Brunhilde

To Cut A Long Story Short

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 01.03.2021
Jahr: 2021
Stil: Punk, Metal
Spiellänge: 48:06
Produzent: Charlie Bauernfeind

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Plattenfirma: SAOL


Redakteur(e):

Epi Schmidt


s. weitere Künstler zum Review:

Motörhead

Blind Guardian

Helloween

Titel
01. Miss God
02. Hell Or High Water
03. Judas
04. Where Are You Going?
05. When You Were Born (I Was Already Dead)
06. In My Head
07. All Is Lost
 
08. Come Out Come Out
09. I'm Crying
10. Choir Boy
11. Digging Ditches
12. Sleep With My Enemy
13. So Bad
14. It's All Lies
Musiker Instrument
Carolin Loy Vocals
Kurt Bauereiss Guitar
Oli Holzwarth Bass
Bastian Emig Drums

Entgegen meiner, im Review zur Vorab-EP “Choir Boy“ geäußerten Hoffnung, hab ich mich immer noch nicht recht an den Bandnamen BRUNHILDE gewöhnt. Ich hab irgendwie auch Bedenken, wie das in anderen Sprachen wohl klingt?

Aber wenige Sekunden in dem nun erschienen Debüt-Longplayer “To Cut A Long Story Short“ drin, wird ganz schnell klar, dass das der Band ziemlich am Allerwertesten vorbeigehen wird.

 

Da wird sich zu Beginn von Miss God noch sachte eingegroovt und erst Fräulein Loy scheint die Jungs auf die Schiene zu kriegen, aber dann macht ihr aggressiver Rap-Gesang so richtig Dampf. Und auch die Band zieht und schiebt dann wie ein Bulldozzer.

Zartbesaiteten, wie mir, ist das im Prinzip zwei, drei Schippen zu hart, was da – teils fast industrial-mäßig – auf einen einprügelt, aber dieser Attitüde kann man sich nicht entziehen. Wie sangen schon die STONES? “It's the singer, not the song“. Und das reißt einfach mit.

 

Ich füll mich bei Hell Or High Water sogar etwas an PANDERA erinnert. Damals im Vorprogramm von PRIESTS “Painkiller“-Tour. Auch da wurde ich von dieser unglaublichen Power gepackt. Und hier geht’s bei Judas nicht anders. Mit einer “keine-Rücksicht-auf-Nichts“-“Pedal-to-the-metal“-Einstellung geht’s einfach volle Power straight durch die Wand. Punk oder Metal? Fuck it!

 

Die RAMONES hätten auf jeden Fall an etlichen Titeln hier ihre Freude. Auch wenn BRUNHILDE gern mal eine künstlerische Pause, in Form eines spannungsaufbauenden ruhigeren Parts einflechten. Danach geht’s für gewöhnlich um so heftiger zu. Dazu passen die Power-Vocals von Caro Loy ebenso, wie die brettharten Riffs von Kurt Bauereiss und den nötigen Brachial-Sound hat ihnen, wie bereits bei der EP, Charlie Bauerfeind verpasst. Fans von MOTÖRHEAD und BLIND GUARDIAN – oder auch HELLOWEEN – wissen um dessen Qualitäten.

 

Ich muss echt grinsen, wie jede Nummer immer wieder mit so viel Power loslegt. Man höre sich nur In My Head an. Mit der Energie könnte man eine Kleinstadt mit Strom versorgen. Oder einen Berg abtragen. Klarer Fall, selbst in jungen Jahren geht das nicht ein ganzes Album lang gut so. Die Herzschwäche vermieden wird mit der Heavy-Ballade All Is Lost. Auch wenn die Hoffnung auf eine stille Zeit da nur bedingt befriedigt wird. Gegen Ende rockt's doch wieder irgendwie.

 

Ein paar Titel kennen wir bereits von besagter EP und die fügen sich hier perfekt mit den anderen Songs zusammen. Als kleine Überraschung hat man sich Nina Hagens 1993 So Bad gekrallt und mal kurz durchs Brunhild'sche Stahlbad gezogen. Wobei das Original schon Power hat und Ninas Gesang Carolin Loy grundsätzlich beeinflusst haben dürfte. Im Vergleich zum Rest hier klingt die Nummer fast mainstreamig, hat aber immer noch genug Dreck unter den Nägeln um bei der Heavy-Fraktion zu punkten. Hier gibt’s sogar mal so eine Art klassiches Rock-Solo.

 

Und am Schluss dann doch noch die Entspannungs-Ballade It's All Lies, die uns auf der EP schon so herrlich melancholisch umschmeichelt hat. Gäbe es nicht schon Nick Caves Duett mit Kylie Minogue, ich würde das hier dringend vorschlagen.

Als Fazit? Um es kurz zu machen: “To Cut A Long Story Short“ rockt unbarmherzig!

 

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