Dennis McClung

Live! Out Of The Ordinary

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 08.09.2006
Jahr: 2006

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Dennis McClung Homepage



Redakteur(e):

Epi Schmidt


Dennis McClung
Live! Out Of The Ordinary, Chickenhead, 2006
Dennis McClung Guitars, Vocals
Jason Corder Bass Guitar, Vocals
Randy Franklin Keyboards, Vocals
Linny Merchant Drums, Vocals
Produziert von: Dennis McClung Länge: 67 Min 14 Sek Medium: CD
1. Let The Good Times Roll7. Messin' With The Kid
2. Rock This House8. Hoochie Coochie Man
3. Touch Of the Delta9. Trouble No More
4. Blues Before Sunrise10. How Blue Can You Get
5. T-Bone Shuffle11. Look On Yonder Wall
6. Jelly Jelly12. Everyday I Have The Blues

"Blue ridge mountain, West Virginia.", ja, ja, aber nicht nur Country ist in dieser Gegend angesagt, sondern auch der Blues und eine der besten und angesagtesten Bands dieser Region ist die DENNIS McCLUNG BLUES BAND. Beim nachforschen findet man jedenfalls etliche Leute, die der Band aus Fairmont sehr zugetan sind.
Und Dennis und seine Mannen sind auch wahrlich nicht übel. Als Krachsocken kann man sie nicht bezeichnen und wenn sie Jimmy Rogers Rock This House spielen, lassen sie trotzdem die Zügel nicht aus der Hand. Soll nicht heißen, Leader Dennis McClung könnte seiner Gitarre nicht ordentlich Feuer sprühen lassen, aber halt immer in Grenzen.
Richtig gut gefällt mir der Keyboarder Randy Franklin, der anscheinend von der aus der selben Stadt stammenden Piano-Koryphäe Johnnie Johnson irgendwie was geerbt hat. Jedenfalls erinnert sein perlendes Spiel ganz schön an Chuck Berrys Leibpianisten.

Dieser Live-Mitschnitt ist einer ganzen Reihe von Blueskünstlern gewidmet, von Albert King bis Z.Z. Hill. Bei denen, und allen dazwischen, liegen die Einflüsse dieser Band und der Set setzt sich auch überwiegend aus Coverversionen zusammen. Ob man die jetzt zum so-und-so-vielten Male braucht erscheint fraglich, jedoch wärmt selbst ein Eric Clapton seit Jahren fast nur noch auf, und ob mir Blues Before Sunrise von dem oder hier von der Dennis McClung Blues Band besser gefällt..., ich glaub' da verliert der Eric. Richtig rootsiger Boogie a la CANNED HEAT und das Piano sowie die toll klingende Slide-Gitarre heben den Song noch zusätzlich heraus.
Laune macht es auch, wie gut die Band verschiedenste Stilarten des Blues perfekt drauf hat, mal eher jumpy bei T-Bone Walkers T-Bone Shuffle, mal er balladesk melancholisch in Jelly Jelly und dann wieder eher swingend bei Messin' With The Kid. Bei letzterem sorgt wieder Randy Franklin für die Prise Pfeffer, diesmal an der Orgel.

Interessant ist auch, dass dieser Zusammenschnitt aus zwei Auftritten nur mit zwei Mikrofonen, beim Publikum platziert, aufgenommen wurde. Keine Sorge, das klingt nicht nach Bootleg, sondern transportiert die Live-Atmosphäre sehr gut. Entsprechender Lautstärkepegel vorausgesetzt.
Beim eben genannten Messin'... führt Dennis McClung sein variantenreiches Gitarrenspiel ausgiebig vor, bleibt aber eher locker-funkig. Beim folgenden Hoochie Coochie Man klingt das dann schon mehr erdig und die Band gibt sich gern den Boogie-Zwischenteilen hin. Muss ich das Piano erneut loben?
Und auch Trouble No More, das viele wohl am ehesten in der ALLMAN BROTHERS BAND-Version im Kopf haben, erschließt sich manchen vielleicht wieder neu, wenn sie hier zuhören.
Ich rechne es dieser Band auch hoch an, dass sie auch bei langsameren Titeln die Spannung halten kann. Für mich normal der Zeitpunkt für Theke oder Toilette, aber die raue Stimme Dennis' lädt auch bei How Blue Can You Get zum verweilen ein. Gitarristisch schießt er aber hier manchmal fast übers Ziel hinaus. Grade noch...
Spätestens seit GOV'T MULEs Version von Look On Yonder Wall gehört das Lied zu einem meiner liebsten. So, wenn auch swingend, macht der Titel auch hier Spaß und die fast acht Minuten sind mir keine Sekunde zu lang.
Zum Schluss wird bei Everyday I Have The Blues noch mal das Tempo erhöht. Allerdings, auch wenn die Solisten erneut überzeugen können und gerade der raue Gitarrensound klasse klingt, kann ich mich bis heute mit dem Song nicht so richtig anfreunden. Der ist mir wirklich zu abgedroschen. Zum Glück kann mich das Piano einigermaßen versöhnen.

Insgesamt vielleicht keine Scheibe die man unbedingt braucht, doch nicht nur Pianospieler können sich mit "Live! Out Of The Ordinary" eine unterhaltsam gute Zeit verschaffen.

Epi Schmidt, 08.09.2006

 

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