese Band live zu sehen, da muss es doch einfach vor guter Stimmung nur so sprudeln.

Leider ist nach 37 Minuten und Backwards Barrell, das wieder viel von den BLACK CROWES (so um das zweite/dritte Album) hat, die CD dann schon herum. Es kommt wirklich nicht häufig vor, dass mir eine CD zu kurz vorkommt. Naja, die wird mich so oder so noch lange begleiten und angeblich waren die letzten Songs im Studio auch noch ein Stück härter, so dass man wirklich freudige Anspannung angesichts der anstehenden (leider nur) drei Konzerte in Deutschland verspüren darf.
Also: Legt Euch diese CD zu und hofft mit mir auf eine baldige, längere, Tour und ein möglichst langes Bestehen dieser Band - es lohnt sich!

Epi Schmidt, 01.11.2003

 

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