Corey Stevens

Albertville

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 03.10.2007
Jahr: 2007

Links:

Corey Stevens Homepage



Redakteur(e):

Epi Schmidt


Albertville, Ruf Records, 2007
Corey Stevens Guitar & Vocals
Steve Ferrone Drums
Kori Lynn Stevens Bass Guitar, Piano & Clavinet
Paul Testa Hammond Organ
Trumpet
Max Felsheim Saxophone
J. Cortez Tambourine
Produziert von: Corey Stevens Länge: 46 Min 44 Sek Medium: CD
1. A Real Good Sign6. Cold Women With Warm Hearts
2. That's What That Blues Is All About7. I Get Evil
3. Another Pretty Face8. Little Brother (Make A Way)
4. Blue Suede Shoes9. Got To Be Some Changes Made
5. Breaking Up Somebody's Home10. Nice To Be Nice (Ain't That Nice)

Was Ol' Slowhand kann, das kann ich schon lange, wird sich Corey Stevens gedacht haben. Nämlich "Ridin' With The King". Wo bei Herrn Clapton ein B.B. King gern seine "Lucille" in die Hand nimmt, müssen für Mr. Stevens die Songs von einem anderen King ausreichen. Dem hat es allerdings seine "Lucy" bereits 1992 aus der Hand gelegt.
Immerhin eine Hand durfte Corey dem Albert King vor Jahren mal schütteln. Mit den Songs., das stimmt auf "Albertville" allerdings auch nicht so ganz, denn so richtig selbst verfasst hat Albert King gerade mal zwei der hier versammelten. Spätestens bei Blue Suede Shoes dürften die meisten dahinter kommen.
Ein Vorbild war Albert dem aus Illinois stammenden Corey Stevens aber allemal. So wie für Clapton, Hendrix, Stevie Ray Vaughan, Gary Moore und weitere. In Amerika sind bereits einige Alben von Corey erschienen und die Boogie-Könige von CANNED HEAT haben auch schon einen Song von ihm "gecovert" (Getaway auf "Friends In The Can").

Auf "Albertville" geht es überwiegend entspannt zu, allerdings schon mit Drive dahinter. Bläserunterstützt groovt A Real Good Sign gleich zu Beginn richtig cool. Dazu trägt Corey sowohl eine 'dirty' Slide, als auch ein paar King-King-Clapton-mäßige Soli bei.
Dem Albert King war der R&B mindestens so nahe wie der reine Blues und so klingt That's What The Blues Is All Bout zurecht dem 60's Detroit-R&B von Mitch Ryder nicht unähnlich. Natürlich ist der dem Gitarrensolo vorgesehene Teil hier deutlich länger. Etwas langatmig ist mir das höhepunktlose Solo aber.
Das selbstverfasste Another Pretty Face klingt etwas nach 70er R&B. Leicht funky lädt es ein, die Hüften zu lockern. Dass sich Corey ausgiebig mit Stevie Ray Vaughn beschäftigt hat, klingt hier ebenfalls durch.
Die R&B-Version von Carl Perkins' Blue Suede Shoes ist interessant gemacht, aber natürlich auch gewöhnungsbedürftig.
Nach dem eher bedrohlich-atmosphärischen Breaking Up Somebody's Home sorgt Cold Women With Warm Hearts mit seinem klimpernden Piano und Bläsersätzen für eine "warmherzigere", swingende Atmosphäre, zu der man locker mitschnippt.
I Get Evil stammt dann aus der Feder von Herrn King und klingt stark nach Chuck Berrys Lie To Me, das man ja auch von den DUSTERS kennt. Auch groovt es mehr als es rockt, jedoch klingt Paul Testas Hammondorgel wirklich fein.
Auch beim folgenden Song, Little Brother (Make A Way), übernimmt die Orgel eine tragende Rolle. Hier bewegt man sich allerdings in einem fast karibischen Umfeld, dem die Bläser noch zusätzliches Flair verleihen. Wunderbar für einen lauen Sommerabend.
Got To Be Some Changes Made - wiederum von Albert King - ist eigentlich der erste Song, der so richtig nach reinem Blues klingt. Eher slow und getragen, aber mit den, mittlerweile typischen, Gitarrensoli. Nett, kennt man aber schon. Die Orgel untermalt erneut sehr schön.
Boogie-mäßig verabschiedet sich Corey mit Ain't That Nice.

Ja, nett klingt das schon, aber etwas mehr Rauheit wäre mir sowohl im Gesang als auch bei der Gitarre recht gewesen. Spielen kann er natürlich, der Corey, und auf der Bühne wird da schon was abgehen. Bei seinem internationalen Debüt hört man auch ganz gern zu, ohne in Euphorie auszubrechen, man merkt aber erst, nachdem es unspektakulär ausfadet, dass es zu Ende ist.
[Das sind Erkenntnisse, die mindestens den Nobelpreis verdienen: Wenn's still ist, ist Schluss. Red., Abt. Grundlagenforschung]

Epi Schmidt, 03.10.2007

 

(C) 2008 - 2022 by Hooked on Music