Bruce Springsteen

Roxy Night 1978

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 23.09.2015
Jahr: 2015
Stil: Rock

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Redakteur(e):

Epi Schmidt


Bruce Springsteen
Roxy Night 1978, Leftfield Media, 2015
Bruce SpringsteenVocals, Guitar
Steven Van ZandtGuitar, Vocals
Gary TallentBass
Clarence ClemonsSaxophone, Vocals
Danny FedericiOrgan
Roy BittanPiano, Vocals
Max WeinbergDrums
Produziert von: keine Angaben Länge: 218 Min 00 Sek Medium: CD
Disc One:
01. Intro08. Point Blank
02. Rave On09. The Promised Land
03. Badlands10. Prove It All Night
04. Spirit In The Night11. Racing Intro
05. Darkness On The Edge Of Town12. Racing In The Streets
06. Candy's Room13. Thunder Road
07. For You14. Outro First Set
Disc Two:
01. Paradise By The C06. Growin' Up
02. Fire07. It's Hard To Be A Saint In The City
03. Adam Raised A Cain08. Backstreets
04. Mona09. Heartbreak Hotel
05. She's The One10. Rosalita (Come Out Tonight)
Disc Three
01. Independence Day05. Radio Spot
02. Born To Run06. Twist And Shout
03. Because The Night07. The Classic 1978 Dave Herman Interview
04. Raise Your Hand

Es gibt eine ganze Reihe Gründe, warum man diese 3er CD Bruce Springsteen-Fans nahelegen muss. Gut, es gibt natürlich immer die, die einem erzählen: “Damals, als er noch nicht so kommerziell war und vor einer Handvoll Leuten gespielt hat, da war er noch richtig gut!“. Und selbstverständlich waren diese Leute bei jenen ersten Jüngern, die das erleben durften. Jeder hat da seine Vorlieben und Präferenzen, aber es scheint doch ziemlich breiter Konsens darüber zu herrschen, dass drei Konzerte aus dem Jahr 1978 für den Fan unverzichtbar sind. Wenn er denn schon nicht das Glück hatte, damals vor Ort gewesen zu sein.
Wir sprechen hier von der Show am 9. August in Cleveland, gemeinhin als “The Agora Ballroom“ bezeichnet (und auch über Springsteens Homepage aus seinen Archiv.Aufnahmen zu beziehen), dann über die Show am 15. Dezember, im Winterland Ballroom in San Francisco und schließlich über den 19. September, in Passaic, NJ, im Capitol Theatre.
Legenden weben sich um diese Konzerte und zumindest um letzteres, die mir vorliegt, wird da, meines Erachtens, zurecht wie ums Goldene Kalb getanzt.

Woran liegt’s? Auf jeden Fall an den Songs, die so frisch und voller Elan dargeboten werden. An einer Band, die bereits da auf einem Höhepunkt ihres Schaffens ist und die, gleichwohl durch hunderte von Konzerten routiniert, aber auch mit einer jugendlichen Unbekümmertheit zu Werke geht, welche man in späteren Jahren einfach nicht mehr herbeizaubern kann. Dazu natürlich noch ein Publikum, welches seinen Lokalmatadoren auf jedem Weg folgt, oder - selbst da schon – auch mal den Gesang übernimmt, wenn dazu aufgefordert.
Gleich die erste CD brennt ein Feuerwerk von Hits ab, dass man Angst kriegen könnte, diese Spannung kann nicht zu halten sein und auch Springsteens Stimme klingt von Beginn an, als würde sie höchstens noch zwei Stücke halten. Aber alles weit gefehlt! Bruce singt sich praktisch erst warm und die der Band geht es ebenso.
Grandios, wie jazzig Kitty’s Back die zweite Scheibe eröffnet, einen ellenlangen und genialen Piano-Part von Roy Bittan ins sich trägt, welcher in ein Duell mit Federicis Orgel und letztlich in eine Eruption zusammen mit Saxofon und Gitarre mündet. Wahnsinn. Und da ist noch nicht einmal Halbzeit!
Es ist nicht weiter schlimm, wenn mal das Intro missrät, wie beim Einstieg in Thunder Road, dafür geraten andere Songs zu wahren Referenzstücken. Für die eingeschworenen Fans ist das evtl. nichts neues, aber manch anderer, wird vielleicht Songs wie Point Blank oder Backstreets neu entdecken.

Gänsehaut-Momente gibt es auch zuhauf. Etwa wenn Not Fade Away in She’s The One übergeht, oder wenn sich die Band, orchestermäßig, auch Rosalita “einstimmt”, und praktisch immer, wenn der Big Man zum Saxofon-Lead-Break ansetzt.. Und dann – und nicht zuletzt – gibt’s da noch die dritte Scheibe, welche furios mit Born To Run (gefällt mir übrigens durchgehend gut, wie präsent die Gitarren sind) loslegt und sich dann noch steigert und sich steigert und sich … , das Dach vom Capitol Theatre muss irgendwann über den Atlantik gesegelt sein. Das legendäre Detroit Medley, welches uns damals auf “Live 1975-1985“ so sträflich vorenthalten wurde, Raise Your Hands und eine ganze Reihe von Rock’n’Roll-Evergreens, wie Good Rockin‘ Tonight und Sweet Little Sixteen. Kann man eine Rock’n’Roll-Party besser abfeiern? Wohl kaum. Wer Bruce noch nie sonderlich mochte, wird auch hiermit nicht bekehrt werden, aber wer ein Rock’n’Roll-Heart hat und sich einen Eindruck verschaffen will, wie es damals noch richtig wild beim Boss und seiner E Street Band zuging, der liegt mit dieser heißen Passaic-Nacht absolut richtig.

Epi Schmidt, 19.09.2015

 

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