Metallica

Frankfurt, Festhalle, 11.05.2009

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Konzertbericht

Reviewdatum: 14.05.2009
Stil: Thrash Metal

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Redakteur(e):

Tim C. Werner


Metallica,
Frankfurt, Festhalle, 11.05.2009

Die größte Heavy Metal Band auf Tour. METALLICA in Frankfurt am Main. Festhalle. 75 Euro für ein Ticket.
Die Gazetten beteiligen sich im Vorfeld am allgemeinen Hype und wirbeln ordentlich Staub auf. Und natürlich wird die Show im Nachhinein über alle Maßen und völlig unreflektiert gelobt und in diesem Zusammenhang sogar als "zweienhalbstündige Live-Ekstase" und als "unübertrefflich" bezeichnet (Frankfurter Neue Presse, 13. Mai 2009, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 13. Mai 2009).

METALLICA 2009, das ist weder Comeback (oder gar "Wiederauferstehung"), das ist einfach nur solider, handwerklich sehr gut gespielter Thrash Metal. Nicht mehr. Aber auch nicht weniger.
Ich bin kein Freund des aktuellen Albums "Death Magnetic". Meines Erachtens enthält es überhaupt nur einen einzigen überdurchschnittlichen Song, das irre abgedrehte 10-Minuten-Instrumental Suicide & Redemption. Hier horcht man - im Gegensatz zu den anderen neun Stücken - auf und freut sich, dass es der Band nach all den Jahren noch gelingt, ausgetreten Pfade zu verlassen.

Platte und Tour 2009 überraschen leider überhaupt nicht. Hier wird auf Vinyl wie auf der Bühne genau das geboten, was der Zuschauer, ergo der Markt, verlangt. Während das Vorgängeralbum "St. Anger" von 2003 noch enorm polarisiert hatte, finden sich heuer weder Ecken noch Kanten. Alle finden alles super. Schade eigentlich.

Natürlich machen die Songs des neuen Albums ordentlich Druck, natürlich ging in der Festhalle zu Frankfurt ein über zweistündiges, manifestes Riffgewitter auf die Besucher nieder, aber "unübertrefflich" war das mitnichten.
Massiv übertrieben wurde zum Beispiel der Einsatz von Lasern und Feuer. Dass bei der Zugabe Seek And Destroy zusätzlich hunderte schwarze Gummibälle (sic!) durch die Halle flogen, war einfach nur peinlich. Ich habe mir erlaubt, in diesem Zusammenhang mal den Terminus "Las-Vegas-Metal" zu erfinden.

Nur ein einziges Mal - erneut befleißige ich mich des Bildes der ausgetretenen Pfade - wurden die Zuschauer aus ihrem von ekstatischem Jubel überdeckten Phlegma gerissen: Fast eine viertel Stunde lang waberte das sperrige, fast schon psychedelische The Outlaw Torn vom 1996er Album "Load" durch den Saal. Während die ignoranten Mainstream-Fans zum Bierholen sind, konnte ich nicht glauben, was ich da sah und hörte, das war - so habe ich es empfunden - der mit Abstand beste Song des Abends; Master Of Puppets, Seek And Destroy, No Remorse hin oder her.

Tim C.Werner, 11.05.2009

 

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