Chris Knight

Enough Rope

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 22.12.2006
Jahr: 2006

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Redakteur(e):

Epi Schmidt


Chris Knight
Enough Rope, Blue Rose Records, 2006
Chris Knight Vocals, Acoustic Guitar
Kenny Greenberg Electric Guitar
Dan Dugmore Pedal Steel and Lap-Slide Guitar
Michael Rhodes Bass
Greg Morrow Drums
Sam Bacco Percussion
Pat Buchanan Electric Guitar
Richard Bennett Electric & Acoustic Guitar (Cry Lonely)
Kevin McKendree Keyboards & Hammond B3 Organ
Tammy Rogers-King Viola & Violin
Gary Nicholson Electric Guitar (Saved By Love)
J.R. Stewart Backing Vocals (Cry Lonely)
Ashley Cleveland Backing Vocals (River Road)
Tom Littlefield Backing Vocals (Saved By Love & Jack Blue)
Produziert von: Gary Nicholson Länge: 51 Min 03 Sek Medium: CD
1. Jack Blue8. Bridle On A Bull
2. Cry Lonely9. Old Man
3. Saved By Love10. William's Son
4. River Road11. Too Close To Home
5. Rural Route12. To Get Back Home
6. Dirt13. Enough Rope
7. Up From The Hill

Mittlerweile ist man bei Blue Rose Records an einem Level angelangt, wo man fast alles ungehört kaufen kann was die Firma veröffentlicht. Sofern man auf Roots Rock, Americana, Heartland Rock und wie man es sonst noch nennen mag steht.
Wer diese Musikrichtungen für seine Ohren reklamiert, für den dürfte das neue Album von Chris Knight sicher zu den Highlights des Jahres gehören. So groß ist die Überraschung nicht, hat Mr. Knight doch auf seinen bisherigen drei Alben seine Klasse ausgiebig bewiesen. So grundehrlich und bodenständig wie er da geklungen hat, erwartet man natürlich auch auf "Enough Rope" keinen Stilwechsel. Höchstens ein paar weitere Stilelemente.
Los geht's mit ein paar dynamischen Gitarrenakkorden, denen Dan Dugmore ein paar gefühlvolle Slideparts unterlegt, und schon sind wir mittendrin im Heartland Rock eines John Mellencamp. Oder auch eines Bruce Springsteen, zu Zeiten von "Nebraska". Nur hat mir der 'Boss' da meistens zu lahm geklungen. Das kann man Chris nicht unterstellen. Der Mann mag im Interview das Maul nicht recht aufkriegen, aber mit 'ner Gitarre in der Hand erweckt er einen Song wie Jack Blue augenblicklich zum sprühenden Leben.

Dass hier wieder eine Riege von vorzüglichsten Musikern mit im Studio war bedarf kaum der Erwähnung. Saitenbearbeiter wie Pat Buchanan, Richard Bennett oder Gary Nicholson streifen im Hooked On Music von Zimmer zu Zimmer und wenn jemand einen Organisten braucht, sagen wir Delbert McClinton oder Mary McBride, dann ist da für gewöhnlich Kevin McKendree zur Stelle.
Wenn man solchen Koryphäen eine herrliche Halbballade wie Cry Lonely vorsetzt, braucht man sich nicht zu wundern, wenn ein Ohrwurm von jahrelanger Halbwertzeit heraus kommt. Die Krönung verpasst dem Titel wieder die wimmernde Pedal Steel von Dan Dugmore.
Wenn man zu den erwähnten Mellencamp und Springsteen noch Steve Earle nimmt, hat man die Countryzutat die dann unweigerlich zu diesem Mann hier führt. Chris Knight steht locker ebenbürtig neben diesen Dreien. Würde sich jemand von einem ergreifenden Song wie Saved By Love nicht erretten lassen?
Und da! Bei dem roots-rockigen River Road taucht plötzlich Ashley Cleveland auf. Leute ich sag's euch, die Frau hat eine der geilsten Röhren im Musikbusiness, ob auf ihren Soloaufnahmen oder mit BAD ROMANCE. Zugegeben, leider muss man hier schon sehr genau hinhören um sie auszumachen, aber der Titel rockt dafür richtig geil und erdig und die Zeile "Well the party's just getting started on river road" tritt es auf den Punkt.

Trotz all der prominenten Unterstützung merkt man jedem einzelnen Song an, dass er auch genauso wirken würde wenn Chris ihn allein mit der Akustischen vertrüge. Oder zu dem Banjo in Rural Route. Oder zur Fiddle, im gleichen Lied.
Einen Titel gemächlich und leicht schwankend eine Straße entlang kullern zu lassen, bevor er sich den Hang hinunter stürzt, wie in Dirt, können wohl ähnlich intensiv nur wenige. Ihr kennt sie.
Die Direktheit von Bridle On A Bull ist fast schon erschreckend. Erinnert mich etwas an Gary Floyd, klingt nach Blues und nach T for Texas und kommt richtig gut und rau. Dazu kreischt die Slideguitar in den wildesten Tönen. Geil!
Auch Old Man hat irgendwas bluesmäßiges. So Richtung Corrina Corrina, auch wenn es im Verlauf eher nach Counry klingt.
Wer hinter vorherigen Titel Neil Young vermutet hat, täuschte sich, aber bei William's Son läge er bedeutend näher am Schwarzen. Akustikgitarren- und Sangesstil zeigen stark Richtung Mr. Young.
Mit Too Close to Home folgt ein weiterer ebenso berührender wie in Schwung setzender Song, wieder mit einer ganz starken Pedal Steel verziert. Und auch die letzten beiden Titel halten problemlos das hohe Level, so wie man es halt von Chris Knight kennt.

Wer eines oder alle der Alben von Chris Knight hat, braucht auch diese Scheibe und solange John Mellencamp kein neues Album rausbringt, gibt es hierzu sowieso keine Alternative.

Epi Schmidt, 22.12.2006

 

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