CPR

CPR

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 06.08.2020
Jahr: 2020
Stil: Folk, Rock
Spiellänge: 55:16
Produzent: CPR and Dan Garcia

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Redakteur(e):

Epi Schmidt

Titel
01. Morrison
02. That House
03. One For Every Moment
04. At The Edge
05. Somebody Else's Town
 
06. Rusty And Blue
07. Little Blind Fish
08. Yesterday's Child
09. It's All Coming Back To Me Now
10. Time Is The Final Currency
Musiker Instrument
David Crosby Vocals, Acoustic Guitar
Jeff Pevar Vocals, Electric Guitar, Acoustic Guitar
James Raymond Vocals, Piano
Leland Sklar, James “Hutch“ Hutchinson Bass
Steve DiStanislao, Russ Kunkel Drums
Luis Conte Percussion
Steve Tavaglione Soprano Saxophone

Mit CPR dürfte David Crosby den Wunsch gehegt haben an sein Erfolgstrio CSN anschließen zu können. Oder zumindest die Last der Verantwortung auf mehrere Schultern zu verteilen. Wobei natürlich klar war, dass der alte Walrossbart Flagschiff und Zugpferd in einem war. Ohne seinen Namen hätte sich kaum jemand für den Gitarristen Jeff Pevar interessiert und auch nicht für James Raymond, wenngleich Letzterer immerhin der Sohn von Crosby ist.

Zu zwei Studio- und ebenso so vielen Live-Alben hat's gereicht und allesamt werden dieser Tage wiederveröffentlicht. Großartige Erweiterungen gibt’s nicht, also hören wir in das Gegebene einfach nochmal rein. Gleich beim Opener vom 1998er Werk “CPR“,  Morrison, gibt man sich ziemlich jazzig, hat entfernt noch CSN-Anleihen, aber stilistisch ist man eigentlich näher am Jazz-Rock von Bands, wie den frühe CHICAGO. Bei den Gesangsharmonien bemüht man sich sehr, die Magie der angestrebten Vorlage kann man nicht entwickeln. Dafür ist Pevars Gitarren-Beitrag doch sehr inspiriert.

Auch That House geht in die Jazz-Richtung, ist aber mehr Soul- und R&B-beeinflusst. So eine Art Late-Night-Bar-Ballade. Mir etwas zu zaghaft, jedoch schwingt sich die Nummer in ihren 5 ½ Minuten doch immer mehr auf und zieht letztlich doch in ihren Bann. Ähnlich bei One For Every Moment. Könnte ich mir fast auch im Repertoire von Jackson Browne vorstellen. Lead-Sänger ist hier Crosby-Filius James Raymond. Ganz interessant, aber es plätschert mir etwas zu beliebig dahin.

Und At The Edge ergeht es nicht viel anders. Nett und sicher zur Entspannung oder Meditation bestens geeignet, aber die paar Sekunden E-Gitarre von Pevar sind schon das Highlight der Nummer.

Somebody Else's Town tastet sich stellenweise wieder an CSN-Klasse heran und kommt immerhin rhythmischer daher, mit stärkerem Psychedelic-Einschlag. Der auch bei Rusty And Blue präsent bleibt. Hat man vielleicht doch eine Lunte entfacht? Entsprechend bleibt es sphärisch, ziellos, aber auch hypnotisch.

Aufhorchen lässt bald darauf Little Blind Fish, weil Pevar hier eine wunderbare Akustikgitarre zupft und Croz direkt und zielgerichtet singt, wie einst im Mai. Wie beim folgenden Yesterday's Child legt man Wert auf wenige Instrumente und vertraut ganz auf die Stimmen. Damit macht man nichts falsch, obwohl etwas mehr Feuer schon lodern dürte.

Vielleicht ähnlich wie in It's All Coming Back To Me Now, welches den gleichen Titel trägt, wie Crosbys 1995er Live-Album. Hier gibt’s neben wunderschönen Gesangsharmonien auch einen ansprechenden Groove und feine Instrumentalparts von E-Gitarre und Orgel. Da könnte man sich dran gewöhnen, aber mitTime Is The Final Currency sind wir schon beim Finale und das gerät wieder sehr nachdenklich/melancholisch mit zarter Untermalung durch die Instrument. 

Wer sich gern der inneren Einkehr hingibt, bekommt von CPR einen passenden Soundtrack und belastet wird der Tag durch die Scheibe sicher nicht. Dass das Ganze mehr ist, als die Summe seiner Einzelteile, dies beweist auch diese Solo-Scheibe eines CSN-Mitgliedes.

 

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