Dean Martin

Amore

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 15.02.2009
Jahr: 2009
Stil: Crooner

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Redakteur(e):

Epi Schmidt


Amore, Capitol Records, 2009
Produziert von: Frank Collura Länge: 38 Min 15 Sek Medium: CD
01. Just In Time09. It Looks Like Love
02. I've Grown Accustomed To Her Face10. All I Do Is Dream Of You
03. Let Me Love You Tonight11. My One And Only Love
04. How Sweet It Is12. It Won't Cool Off
05. Innamorata (Sweetheart)13. Heaven Can Wait
06. Let's Be Friendly14. I Have But One Heart (O Marenariello)
07. Dream A Little Dream Of me15. You're Nobody 'Til Soomebody Loves You
08. That's Amore

Was für eine Woche wieder: Zu Beginn ungarischer Jungfrauen Metal, dann schwarzer Soul und Blues/R&B und Sonntagfrüh, mit leicht brummendem Schädel, Dean Martin. Na, dieser Zustand war dem auch nicht so fremd und somit passt das ja einigermaßen.
Tja, meine Herren, wieder ein Valentinstagsgeschenk verpasst, aber vielleicht kann man's (Mann) ja noch nachreichen. Zumal mit dem gar trefflichen Titel: "Amore". Bei der italienischen Abstammung, des als Dino Paul Crocetti geborenen, Martins ist der Hang zu schmalzigen Liebesliedern so wenig eine Überraschung, wie die stimmlichen Voraussetzungen dazu. Ja, man sagt, selbst Elvis Presley hätte den ein oder anderen Einfluss aus dem Gesang von Dino gezogen. Was sich natürlich mehr in den Lovesongs niedergeschlagen hat.
Wenn man den Hang zu Hochprozentigem, die, kaum widerlegbaren, Mafiaverbindungen und den ganzen "Rat Pack"- und Las Vegas-Kram beiseitelässt, dann bleibt tatsächlich ein beeindruckender Crooner. Der vielleicht nicht auf einer Höhe mit Tony Bennett (den bekommt ihr in Rick Springfields "Hard To Hold" zu sehen) oder gar Frank Sinatra war, aber doch ein begnadeter Sänger, der Frauen mit seinem Schmelz ebenso betören konnte, wie Männer mit seinem whiskeygeschwängerten Timbre.

Es braucht jedenfalls nicht viel, um bei dem Swing von Just In Time locker mitzuwippen, dem Getränk im Glas zwei, drei Umdrehungen zu gönnen und mit der Partnerin einen kleinen Schieber durch die Suite zu tanzen. Natürlich ist hier überwiegend Gebläse, mal jazziger mal swingender, und viel Piano am Start und die transportieren einen so umgehend in eine Film-Welt hinein, dass einem kaum Zeit zum Umziehen bleibt.
Die Songs stammen alle aus dem Zeitraum zwischen 1956 und 1962 und taugen nahezu alle als hervorragende "Verführer". Kann man da etwas Besseres finden als, das vergleichsweise sparsam - südländisch - instrumentierte Let Me Love You Tonight?
Aber auch bei How Sweet It Is swingt man ebenso gern mit, wie man sich bei Innamorata (Sweetheart) in einer imaginären Gondel schaukeln lässt.
An Mama Cass' Version von Dream A Little A Dream Of Me kommt Dino naturgemäß nicht heran, aber trotzdem gefällt mir auch seine Aufnahme recht gut. Als Italienfan gefällt mir That's Amore mit am besten. Tausende süditalienische Bilder (nicht nur von Frauen!) ziehen da vor meinen Augen vorbei. Hier ist Dean Martin unschlagbar.
Die Stimme ist es, die Hörer (oder Hörerin) betört, aber die gekonnte Leistung der Musiker dahinter, darf ruhig auch mal erwähnt werden. Was da Bläser, Gitarristen, Drummer und Pianisten, alles noch selbst hinzauberten ist schon toll und darf entsprechend neidvoll gehört werden.
So weit so, so gut und der Rest der Songs hält Stimmung und Qualität problemlos. Doch, mal abgesehen vom Titel, gibt es durchaus weiter Alben von Dean Martin, mit denen mancher glücklicher werden könnte. Auf denen Evergreens wie Memories Are Made Of This oder Everybody Loves Somebody zu finden sind. Und wenn's nach mir geht, dann sind da My Rifle, My Pony And Me und am besten Get Along Home, Cindy, Cindy auch noch mit drauf. Beide selbstverständlich aus dem Kultwestern "El Dorado".
Es gibt also fraglos "bessere" Zusammenstellungen mit Songs von Dean Martin, aber ... in so geballter Liebesliedfassung und dann noch mit dem Titel "Amore" ... vielleicht nützt es ja doch was?

Epi Schmidt, 15.02.2009

 

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