Gaby Jogeix

Meanwhile In New Orleans

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 16.04.2021
Jahr: 2021
Stil: Blues
Spiellänge: 48:22
Produzent: Juan Guevara & Felipe Guevara

Links:

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Plattenfirma: Enghardt Media


Redakteur(e):

Epi Schmidt


s. weitere Künstler zum Review:

Joe Louis Walker

Kirk Fletcher

Supersonic Blues Machine

Philip Sayce

Mike Farris

Titel
01. Right Way To Love You
02. Fair Green
03. Got A Baby Coming
04. The Other Side
05. In My Dying Hour
06. Shine On You
 
07. Feel Like Making Love
08. The Moon Is Here
09. I'm Gonna Get There
10. Preaching
11. I'll Get Back Again
12. Keep Your Lamps
Musiker Instrument
Gaby Jogeix Vocals, Guitar, Lap Steel
Eddie Christmas Drums
Kennan Shaw Bass
Tom Worrell Organ, Piano, Keyboards
Dana Abbott, Jamey Saint-Pierre Vocals
Fernando Jiménez Harmonica
Juan Guevara additional Keyboards, Programming, Acoustic & Electric Guitars

Bei “Gaby Jogeix“ handelt es sich um keine Band sondern einen Musiker. So wie “Andrea“ in Italien ein männlicher Vorname ist, ist es auch in Spanien nicht unüblich Gabi, bzw. Gaby als Vornamen zu tragen. Jogeix dürfte sich ungefähr “Choge-isch“ aussprechen und deutet auf katalanische Wurzeln. Namen mit dem “ix“ am Schluss kennen wir ja von den nicht weit entfernten französischen Nachbarn...

Der Laternenpfahl an dem Gaby Jogeix lehnt könnte in Barcelona ebenso gut stehen, wie in New Orleans. Musikalisch ist die Heimat des Sängers/Gitarristen allerdings ein klarer Fall: Das ist nicht die Hitze der Costa Brava, die hier aufsteigt, sondern die der amerikanischen Südstaaten. Und ich muss von Beginn an sagen, da klingt einer richtig gut! Erinnert ein bisschen an Johnny Lang oder Philip Sayce, hat aber seinen eigenen ansteckenden funky Groove, der gleichzeitig sehr erdig klingt. Ein Schuss Lenny Kravitz mag auch noch mit drin sein. Dazu gefällt mir volle, direkte Sound der Scheibe und vor allem von Jogeix' Gitarre. Das verwundert jetzt nicht, dass er schon ein dickes Lob von den Kollegen von SUPERSONIC BLUES MACHINE eingeheimst hat und Kirk Fletcher, mit dem er auch schon auf der Bühne stand, lässt sich folgendermaßen zitieren: his album has a wonderful flow to it and a great mix of grooves and fantastic story telling. I highly recommend it!”

Gehen die ersten beiden Songs in die funky-rockige Ecke, suggeriert uns Got A Baby Coming eher eine lockere Landpartie. Schaukelt munter dahin, verziert von heiteren Lap-Steel-Klängen.
The Other Side hat wiederum den Gro゚stadtflair, des Samstagsabends, wenn man die Stra゚en entlang schlendert. Viel Soul (in meinen Ohren klingt das sogar ein bisschen nach dem jazzigen Feeling von SADE) und wieder ein unaufgeregter aber unwiderstehlicher Groove. Der Typ klingt echt, als wäre er mindestens 20 Jahre im Geschäft und h舩te ebenso viele Alben auf dem Buckel.

Obendrein hat er alle Songs hier komplett geschrieben, bzw. hat sie arrangiert. In My Dying Hour ist nicht nur der gleiche Song wie In My Time Of Dying, sonder klingt auch änlich wie Mr. Mellencamps Interpretation des Gospel-Klassikers. Auch hier sehr rootsy und relativ flott gespielt.
Feel Like Making Love hat allerdings nichts mit dem FREE-Song zu tun, sondern ist Jogeix-Eigengewächs, welches trotzdem schnell ins Ohr geht. Auch diese Nummer, mit ihrem funkigen Beat, lädt schnell zum Mitwippen oder zum kleinen Tänzchen ein. Cooler, direkter, unverfälschter Gitarrensound, der zeigt, dass der Typ was drauf hat.

Ein Highlight ist sicher I'm Gonna Get There. Als sachte Piano-Ballade beginnend (einmal mehr muss ich an Philip Sayce denken), steigert sich der Song immer mehr zu einer herrlichen Blues-Nummer, mit Gospelchor im Hintergrund, eingägigem Refrain und - wie sich's gehört - einer darüber aufsteigenden Lead-Gitarre. Die Original-Vorlage von Mike Farris (Album “Salvation In Lights“) ist ja wahrlich schon nicht schlecht, gerade auch, was den Gesang angeht, aber die wischt Gaby Jogeix hier locker zur Seite.

Mit dem puristischen Preaching Blues, dem stimmungsvollen Slide- and Gospel-Blues Keep Your Lamps und der southern-soulhaltigen Midtempo-Ballade I'll Get Back Again wird ein Album gekrönt, nach dessen Hören man vielleicht ähnlich wie die SUPERSONIC BLUES MACHINE sagen wird: “Gaby won us over and now we're big fans!"

 

 

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