Guitar Pete

Mean Streets

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 01.01.2000
Jahr: 2008

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Redakteur(e):

Jürgen Ruland


Mean Streets, Grooveyard Records, 2008
Guitar Pete BrasinoGuitar, Vocals
Mitch HaftBass
Anthony BernardoDrums
Allen KorensteinKeyboards (on "Shattered Paradise")
Produziert von: "Guitar Pete" Brasino Länge: 55 Min 26 Sek Medium: CD
01. Fire And Rain06. One Sunny Day
02. Lipstick & Gasoline07. Rock Bottom
03. Found Guilty08. A Long Way Down
04. One Foot In The Grave09. Lucky Me
05. Slugger's Row10. Shattered Paradise

Bad Ass Blues-Southern Rock. So beschreibt der Anzeigentext einer Mail-Order Company die Musik von Guitar Pete. Gut abgehangener, harter Blues Rock mit viel Slide ließe sich dem sicherlich noch hinzufügen.
"Mean Streets" bietet Freunden deftiger Klänge so einiges. Pete Brasino, so heißt der Meister an den sechs Saiten mit bürgerlichem Namen, kickt gemeinsam mit seinen Spießgesellen Mitch Haft (Bass) und Anthony Bernardo (Drums) mächtig ass. Die fette Rhythmus-Section bietet einen zumeist schwer groovenden Hintergrund, vor dem sich Gitarren-Peter austoben darf. Und das macht dieser denn nicht nur mittels Klampfe, auch sein Organ ist beeindruckend. Stimmlich Danny Joe Brown oder Phil McCormack (beide MOLLY HATCHET) ähnelnd, sorgen Pete und seine Jungs für eine amtliche Vollbedienung.

Bereits der Opener Fire And Rain lässt mit seinem Intro die dampfenden Sümpfe des amerikanischen Südens vor Deinem geistigen Auge entstehen.
Das folgende Material bewegt sich zumeist in einem mittelschnellen Tempo, geprägt durch schweres Riffing und den bluesigen Soli des Masterminds. Slugger's Row dürfte neben der harten Blues-Fraktion auch für Anhänger des Southern Rocks ein gefundenes Fressen darstellen. Mundharmonika, akustische Gitarren und später einsetzende Power Chords á la BLACKFOOT oder LYNYRD SKYNYRD bieten eine willkommene Abwechslung zum überwiegend gespielten Mid-Tempo Heavy Blues.

Der New Yorker Pete Brasino wird in seiner Bio natürlich mit den üblichen Verdächtigen verglichen. Ganz recht tut man ihm damit sicherlich nicht, da er den meisten Kollegen des Genres einen ziemlichen Härtegrad voraus ist. Inspiriert durch Leslie West (MOUNTAIN), dürfte Mississippi Queen wohl als Blaupause für viele seiner Tracks hergehalten haben.
Das der gute Mann aber auch ganz anders kann beweist der Rausschmeißer Shattered Paradise. Das stilistisch arg abweichende Juwel bietet einen instrumentalen Blues mit allerhand Feeling und viel Melodie, bis es in der zweiten Hälfte des über zehnminütigen Tracks noch zu einer heftigen Jam kommt.

Freunde der schweren, bluesigen Töne mit massig Southern-Touch kommen hier voll auf ihre Kosten. Da fällt das Fehlen eines potentiellen Ohrwurms wenig ins Gewicht, "Mean Streets" überzeugt als Ganzes.

Jürgen Ruland, 08.10.08

 

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