Coen Wolters

As The Crow Flies

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 09.06.2006
Jahr: 2006

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Redakteur(e):

Epi Schmidt


Coen Wolters
As The Crow Flies, Crying Tone Records, 2006
Coen Wolters Guitars, Vocals
Marco Kleinnibbelink Drums, Backing Vocals
Bert Oostveen Bass
Produziert von: Coen Wolters & Marco Kleinnibbelink Länge: 46 Min 25 Sek Medium: CD
1. Devil's Train6. Hiding
2. The Day I Died7. Don't Turn Your Back On Me
3. Gales8. Slow Motion
4. Dance On The Moon9. Wilder Than The Wind
5. Holy Water10. Dancing With Shadows

Bei "As The Crow Flies" denkt man, als ernstzunehmender Musikhörer, natürlich zunächst mal an Rory Gallagher und gleich darauf an den Autoren dieses Songs, Tony Joe White. Mit der beeindruckenden Version dieses Titel auf seinem Album "Irish Tour" hat Rory den Song jedenfalls verewigt.
Der Übergang zu Coen Wolters und seiner Band fällt nicht allzu schwer, denn hier handelt es sich um Blues, im weiteren Sinne, und um einen fingerfertigen Gitarristen, der sich von Bass und Schlagzeug unterstützen lässt. Jetzt könnte man noch kurz auf Joachims Review der letzten Scheibe "Broken Glass" verweisen und der Käs' wäre gegessen.
Ein bisschen genauer hören wir aber schon hin und schnell fallen uns die Hendrix-Riffs in Devil's Train auf. Die werden über einen äußerst groovigen Rhythmus mit funky Einwürfen gestreut und sorgen sofort für lockeres Mitschwingen. Gewürzt ist das noch mit etwas Southern-Flair, welcher mich stark an BROTHER CANE erinnert und auch ein bisschen an die BLACK CROWES. Nicht zuletzt, weil die Stimme sehr Robinson-mäßig kommt.

Ja, logo, so ein Typ wie der Coen Wolters hat auch seinen Stevie Ray Vaughan ausgiebig studiert und demonstriert diesen Texas-Style auf The Day I Died absolut überzeugend. Was mich an diesem Knaben beeindruckt, ist seine tolle Saitenarbeit, die aber nicht so plakativ und überzogen in den Vordergrund drängt wie bei einem Joe Bonamassa.
Da ist irgendwie permanent ein guter Groove dahinter, so dass die superbe Gitarre eigentlich nur Sahnehäubchen setzt. Gales klingt zum Beispiel wieder sehr nach BLACK CROWES. Vielleicht etwas flotter, aber ansonsten so irgendwo zwischen "Amorica" und "Three Snakes...".
Wenn Coen Wolters dann mal auf langsameren Blues setzt, klingt es stark nach LED ZEPPELIN auf deren erster Platte: Dance On The Moon ist durchaus mit You Shook Me verwandt.
Also, der Gesang macht es wohl aus, dass Coen sich aus der Masse der Rock-Trios heraushebt und natürlich seine Fähigkeit klasse Songs zu schreiben, die zwar ihre Wurzeln offen darlegen und genannte Interpreten ausgiebig einfliesen lassen, aber trotzdem für sich selbst stehen. So hat Holy Water wieder diesen funky Southern Style und ebenso wie für das folgende Hiding wurden viel SRV Gitarrenlicks eingefügt.

Tja, einiges erinnert mich auch an die junge Bluesgarde, die ich beim Blues Caravan erlebt habe. Auch Aynsley Lister pflegt einen ähnlichen Stil und wenn Eric Clapton hier durchschimmert, etwa bei Slow Motion, muss ich auch an Ian Parker denken. Auch die Gitarre in Wilder Than The Wind scheint mir Clapton-like zu sein.
Ein klein wenig abgedrehter, psychedelischer, geht es natürlich auch und ist für Trios ja fast schon eine Pflichtübung. So wechselt zwischen getragenen Vocal-Parts und funkig-wilden, mit Soundeffekten aufgepeppten Gitarrenattacken. Einem Gwyn Ashton nicht unähnlich.
So könnte man noch weitere Dreier-Formationen aufführen, aber es würden doch nur wenige dabei sein, die so interessant klingen wie die COEN WOLTERS BAND.
Bluesrockfans, hört ruhig mal genauer hin bei dieser Band.

Epi Schmidt, 09.06.2006

 

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