Dimmu Borgir

Abrahadabra

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 17.12.2010
Jahr: 2010
Stil: Symphonic Black Metal

Links:

Dimmu Borgir Homepage



Redakteur(e):

Martin Schneider


Dimmu Borgir
Abrahadabra, Nuclear Blast, 2010
ShagrathVocals, Keyboards
SilenozGuitars
GalderGuitars
Gäste:
Agnete Maria Forfang KjølsrudsFemale Vocals
Snowy ShawBass, Vocals
DarayDrums
Kristoffer Rygg (aka. Garm) (ULVER)Vocals
The Norwegian Radio Orchestra conducted by Gaute Storaas
The Schola Cantorum Choir Oslo
Produziert von: Dimmu Borgir Länge: 48 Min 57 Sek Medium: CD
01. Xibir06. Ritualist
02. Born Treacherous07. The Demiurge Molecule
03. Gateways08. A Jewel Traced Through Coal
04. Chess With The Abyss09. Renewal
05. Dimmu Borgir10. Endings And Continuations

Mit ihrem Album "Death Cult Armageddon" verscherzten sich DIMMU BORGIR die Sympathien des Black Metal Undergrounds. Sieben Jahre später spielen sie mit CRADLE OF FILTH in ihrer eigenen Liga von Ausnahmekünstlern, denen es gelungen ist Schwarzmetall auch der breiten Masse der Anhänger hartmetallischer Musik zugänglich zu machen.

"Abrahadabra" ist Gigantomanie pur. Die inzwischen auf Triogröße geschrumpfte Band hat neben einigen szenebekannten Gastmusikern gleich auch noch das Norwegische Radiosymphonieorchester und den Scola Cantorum Chor Oslo engagiert.

DIMMU BORGIR erklimmen anno 2010 mit den typischen Markenzeichen der jüngeren Vergangenheit eine bisher nie erreichte Stufe. "Abrahadabra" ist mehr von allem. Mehr orchestrale Elemente, mehr Chöre, mehr Klangvolumen und auch ein Mehr an Emotionen und Gänsehaut.

Auch wenn Gateways als Single auserkoren und durch ein Video unterstützt zum zentralen Song des Albums aufgebau(sch)t wird, auch wenn man im Stile der Metalheroen der Achtziger nun eine eigene, gleichnamige Bandhymne am Start hat, nicht einzelne Stücke zeichnen das Album aus, sondern die durchgängige Ästhetik.

"Abrahadabra" ist ein Gesamtkunstwerk, das über weite Strecken an einen Hollywood-Soundtrack erinnert. Es ist der Brückenschlag zwischen anspruchsvollem, theatralischem Heavy Metal (bei Chess With The Abyss oder The Ritualist fühlt man sich unweigerlich an KING DIAMOND erinnert) und ehrfurchtgebietender Neoklassik im Kontext der bandtypischen Ästhetik um viktorianische Romantik, Horror und Misanthropie.

Nicht groß darüber nachdenken, einfach die Augen schließen, darin eintauchen und es genießen, wenn dieser gewaltige Soundorkan über einen hinwegfegt.

Martin Schneider, 17.12.2010

 

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