Freddie Mercury

Barcelona - Special Editon

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 15.09.2012
Jahr: 2012
Stil: Pop/Klassik

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Redakteur(e):

Epi Schmidt


Freddie Mercury
Barcelona - Special Edition, Universal Music, 2012 (1988)
Freddie MercuryVocals
Montserrat CaballèVocals
Mike MoranPiano, Hammond Organ
John DeaconBass
Rufus TaylorDrums
FILMharmonic Orchestra Prague
Produziert von: Kris Fredriksson & Stuart Morley (Re-Issue) Länge: 48 Min 17 Sek Medium: CD
01. Barcelona07. How Can I go On
02. La Japonaise08. Excersises In Free Love
03. The Fallen Priest09. Overture Piccante
04. EnsuenoBonus Track:
05. The Golden Boy10. How Can I Go On (Feat. David Garrett)
06. Guide Me Home

Freddie Mercury war eine viel zu schillernde und vielschichtige Person, als das er allein als Lead-Sänger von QUEEN glücklich geworden wäre. Bereits zu Beginn der 80er spielte er sein Solo-Album "Mr. Bad Guy" ein, aber sein ambitioniertes Werk war wohl die Zusammenarbeit mit dem Opern-Star Montserrat Caballè. Folgerichtig steht deren Name eigentlich auch mit auf dem Album-Cover. Von der Stimme der spanischen Sängerin war Mercury dermaßen angetan, dass er sein ganzes Streben auf eine gemeinsame Aufnahme richtete.
Heraus kam natürlich mit dem Titelsong eine Hymne, die einem selbst heute noch als Hit und Song der Olympiade 1992 in den Ohren hängt. Bekanntermaßen erlebte der QUEEN-Frontmann dieses Spiele nicht mehr, bei denen er zusammen mit Caballè die Eröffnungszeremonie krönen sollte.

Das gemeinsame Album erschien jetzt in einer "Special Edition", von er es verschiedene Ausgaben gibt, die sich bis zur "Limited-Deluxe"-Ausgabe aufschwingen, bei der vier Silberlinge den letzten Ton aus diesen historischen Aufnahmen pressen.
Aber auch die einfache Ausgabe birgt ihren Reiz, den - und das wissen vielleicht nur wenige - die Originalaufnahmen wurden überwiegend mit Keyboards eingespielt und sind nun erstmals um die gebührenden Klänge eines Orchesters erweitert.
Das bekommt dem Titelsong, aber auch den meisten anderen Nummern. Nachdem Freddie die Songs geschrieben oder mitgeschrieben hat, schimmert natürlich auch gern mal etwas "Night At The Opera" hindurch, aber wenn es wirklich Richtung Oper geht, wie in La Japonaise oder erst recht in The Fallen Priest, dann setzt sich natürlich Erfahrung und Stimme von Frau Caballè durch. Da kämpft Freddie wacker und nicht unfundiert, aber ihm gebührt da wirklich nur der zweite Rang.
Von seiner letztlich tödlich Krankheit erfuhr er während dieser Aufnahmen und es hätte durchaus seine letzte Platte werden können. Das Engagement, mit dem er zu Werke ging, scheint auch heute noch durch und wenn der Zeiger etwas mehr Richtung Pop und Rock zeigte, wie in The Golden Boy, dann hat aber Freddie deutlich die Oberhand und die Spanierin kann lediglich ein paar hohe Töne zum Gesamtbild beisteuern. Das klingt im Mittelteil voll nach der Stammkapelle des QUEEN-Sängers.
Vom Konkurrenzdenken waren aber beide weit entfernt und die meiste Zeit macht es richtig Spaß zu hören, wie sich die beiden Ausnahmekünstler gegenseitig befruchteten.

Oft genug fühlt man sich tatsächlich an Songs oder Alben aus dem Fundus der britischen Band erinnert. Mal sind es Klänge und Harmonie aus früheren Werken, mal lugt das noch in der Zukunft liegende "Innuendo" um die Ecke.
Da sollte man sich mal How Can I Go On anhören und man wird schnell an The Show Must Go On denken.
Excersises In Free Love war der Song, mit dem Mercury Caballè für das gemeinsame Projekt gewann. Etwas Opernunkundige - dafür umso Filminteressiertere - denken bei diesem Lied bestimmt leicht an manchen Soundtrack von Ennio Morricone.
Also Bonus gibt es hier noch einmal How Can I Go On mit dem Star-Geiger David Garrett als Solist. Ich bin kein Freund von diesen gehypten Musikern, aber das passt tatsächlich recht gut und hört sich schon immer zugehörig an.
Wer mehr an der rockigen Ausrichtung von QUEEN und Mercury interessiert war und ist, der wird hier trotzdem und besser Abstand halten. Aber wer dem etwas erweiterten Kosmos des Freddie Mercury nahe steht und sich für ein paar geniale Stimmen begeistern kann, der sollte hier vielleicht nochmal Nachhören. Muss ja vielleicht nicht gleich die fette 4 CD/DVD-Box sein.

Epi Schmidt, 13.09.2012

 

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