Brian May

Back To The Light

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 09.08.2021
Jahr: 2021
Stil: Rock
Spiellänge: 91:13
Produzent: Brian May

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Plattenfirma: Universal Music


Redakteur(e):

Epi Schmidt

Titel
CD 1 - "Back To The Light":
01. The Dark
02. Back to The Light
03. Love Token
04. Resurrection
05. Too Much Love Will Kill You
06. Driven By You
07. Nothin' But Blue
08. I'm Scared
09. Last Horizon
10. Let Your Heart Rule Your Head
11. Just One Life
12. Rollin' Over
 
CD 2 - "Out Of The Light:"
01. Nothin' But Blue (Guitar Version)
02. Too Much Love Will Kill You (Guitar Version)
03. Just One Live (Guitar Version)
04. Driven By You Two
05. Driven By You (Ford Ad Version)
06. Tie Your Mother Down (Live)
07. Too Much Love Will Kill You (Live)
08. '39 / Let Your Heart Rule Your Head (Live)
09. Last Horizon (Live)
10. We Will Rock You (Live)
11. Driven By You (Cozy and Neil Version '93)
Musiker Instrument
Brian May Vocals, Guitar
Cozy Powell, Geoff Dugmore Drums
Gary Tibbs, Neil Murray, John Deacon Bass
Mike Moran Piano
Miriam Stockley, Maggie Ryder, Suzie O'List, Gill O'Donovan Background Vocals
Don Airey, Spike Edney Keyboards
Chris Thompson Vocals on 'Rollin' Over'
Jamie Moses Guitar, Vocals
Slash Guitar on 'Tie Your Mother Down'

Auf Brian May ist Verlass. Nachdem er im letzten Jahr via Instagram angedeutet hatte, ein paar Re-releases zu planen, hält er nun Wort und veröffentlicht mit “Back to The Light“ sein erstes richtiges Solo-Album aus dem Jahr 1992 wieder. 1983 gab es zwar bereits das STAR FLEET PROJECT, zusammen mit Eddie Van Halen, aber richtiges Soloalbum war das ja nicht und die halbgare Geschichte versandete auch recht schnell. Der Albumtitel “Back To The Light“ dürfte nicht zufällig gewählt gewesen sein, denn außer dass QUEEN durch den Tod von Freddie Mercury am Ende waren, ging May auch privat durch eine schwere Zeit, aus der er sich mit diesem Album zurück ans Licht bringen wollte. Hilfreiche Hände von Kollegen waren schnell gefunden und nach der Veröffentlichung ging der Gitarrist mit der BRIAN MAY BAND auf Tour.

 

Das remasterte Album erscheint in zahlreichen Formaten, von der Collector's Box bis hin zu Musik-Cassetten und Picture -Discs. Empfehlenswert ist allemal die Doppel-CD. Hier hat man auf der ersten Scheibe das wiederaufbereitete Album und erlebt zunächst instrumental The Dark, mit kleinen QUEEN-Zitaten und Mays charakteristischer Gitarrensound kämpft sich offenbar durch die Finsternis. Bisschen Streicher- und Harfenuntermalung und die filmreife Ouvertüre ist fertig. Auch der Titelsong entwickelt sich eher zaghaft, aber spätestens beim Refrain, sind die QUEEN-Backgroundgesänge im Breitwandformat da. Dass Brian ein guter Sänger ist, hat er auf diversen Alben seiner einstigen Stammcombo unter Beweis gestellt und der Song wäre auch auf deren Alben ein Highlight. Zumal Mercury da noch etwas mehr Spannung untergebracht hätte. Einmal mehr und bereits zu diesem Zeitpunkt ist Brians Sound ein Genuss.

 

Wie sehr er es krachen lassen kann, demonstriert Love Token. Hatte ich erwähnt, dass Cozy Powell auf diesem Album die Kessel rührt? Man kann sich vorstellen, dass das Power hat. Gut, hier merkt man, dass Brian nicht der große Shouter ist, aber zusammen mit Cozy am Schlagzeug und Neil Murray am Bass wird das kompensiert. Geile Nummer mit Jam-Charakter. Mike Morans Honky-Tonk-Piano leitet direkt in Resurrection über, in dem ebenfalls ordentlich Power steckt. Das wären die Songs gewesen, die QUEEN in den 80ern anstatt dem lauen “Hot Space“-Album gebraucht hätten! Bei Too Much Love Will Kill You schnauft man ein paar Mal schwer durch, angesichts der Erinnerung daran, wie Brian es beim “Freddie Mercury Tribute Concert“. Verfehlt auch hier seine Wirkung nicht und es verwundert nicht, dass es später noch als QUUEN-Single erschien, mit Freddies Gesang (aufgenommen für “The Works“ wurde der Titel damals nicht aufs Album genommen).

 

Der Autonarr Roger Taylor (I'm In Love With My Car) war mit Sicherheit neidisch darauf, dass Brian mit Driven By You einen Song schrieb, der für einen Ford-Werbespot Verwendung fand. Die entsprechende Version findet sich hier auf dem zweiten Silberling. Natürlich hört man in den meisten Titeln irgendwo Riffs, die man so oder ähnlich in QUEEN-Songs gehört. Das ist so wie auf Keith Richards-Soloalben. Da hört sich auch das Meiste nach STONES an. Brian May ist natürlich auch ein Klangmaler, mit seinen vielschichtigen Gitarrenspuren Galaxien entstehen lässt, durch die man in Nothin' But Blue schweben kann, bevor einen Cozy Trademark-Snare in I'm Scared aus der Umlaufbahn fegt. Nicht der großartigste Song, aber rockt trotzdem gut. Vom bluesigen Instrumental Last Horizon über das folkige – an '39 erinnernde – Let Your Heart Rule Your Head bis zum SMALL FACES-Cover Rollin' Over war und ist “Back To The Light“ ein Album, welches kein QUEEN-Fan ignorieren kann.

 

Erst recht nicht, mit dieser Bonus-CD im Rucksack. “Guitar-Versionen“ von Album-Tracks erfreuen die Fans von Brians Sound (und wer wäre das nicht?), Driven By You Two rockt deutlich mehr, dafür ohne Gesang und wenn dann die BRIAN MAY BAND live von der Leine gelassen werden, hat man richtig Spaß. Nicht zuletzt, weil in Tie Your Mother Down die Rosen-Pistole Slash mit in die Saiten greift. Den etwas dünnen Sound nimmt man in Kauf. Vor Let Your Heart Rule Your Head hat man dann besagtes '39 gehängt, was als perfekte Einleitung dient.

Bei We Will Rock You ist zwar Mercury nicht zu ersetzen, aber das Publikum erfüllt seinen Part 100%ig und May kann sich im Solo so richtig austoben. Am Schluss gibt’s Driven By You nochmal in einer “Cozy and Neil Version“. So groß ist der Unterschied nicht, aber macht allemal Spaß und beendet das Album perfekt.

 

Im schönen Booklet berichtet Brian, dass dies erst der Anfang einer Serie von Wiederveröffentlichungen sein soll. Immer gekennzeichnet durch einen goldenen Stern auf dem Cover. Man darf also gespannt sein, was da noch kommt. Ein ansprechender Anfang ist jedenfalls gemacht.

 

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