Billy Joel

She's Always A Woman - Love Songs

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 12.04.2011
Jahr: 2011
Stil: Pop

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Redakteur(e):

Epi Schmidt


Billy Joel
She's Always A Woman - Love Songs, Sony Music, 2011
Billy JoelVocals, Piano, Guitar
und zahlreiche weitere Musiker
Produziert von: Bruce Dickinson Länge: 79 Min 18 Sek Medium: CD
01. She's Always A Woman10. Nocturne
02. Honesty11. Until The Night
03. Just The Way You Are12. She's Right On Time
04. Travelin' Prayer13. You're My Home
05. An Innocent Man14. State Of Grace
06. The Night Is Still Young15. This Night
07. This Is The Time16. Shameless
08. She's Got A Way (Live)17. And So It Goes
09. Temptation18. All About Soul (Remix)

Is' erst ein paar Tage her, dass ich mich über Veröffentlichung von Billy Joel gefreut habe. Die CD/DVD "Live At Shea Stadium" ist doch ein richtig schöner Mitschnitt. Umso verstörter blicke ich auf "She's Always A Woman - Love Songs". Muss das sein? Ich mag es eigentlich nicht, wenn ein Künstler so auf eine Schiene reduziert scheint. Als wenn seine anderen Songs nicht zu den "Love Songs" dazu passen würden und man sie separieren muss.
Tatsächlich hat Billy Joel natürlich ein paar der wundervollsten Liebeslieder aller Zeiten geschrieben. Die taugen sowohl für hochgradige Verliebtheit als auch für bodentiefsten Liebeskummer. Der Albumtitel allein ist wohl eine der schönsten - aber auch außergewöhnlichsten Liebeserklärungen. Honesty, voller Melancholie und doch so hoffnungsvoll. Gesungen, als wären es zwei verschiedene Sänger.
Just The Way You Are, mit der - aus Männersicht - unschlagbaren Textzeile: "I don't want clever conversation, I never want to work that hard", auf jeden Fall auch wieder ein ganz toller Song, mit einem herrlichen Saxofonsolo.
Das sind natürlich alles Songs, die man im Mainstream-Radio permanent zu hören bekommt und so erneut die Frage nach dem Sinn dieser CD hervorrufen. Es sind dann aber doch eine ganze Reihe von Songs hier vertreten, die zwar dem Billy Joel-Insider nicht neu sind, aber wer sich bisher nur oberflächlich mit dem New Yorker beschäftigt hat, findet da doch einige bisher nicht oder kaum gehörte Nummern. Travelin' Prayer, etwa, von 1973 (Album "Piano Man"), das so gar nicht nach Love Song klingt und wie eine Mischung aus Bob Dylan, Meat Loaf und einer Blue Grass Band klingt. So unwahrscheinlich sich das anhört.

An Innocent Man klingt zu Beginn verdächtig nach "Blue Bayou", mausert sich aber doch zu einem hymnischen Ohrwurm.
Dann natürlich The Night Is Still Young, als würde es durch die Straßen New Yorks hallen. Diese letzten beiden Songs stammen schon aus den 80ern und reflektieren natürlich auch Stil und Sound dieser Zeit, aber Billy Joel hat auch da gute Songs und tolle Alben gemacht und wurde da sogar teilweise recht rockig.
Ich kann mich abschließend immer noch nicht entscheiden, aber vielleicht ist Billy immer dann am besten, wenn er allein am Piano sitzt und dazu singt, so wie in dem Live-Mitschnitt von She's Got A Way, aus dem Album "Songs In The Attic, der hier vertreten ist. Schnell geht es zurück in die 80er und zum Album "The Bridge", mit Temptation. Ebenso wie "Storm Front" halte ich "The Bridge" für ein sehr gutes Album und dieser Song ist ein Zeuge davon. Erneut voller Gefühl, aber auch Power und dem nötigen Schuss Leidenschaft.
Noch ganz weit weg von jeglichen kommerziellen Gedanken, macht das Instrumentalstück Nocturne, aus den frühen 70ern, deutlich, wie man Emotionen auch in der Popmusik, völlig ohne Worte rüberbringen kann.

Ganz schwer nach den 70ern klingt Until The Night und irgendwie kommt mir da ein anderer Hit, mit zum Teil spanischem Gesang in den Sinn ... na ja, jedenfalls find ich's erstmals etwas schmalzig.
Besagte rockigere Seite, aus den 80ern, findet sich in Songs wie State Of Grace und in dem druckvollen, dynamischen Shameless, während sich Billy's Sinn für den Rock'n'Roll und Doo Wop Gesang der 50er - kennen wir ja aus Tell Her About It - hier in This Night niederschlägt. Vielleicht entscheide ich mich dann doch, kurz vor Schluss, dafür, dass Billy Joel am besten ist, als Piano Man, ganz allein am Piano und einen seiner unsterbliche Songs vortragend. And So It Goes unterstreicht das deutlich.
Das sind Songs, die man - überwiegend - auch in hundert Jahren noch hören wird und auch wenn es seine "Love Songs" sind, sind diese Lieder doch mit das Beste, was man auf diesem Gebiet kriegen kann.
Netterweise sind die Texte abgedruckt, sodass man schön mitsingen kann. Allerdings dürfte die Generation, die von dieser Scheibe angesprochen wird, schon die verstärke Lesebrille oder eine Lupe benötigen.

Epi Schmidt, 10.04.2011

 

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