Carter McLean

Ghost Bridge

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 29.04.2010
Jahr: 2010
Stil: Akustik Country Folk

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Carter McLean Homepage



Redakteur(e):

Epi Schmidt


Carter McLean
Ghost Bridge, Powers Music, 2010
Carter McLeanVocals, Acoustic Guitar, Drums, Percussion
Ben MarsFender Bass
Chris BooshadaLap Steel Guitar
Evan Felts, Toby Lightman, Hudson MuellerBackground Vocals
Jon SoloPiano
Ross MartinAcoustic Guitar
John CabanElectric Guitar
Jamie McLeanElectric Guitar, Background Vocals
Tony FurtadoAcoustic Guitar, Banjo,
Ravi BestTrumpet
Produziert von: Carter McLean Länge: 38 Min 55 Sek Medium: CD
01. Ghosts06. City Lights
02. Cold Wind07. Hey You
03. Wait Around08. Like Rain
04. Rust09. In Fear
05. Speed Train10. Time Machine

Neulich beim Dana Fuchs Konzert in Aschaffenburg: Drückt mir doch deren, wirklich hervorragender, Drummer Carter McLean eine CD in die Hand und meint, das wäre seine Solo-CD, die er kürzlich in New York aufgenommen hätte.
Nett, denke ich, aber eigentlich weiß man doch, dass Schlagzeuger besser keine Soloalben aufnehmen sollen. Bald konnte ich aber schon hören, dass es durchaus Ausnahmen gibt. Zumal wenn sie ihre Songs selber schreiben, Gitarre spielen können und auch noch eine wundervolle Stimme innehaben.
Und zudem ist der Bursche in der Lage, tolle Stimmungen kreieren zu können. Die sich überwiegend in einer akustischen laid-back Atmosphäre bewegen. Das klingt zunächst nicht sonderlich spektakulär, aber ich versprech' euch, nach ein paar Durchläufen werdet ihr manchen Song auf diesem Album lieben und nicht mehr aus dem Kopf bekommen.
Das geht mit Ghosts schon prima los. In leicht shuffelnder Country-Manier schlendert dieser Song schon gleich seltsam vertraut in diese CD rein. Ja, man denkt nicht von ungefähr an Singer/Songwriter wie Jackson Brwone oder Neal Casal. Auch stimmlich geht das in diese Richtung.
Auch Cold Wind sprudelt jetzt nicht vor Lebensfreude, sondern birgt eine gewisse Melancholie in sich, aber so wunderschön bittersüß, dass sie einen umgehend verzaubert. Man hört das gleich interessierter hin, aber die "Magie" entfaltet sich erst nach öfterem Hören. Die Produktion, in der Art von "live bei uns im Wohnzimmer" dürfte dafür sorgen, dass man "Ghost Bridge" oft und gerne auflegt. Ob allein, in entspannter Stimmung oder beim gemütlichen Beisammensein - Hauptsache, man findet die Zeit, auch einfach mal zuzuhören.

Denn dann entfalten sich wundervollste Songblüten, wie etwa Rust, eine leicht angejazzte Piano-Ballade, die Carter mit seiner leicht rauen Stimme in unsere Ohren förmlich hineinträgt
Speed Train ist sogar eine Singleauskopplung. Bleibt natürlich trotzdem in diesem atmosphärischen Umfeld, das einen so seltsam fesselt. Man muss nur hören, wie Carters Gesang in City Lights einsetzt, oder wie Hey You, welches richtig flott wirkt (zweifelsohne ein Verdienst des munter gespielten Banjos) sich zum wahren Ohrwurm entwickelt.
Neben dem hervorragenden Gesang - dazu zähle ich ausdrücklich auch den Backgroundgesang - ist es u.a. Carters Fingerpickingstil, der mir bestens gefällt und natürlich diese wunderschönen Songs, die er schreibt. Das muss man erst mal hinkriegen, ein ganzes Album mit eher ruhigen Songs auszustatten und trotzdem für durchgehende Aufmerksamkeit und Spannung zu sorgen.Auch wenn es keine 3/4 Stunde dauert.
Gefällt mir sehr gut, was Carter McLean hier abgeliefert hat. Wohl eher nichts für die Bühne, aber für die ruhigeren, auch mal nachdenklichen, Stunden zu Hause könnte das ein Soundtrack werden, der einen über Jahre hinweg begleitet.

Epi Schmidt, 24.04.2010

 

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