Blindstone

Greetings From The Karma Factory

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 11.07.2012
Jahr: 2012
Stil: Groove Rock, Classic Rock

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Redakteur(e):

Marc Langels


Blindstone
Greetings From The Karma Factory, Grooveyard Records, 2012
Martin J. AndersenGesang & Gitarre
Jesper BunkBass
Anders HvidtfeldtSchlagzeug
Produziert von: MArtin J. Andersen & Joe Romagnola Länge: 57 Min 23 Sek Medium: CD
01. Rock Your Mojo07. In The Groove Of Things
02. Struck Down By The Blues08. Once More
03. Free09. Life Starts Over
04. Catch Me If You Can10. Trying
05. Karma11. Ocean Of Time
06. What Your Lovin' Can Do

Etwas ist ganz und gar nicht faul im Staate Dänemark – in dieser zugegeben recht freien Anspielung auf William Shakespeare und seinen “Hamlet“ präsentiere ich mein momentan liebstes Power-Trio: BLINDSTONE. Die drei Dänen beehren uns in diesem Jahr gleich mit zwei Veröffentlichungen, die es in sich haben. “Rare Tracks“ habe ich bereits besprochen, das zweite Werk, um das es jetzt gehen soll, hört auf den Namen “Greetings From The Karma Factory“.

Ihrem Stil bleiben BLINDSTONE auf diesem Werk natürlich auch treu: sehr klassischer, sehr blues-infizierter Hard Rock mit einem gehörigen Anteil an Offenheit für Jam-Parts. Das kann man begrifflich ganz gut als Groove Rock zusammenfassen, denn genau darauf legt die Band auch auf “Greetings From The Karma Factory“ wieder großen Wert. Insofern sind die Dänen auf dem Label Grooveyards Records zumindest mal namenstechnisch sehr gut aufgehoben.

Die elf Stücke (zehn Eigenkompositionen und ein Cover) auf “Greetings From The Karma Factory“ rocken wieder unwiderstehlich und eingängig. Wer sich dem Groove von zum Beispiel dem Opener Rock Your Mojo entziehen kann, dem ist einfach nicht mehr zu helfen. Der Song ist der perfekte Einstand in dieses Album: swingend-rockig und mit herrlich-bluesigen Untertönen. Daran schließt dann das folgende Struck Down By The Blues nahtlos an. Klassischer kann Blues-Rock eigentlich nicht klingen und man weiß sofort, warum der Blues so eine heilende Wirkung in allen Lebenslagen entfaltet.

Nach zwei solchen Krachern kann das dritte Lied eigentlich nur verlieren, zumal wenn anschließend mit dem rockig-funkigen Catch Me If You Can direkt wieder ein Highlight folgt. Beim ersten Durchlauf war das auch mein Eindruck. Aber wenn man Free dann mal wiederholt seine spezielle Aufmerksamkeit schenkt (in meinem Fall gehe ich dann hin und starte das Album erst bei diesem Track), entdeckt man einen knackigen Rocker, trocken und unaufgeregt aber trotzdem von der Melodie her zwingend.

Aber BLINDSTONE können nicht nur rocken, sie beherrschen auch die ruhigen Töne, wie sie es in der bluesigen Ballade What Your Lovin’ Can Do eindrucksvoll unter Beweis stellen. Zudem dürfen sich die drei Musiker – und insbesondere Gitarrist Martin Andersen – bei gleich zwei Instrumentals (In The Groove Of Things und das abschließende fast elfminütige Ocean Of Time) mal richtig nach Herzenslust austoben.

Dabei kommt auf dem neuesten Werk der Einfluss von Gitarren-Helden wie Jimi Hendrix (Catch Me If You Can, Danksagung im Booklet an die „fans on the 3rd stone from the sun“), Stevie Ray Vaughan (Once More) oder aber dem frühen Neal Schon (durch ein Cover des JOURNEY-Klassikers Karma) deutlicher zum Vorschein, als dass das bisher der Fall gewesen war. Aber auch KING’S X-Fans dürften sich bei BLINDSTONE hin und wieder an ihre Lieblinge erinnert fühlen.

BLINDSTONE sind eine dieser Bands, von denen ich bisher nur qualitativ hochwertige Veröffentlichungen gehört habe. Dazu gehört auch wieder “Greetings From The Karma Factory“. BLINDSTONE nehmen an ihrem Sound nur minimale Justierungen vor und öffnen ihn etwas. Die Frage, sich mir nun stellt: wie lange wird es noch dauern, bis sich diese Weisheit auch bei einer breiteren Mehrheit durch- und festsetzt?

Marc Langels, 09.07.2012

 

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