Contrarian

Minor Complexities

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 26.10.2008
Jahr: 2007

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Redakteur(e):

Thorsten Philipp


Minor Complexities, Contrarian Music, 2007
Joseph L: LemingVocals, Percussion
Timothy G. BoneyGuitars, Keyboards, Synthesizers, Backing Vocals, Drums
Micheal J. WhiteDrums
Lance CockrellViolin (Gastmusiker)
Eric JorgensonCello (Gastmusiker)
Produziert von: John Bailey, Tim Boney, Joe Leming Länge: 59 Min 45 Sek Medium: CD
01. Operation Overlord07. Just Doing Time
02. Twighlight Of The Idols08. Plato´s Cave
03. Sting Of Fate09. You´re My Prayer
04. Fear And Trembling10. Stand And Fall
05. Barricades11. Sanguine Bells
06. Another Day12. The Final Hand

"Religion is easy, faith is hard".
So lautet die zentrale Zeile des Songs Fear And Trembling vom Debut der aus New Jersey stammenden Formation CONTRARIAN. Und davon ab, ob man selber diesen Worten beipflichten möchte oder nicht, denke ich, dass dieser einfache Satz vermutlich die Entstehung des nun vorliegenden Albums ganz gut beschreiben dürfte. Denn schwanger geht Gitarrist und Keyboarder Timothy G. Boney mit seinen Songideen schon sehr lange. Seit 2005 nämlich. Aber er hat ganze zwei Jahre gebraucht das Ergebnis der Welt präsentieren zu können.

Das ist einer der riesige Vorteile wenn man als Debutant unterwegs ist. Man hat eine Menge Zeit, weil kein Mensch auf einen Output wartet. Und das gibt einem die Chance sehr gewissenhaft an seinen Ideen zu feilen. Eben genau das hat Herr Boney ausgiebig getan.
Aus Mangel an Mitstreitern hat er auch gleich die Gitarre, den Bass und die Keyboards selber eingespielt. Das hat dann auch zur Folge, dass alles sehr rund und ausgewogen klingt. Dieser typische Kampf der Egos zwischen dem Tasten- bzw. Saitenmann fällt hier verständlicherweise flach. Die Songs stehen im Vordergrund. Die Idee siegt über die Spontaneität. Alles ist durchdacht.

Die Schnittmenge ist deshalb auch recht schnell beschrieben: Aufwendiger Rock, manchmal Prog-Rock, mit üppiger Instrumentierung. Eine Mischung aus KANSAS, wenn die Violine mit am Start ist, und auch DREAM THEATER, weil Sänger Joe Lemming sehr stark an deren ersten Fronter Charlie Dominici erinnert.

Trotz allem, oder gerade deswegen (?), macht die Scheibe richtig Spaß. Man wird brillant unterhalten. Nie gewinnt eine Sound-Farbe die Überhand. Spielt die Gitarre einen riffigen Part, fängt das Keyboard die ganze Sache wieder auf und leitet den Song in ruhigere Fahrwasser. Überdreht mal der Orgel-Sound, holt die Gitarre eben diesen mit ein paar lockeren Griffen wieder auf den Boden der Tatsachen zurück und rockt nach Strich und Faden. Zeitweise dürfen auch beide im Einklang wirken.
Was "Minor Complexities" besonders macht ist, dass die Songs sehr straight wirken. Sie sind es auch. Bei allen Tempo- und Rhythmuswechseln kommt nie das Gefühl der sinnlosen Überfrachtung auf. Nichts wirkt gezwungen. Es sind und bleiben Songs und nicht Fragmente, die wirr zusammengesetzt geworden sind.
Will heißen: Wer auf Prog steht findet hier gefallen. Es gibt vieles zu entdecken. Wer einfach nur gute Rockmusik hören will, kommt auch auf seine Kosten.

Fazit:
Hier hat sich jemand richtig Gedanken gemacht, wie er seine Musik die Öffentlichkeit präsentieren will. Zwei Jahre hat das Album gereift. Zwei Jahre, die sich absolut gelohnt haben. Denn das Endergebnis ist unbedingt überzeugend.
PS:
CONTRARIAN waren bei Release ihres Erstlings ein Projekt. Mittlerweile sind sie zu einer 6-köpfigen Band angewachsen. Was auch nötig ist. Einfach aus dem Grund, um mit diesem aufwendigen Sound und den anspruchsvollen Songs auch LIVE bestehen zu können. Wünschen wir der Band alles Gute. Sie sind auf einem guten Weg.

Thorsten Philipp, 26.10.2008

 

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