Gamma Ray

Skeletons & Majesties Live

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 26.11.2012
Jahr: 2012
Stil: Heavy Metal

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Redakteur(e):

Marc Langels


Gamma Ray
Skeletons & Majesties Live, Ear Music, 2012
Kai HansenGesang & Gitarre
Henjo RichterGitarre
Dirk SchlächterBass
Daniel ZimmermannSchlagzeug
Gastmusiker
Corvin BahnKeyboards
Michael KiskeGesang
Produziert von: Stephan Ernst Länge: 114 Min 37 Sek Medium: CD
Disc 1Disc 2
01. Welcome (Intro)01. Induction
02. Anywhere In The Galaxy02. Dethrone Tyranny
03. Men, Martians And Machines03. Watcher In The Sky
04. The Spirit04. Hold Your Ground
05. Wings Of Destiny05. A While In Dreamland
06. Farewell06. Rise
07. Gamma Ray07. Brothers
08. Money08. Insurrection
09. Time To Break Free09. Future World
10. Rebellion In Dreamland
11. Send Me A Sign

Damit hatte ich ja nun gar nicht gerechnet. Nachdem Kai Hansen das letzte Jahr vor allen Dingen mit Michael Kiske an dem gemeinsamen Baby namens UNISONIC gearbeitet hatte, hätte ich nun nicht unbedingt mit einem Live-Werk seiner Hauptband GAMMA RAY gerechnet. Aber eben jenes rotiert gerade recht häufig in meinem CD-Player. Kaum vier Jahre sind seit dem letzten Live-Opus “Hell Yeah – The Awesome Foursome“ vergangen. Der Grund für die erneute Live-CD könnte unter anderem in der Kritik an dem eher undifferenzierten Sound der damaligen Aufnahme sein. So viel vorweg: das Manko wurde hier komplett beseitigt.

Mitgeschnitten wurde das Album dieses Mal im berühmten Z7 im Schweizer Pratteln, einer Institution in Sachen europäischer Club-Szene mit starker Affinität zum Rock- und Metal-Bereich und einem entsprechend frenetischen Publikum. Das kam an diesem Abend – wie kaum anders zu erwarten – voll auf seine Kosten. Der Sound: klar und druckvoll, die Band: spieltechnisch exzellent, die Setlist: ausgewogen und voller Klassiker, aber ohne allzu große Überschneidungen zum vergangenen Live-Album. Einzig die beiden Songs Rebellion In Dreamland und Send Me A Sign sind auf beiden Werken vertreten, werden aber hier – sprich “Skeletons & Majesties Live“ - in akustischer Form dargeboten.

Aber ein wahres Fest wird die Scheibe dabei insbesondere für alte HELLOWEEN-Fans sein, denn bei drei Songs steigt auch Michael Kiske mit seinem neuen, alten Band-Kollegen auf die Bühne und performt dabei keineswegs nur HELLOWEEN-Songs wie Future World, sondern veredelt auch die Stücke Time To Break Free und A While In Dreamland mit seinen nach wie vor sehr beeindruckenden vokalen Künsten. Dabei wird noch einmal klar, warum Hansen – auch wenn er ein ganz ordentlicher Sänger ist – ein echter Sänger wie Kiske oder auch später Ralf Scheepers (heute PRIMAL FEAR) immer gut getan hat. Die Musik gewinnt dadurch noch einmal deutlich an Qualität.

GAMMA RAY nutzen die zwei CDs aus, um einmal mehr ihren über Jahrzehnte erworbenen Status als eine der Speerspitzen des deutschen Heavy Metal (zusammen mit ACCEPT, BLIND GUARDIAN und HELLOWEEN) zu unterstreichen. Natürlich würde man sich auch hier ein paar mehr Klassiker aus der alten HELLOWEEN-Zeit wünschen - gerade mit Kiske am Mikrofon. Und diejenigen, die eben nicht beide Live-CDs erwerben wollen, werden so einige starke Stücke verpassen. Denn "Skeletons & Majesties Live" verzichtet schon auf einige Klassiker, die normalerweise zu jedem GAMMA RAY-Konzert gehören, wie zum Beispiel Space Eaters oder I Want Out (um hier nur einmal die beiden bekanntesten zu nennen).

Aber das Werk bezieht seinen Reiz eben daraus, dass es keine weitere Best Of-Zusammenstellung vor Publikum bietet, sondern ein paar verborgene Schätze des GAMMA RAY-Schaffens präsentiert. Und gerade auf Grund der divergierenden Setlisten sollte daher "Skeletons & Majesties" auch für diejenigen GAMMA RAY-Fans interessant sein, die bereits "Hell Yeah - The Awesome Foursome" im Regal stehen haben. So bekommt man nahezu alle Band-Klassiker in einer Live-Version zusammen.

Marc Langels, 22.11.2012

 

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