Demian Heuke

Treumal

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 05.02.2015
Jahr: 2014
Stil: Instrumental Rock

Links:

Demian Heuke Homepage

Demian Heuke @ facebook



Redakteur(e):

Marc Langels


Demian Heuke
Treumal, Eigenproduktion, 2014
Demian HeukeGiatrre
Lars ZehnerSchlagzeug & Percussion
mf-cBass
Gastmusiker
Dennis HormesGitarre
Adran WeissGitarre
Jan PelserGitarre
Mischa LenzGitarre
Christoph KaczmarczykGitarre
Produziert von: mf-c Länge: 43 Min 31 Sek Medium: CD
01. 30 Ballons07. Treumal
02. This Is Now08. Astronomy
03. Jimmy09. Just Breathing
04. Alive10. Diminished Wind
05. Iced Kingdom11. Suffering
06. Funky Valentine12. Daily Settlement

Demian Heuke ist ein Gitarrist aus Düsseldorf, der unter anderem bei den Metal-Bands THESE ARE THE DAYS und SIGNS OF WEAR aktiv ist, aber auch zusammen mit Mischa Lenz das Akustik-Gitarren-Duo D’MIARO bildet. Zudem begleitet er Adrian Weiss sowohl bei dessen Live-Aktivitäten als auch im Studio – und hat mit “Treumal“ sein Solo-Debüt vorgelegt. Dabei bedeutet natürlich Solo-Debüt bei einem Gitarristen zumeist – wie auch in diesem Fall – ein rein instrumentales Album. Das kann bei einer Laufzeit von etwas mehr als 43 Minuten für manchen Hörer schon mal ein wenig lang werden.

Aber das ist ja die Herausforderung, der sich der Musiker stellt. Und jeder gute Gitarrist ist sich dessen bewusst, dass er diese Zeit nicht nur mit technischen Tricks und Spielereien füllen kann, sondern dass er etwas Substanzielles liefern muss: und das sind Melodien. Und die hat Heuke hier zum Glück auch gleich im Dutzend im Angebot. Obwohl man ihn sicherlich in die Kategorie der Shredder packen kann, so hat er doch immer noch ein Ohr dafür, was der Song braucht, eine klare Struktur, eine Richtung und Fixpunkte, an denen sich der Hörer orientieren kann. Das muss ja nicht bedeuten, dass es eine langsame Melodie ist, sie muss nur klar wahrnehmbar sein.

Bei seinen akrobatischen Fingerübungen erhält Heuke zudem einige Unterstützung: zum einen wäre da natürlich Adrian Weiss, der sich in This Is Now ein freundschaftliches Duell auf musikalischer Augenhöhe mit Heuke leistet. Des Weiteren wäre da noch der Blues-Gitarrist Dennis Hormes, der gleich mal im Opener 30 Ballons zusammen mit dem zweiten Gast-Gitarristen Jan Pelser (GRIND INC) stilistische Kontrapunkte setzt. Aber auch die vielleicht weniger bekannten Gitarristen wie der bereits erwähnte Mischa Lenz und Christoph Kaczmarczyk liefern ihren nicht unerheblichen Teil zum Gelingen bei, ebenso wie die Rhythmus-Sektion aus Schlagzeuger Lars Zehner sowie Bassist und Produzent mf-c, die problemlos alle verschiedenen gewünschten Spielarten im Angebot haben und mit toller Rhythmus-Arbeit und sogar dem einen oder anderen Solo-Akzent auf dem Bass glänzen können.

Auch wenn Heuke auf seiner Homepage Bands wie KILLSWITCH ENGAGE, SOILWORK, EVERGREY, SLAYER oder METALLICA als Einflüsse angibt, so klingt sein Album keineswegs nach einer Mischung aus Hardcore und Thrash Metal, sondern ist deutlich vielschichtiger. Genauso wie es eigentlich sein soll, nimmt er hier viele verschiedene Einflüsse auf und verarbeitet sie zu seinen eigenen Liedern. Hier erinnert vielmehr an die Legionen von Shreddern, die Ende der 1980er Jahre Alben veröffentlichten wie Jason Becker, Greg Howe oder Marty Friedman (um hier nur einfach mal drei Namen in den Ring zu werfen). Dabei ist Heuke aber durchaus im Songwriting etwas variabler als die drei Genannten und bietet dem Hörer hier schon so einiges an Eindrücken.

Die Solo-Alben von Gitarristen werden nie wirklich etwas für den breiten Massengeschmack werden, auch wenn ein Joe Satriani zumindest einmal eine Zeit lang ganz nah dran war. Aber sie werden immer eine Nische interessierter Gleichgesinnter finden, die sehr häufig selber Gitarristen sind oder das Instrument einfach wegen seines Klangs und seiner Möglichkeiten lieben. An diese Gruppe richtet sich auch Demian Heuke mit “Treumal“ (übrigens benannt nach einem Campingplatz in Spanien). Und diese Gruppe Musikfans wird an der CD sicherlich auch einiges an Spaß haben.

Marc Langels, 02.02.2015

 

(C) 2008 - 2022 by Hooked on Music