Eric Lindell

Low On Cash, Rich In Love

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 04.03.2008
Jahr: 2008

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Eric Lindell Homepage



Redakteur(e):

Epi Schmidt


Low On Cash, Rich In Love, Alligator Records, 2008
Eric Lindell Vocals, Guitar, Harmonica, Background Vocals
Chris Mule Guitar, Background Vocals
Aaron Wilkinson Bass, Background Vocals
Chris Plyant Drums, Background Vocals
Blake Nolte Tenor and Alto Sax
Jimmy Carpenter Tenor Sax on What I Got
Mark Adams Piano, Organ
Sean Carey Background Vocals on Lay Back Down
Produziert von: Eric Lindell Länge: 46 Min 18 Sek Medium: CD
01. Lay Back Down07. What I Got
02. Low On Cash08. It's My Pleasure
03. Josephine09. It's A Pity
04. Mind your Business10. I Got A Girl
05. Tried And True11. It's You
06. Lady Day And John Coltrane12. All Night Long

Der Groove-Master aus New Orleans ist zurück: Eric Lindell! Es ist kaum zu glauben, dass es sich bei "Low On Cash, Rich In Love" erst um sein zweites Album handelt, so ausgereift sind die Kompositionen und ihre akustische Umsetzung.
Die ersten Dobro-Töne von Lay Back Down ertönen und augenblicklich taucht man ein, in den Groove, das Feeling, die schwüle Hitze des Südens...
Herrlich geschmackvoll inszeniert, wie schon auf dem Vorgängeralbum "Change In Weather". Natürlich "missioniere" ich auch immer mal mit den Scheiben die bespreche, in meinem Bekanntenkreis und noch selten (bis nie) hab ich so durchgehend positive Reaktionen geerntet, wie mit jenem Album.
Das wird mit diesem hier kaum anders werden. Dazu tragen die soulige, leicht angekratzte Stimme von Lindell ebenso bei, wie die unterschwellige Bläserunterstützung. Und es groovt halt endlos geil. Beim Titelsong geht's sehr funky zu und man wackelt sofort mit allem mit, was gerade entbehrlich ist. Kurze a cappella Intermezzi lockern ebenso auf wie sie für neuen Drive sorgen.
Ebenfalls funky, aber mit großem Soul- und R&B-Anteil folgt die Josephine. Man, wenn das nicht bester Summer-Party-Stuff ist! Die Saxophone schmettern sich kreuz und quer dazwischen und die Rhythmusgruppe versetzt die Hüften in Endlosrotation. Da greift einfach alles perfekt ineinander. Die unprätentiöse, aber auf den Punkt gespielte, Gitarre von Eric Lindell, die Orgel- und Piano-Soli sowie die hervorragend abgestimmten Gesänge.

Auch der Sound aller Instrumente gefällt mir absolut. Dazu spielt die Band so gut abgestimmt, dass es sich sowohl äußerst transparent als auch sehr voluminös anhört. Da kommen kleine Blues-Licks in Tried And True ebenso deutlich durch wie der herrliche, ohrwurmverdächtige, (Background-) Gesang. Der Song erinnert mich stark an die Soul- und R&B-Stücke wie sie die STONES und die BEATLES auf ihren ersten Alben gespielt haben.
Erneut bluesig, und wieder mit einem Schuss Funk, erklingt Lady Day And John Coltrane, die einzige Coverversion auf dieser CD (im Original von Gil Scott-Heron), und neben dem unwiderstehlichen Rhythmus ist es vor allem Erics Mundharmonika, die den Hörer hier mitreißt.
In manchen Medien vergleicht man Eric Lindell schon mit Van Morrsion und hört man zu, wie Eric seinem Girl erklärt What I Got, dann mag man da nur zustimmend nicken.

It's My Pleasure (und meines auch!) hat eine Menge vom frühen R&B der J. GEILS BAND oder auch der INMATES. Zwar klingt es hier etwas "weicher", souliger, southern-mäßiger, aber der Beat passt und die Gitarrenparts werden auch deutlich mehr.
In It's A Party duellieren sich diese (Wah-Wah) Gitarren mit der vibrierenden Orgel über einem, erneut unnachgiebigem, Funk-Rock, der Hackklötze zum tanzen bringen würde. Hey, Mr. Kravitz, so solltest du mal wieder klingen!
I Got A Girl ("her name is Suzie Q") singt Eric in diesem locker shuffelnden Song, erwähnt mal so nebenbei Robert Johnsonss Stop Breaking Down-Blues und setzt erneut seine Harp äußerst effektiv ein.
Nochmal tief in die soulige Hitze des amerikanischen Südens entführt uns It's You und fasziniert folgt man diesem tollen Groove, bläser-gepusht und von den Vocals fasziniert.
Einen kleinen Abstecher ins Country-Lager macht am Schluss All Night Long. In den herrlich swingenden Rhythmus fliest natürlich auch wieder reichlich Soul, bluesige Gitarren-Licks und eine Melodie die im Ohr bleibt. Außerdem der Anteil "Verrücktheit", der vor der Beliebigkeit bewahrt.
"Low On Cash, Rich In Love" ist - wer hätt' was anderes erwartet? - der würdige und perfekte Nachfolger für Eric Lindells Debütalbum und wird wohl nicht nur in New Orleans künftig die Verranda-Partys berreichern.

Epi Schmidt, 04.03.2008

 

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