Bobby Jones

Comin' Back Hard

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 11.03.2009
Jahr: 2009
Stil: Blues

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Redakteur(e):

Epi Schmidt


Bobby Jones
Comin' Back Hard, Delta Groove Music, 2009
Bobby JonesVocals
Finis TasbyVocals
Al BlakeHarmonica
Randy ChortkoffHarmonica
Lynwood SlimHarmonica
Kirk "Eli" FletcherGuitar
Franck "Paris Slim" GoldwasserGuitar
Kid RamosGuitar (Tracks 4, 7, 9, 10 & 11)
Junior WatsonGuitar
Fred KaplanPiano & Hammond B3
Tom LeavyElectric Bass
Ronnie James WeberUpright & Electric Bass
Richard "Big Foot" InnesDrums
Produziert von: Randy Chortkoff and Jeff Scott Fleenor Länge: 41 Min 42 Sek Medium: CD
01. She's The One07. Tired Of Your Jive
02. Two Headed Woman08. Cry For My Baby
03. I Must Be Crazy09. Three Handed Woman
04. Come In Out Of The Rain10. Mystery Train
05. Get It Over Baby11. How Long Will It Last
06. I Don't Know

Bobby Jones gehört schon seit einigen Jahren zu THE MANNISH BOYS, wurde in Louisiana geboren, aber seine ersten und prägenden Sporen verdiente er sich - wo sonst? - im Blues-Mekka Chicago. Bei so einer "Lehranstalt" ist es kein Wunder, wenn auch heute noch der Chicago-Blues der bestimmende Faktor in Jones' Musik ist. Schon früher wurde ihm nachgesagt, wie B.B King, Howlin' Wolf und Bobby "Blue" Bland zu klingen. Wenn sich so einer eine ganze Reihe Blues-Experten ins Studio holt, um eine Solo-Platte einzuspielen, dann bekommt man doch gleich lange Ohren.
Bei She's The One führt Kirk "Eli" Fletcher die Gitarrenfraktion an und erinnert mich in seinem Spiel stark an Buddy Guy, mit ein bisschen Santana drin. Die Band groovt jedenfalls richtig gut und funky. Die Stimme geht tatsächlich in die Richtung besagter Musiker mir fällt dabei auch ein Solomon Burke ein. Etwas mehr Speed gibt’s bei Two Headed Woman. Hier kommen mir ROOMFUL OF BLUES in den Sinn und - bei diesem rollenden Railroad-Rhythmus - Muddy Waters und sein I Got My Mojo Workin'. Auch die Slidegitarre scheint an den Chicago-Blues-King erinnern zu wollen.
Zum Blues gehört natürlich auch die Blues-Harp und auch da sind ein paar richtig Gute hier zu hören. Produzent Randy Chortknoff zum Beispiel, der in Come In Out Of The Rain einen herrlichen Widerpart zum Gitarrenspiel von Kid Ramos liefert. Letzteren haben wir unlängst erst wieder bei LOS FABULOCOS zu schätzen gelernt.

Dass Ike Turner ein äußerst kreativer Kopf und Songschreiber war, wissen wir längst und auch sein Get It Over Baby gehört hier zu den Stimmungsmachern. Die Art von swingendem Blues-Boogie, wo man augenblicklich mitschnippt. Dazu noch die Gitarre von Junior Watson, da kann kaum was schief gehen. Zumal, wenn man noch seinen charismatisch-authentischen Sänger in der Center-Position hat.
Da darf ein richtiger 12-Bar-Blues nicht fehlen und wie spät abends in der Bar klingt auch I Don't Know, wenn Bobby Jones zu Fred Kaplans klimpernden Piano sein Leid klagt. Al Blake steuert hier die heulende Harmonica bei.
Tired Of Your Jive geht zwar in eine ähnliche Richtung, aber hier beeindruckt Kaplan an der Hammond B-3 und Ramos hat an der 6-Saitigen freie Schussbahn.
Im Vordergrund steht aber immer die volle, leicht raue Stimme von Bobby Jones. Der muss sich offenbar nicht sonderlich anstrengen, um eine stimmungsvolle Atmosphäre zu erzeugen. Das kommt auch Cry For Me Baby sehr zugute. Die feurigen Leadgitarren hier stammen von Franck "Paris Slim" Goldwasser und Kirk "Eli" Fletcher. Beides sehr hörenswert.
Three Handed Woman verweist auf Klassiker wie Riot In Cell Block #9 und ähnliche Shuffle, also Songs, die man eigentlich immer hören kann.
Mystery Train gehört seit jeher zu meinen liebsten Songs. Ob vom King, von UFO, von den STRAY CATS oder eben hier von Bobby Jones und den Mannish Boys. Hier ist eine fette Blues-Harp die treibende Kraft, die vom Upright Bass Ronnie James Webers kräftig Unterstützung bekommt. Da fehlt es auch am Ende der über fünf Minuten nicht an Elan. Der fehlt der ganzen Scheibe nicht. Auch nicht wenn es mit einer weiteren Ike Turner Nummer, How Long Will It Last am Ende etwas ruhiger wird. Aber nicht leise, denn dafür sorgt wieder Kid Ramos' schrille Leadgitarre.
Eine knappe ¾ Stunde wird man hier also mit feinstem Chicago-Blues versorgt, der vielleicht nicht auf Anhieb gleich alle mitreißt, jedoch sicher längere Zeit in Ohr und Player bleiben wird.

Epi Schmidt, 10.03.2009

 

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