Bill Janovitz

Fireworks On TV!

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 12.07.2005
Jahr: 2005

Links:

Bill Janovitz Homepage



Redakteur(e):

Epi Schmidt


Bill Janovitz
Fireworks On TV!, Blue Rose Records, 2005
Bill Janovitz Guitars, Lead Vocals
Phil Aiken Piano, Organ, Vocals
Tom Polce Drums, Vocals
Josh Lattanzi Bass, Vocals
Chris Toppin Guest Vocals (Fireworks On TV & In A Day)
Produziert von: Tom Polce & Bill Janovitz with Crown Victoria Länge: 62 Min 49 Sek Medium: CD
1. One, Two, Three9. Minutes Of The Day
2. My Radio10. These Pictures
3. Mary Kay11. Florida
4. Almost Beating12. In A Day
5. Fireworks On TV13. Believe
6. Sinking14. Whisper To Yourself
7. I Found Out15. Fireworks On TV (Basement Version)
8. Revealed

Sonderlich verschwenderisch ist man im 4-Seiten Booklet ja nicht mit Informationen umgegangen. Gerade mal auf einer Seite, außer dem Frontcover, gibt's ein paar Zeilen zu dieser CD.
Gut, natürlich soll man sich das Teil in erster Linie anhören, aber ohne Besuch der Homepage werden die wenigsten wissen, dass Mr. Janovitz mit seinem Trio BUFFALO TOM bereits acht Alben veröffentlicht hat.
Dann ist es natürlich noch so, dass man beim Rolling Stone wieder mal die Zukunft des Rock'n'Roll, bzw. das Album des Jahres entdeckt haben will. Das macht skeptisch.
Und schon scheint man mit One, Two, Three Bestätigung zu erhalten. Gitarrenbreitwände aus undefinierbaren Akkorden, gedehnter Gesang. Klingt alles etwas nach WILCO, WHITE STRIPES und... wie heißt diese neue Heulboje mit den schmutzigen Texten gleich? Na ja, egal.
Teilweise erinnert mich das auch an Jon Bon Jovi's Solo-Scheibe. War ja nicht so übel, aber länger hängen blieb da wenig.
Ähnlich geht's einem mit dem folgenden Titel, My Radio, der dann mehr Richtung COUNTING CROWS tendiert und vor allem die Stimme klingt da sehr nach deren Sänger. Auch net sooo schlecht, doch mir geht's etwas zu gleichförmig dahin.

Schrammel, schrammel, alternativ folkig beginnt Mary Kay und kommt zunächst auch recht passabel, allerdings schwenkt man dann doch wieder auf eher Zerr-Gitarren um, schleift auch ein paar Lucy in the skies-Orgeltöne ein, doch auch hier hört man zwar interessiert zu - großartig ansprechen tut's mich nicht.
Dabei ist der Bill eigentlich ein sehr kreativer und auch vielschichtiger Künstler. Sein erstes Soloalbum hat er, beispielsweise, mit den Jungs von CALEXICO (damals noch nicht unter diesem Namen) aufgenommen. Außerdem hat er für die "33 1/3" Buchserie (www.continuumbooks.com) ein Buch über das "Exile On Main Street" Album der ROLLING STONES geschrieben.
Na gut, dafür kann sich Almost Beating nichts kaufen. Schöner Mid-Tempo Song, mit folkigem Anteil - halt wieder so Richtung COUNTING CROWS. Mir fehlen bei solchen Songs immer die Trennung zwischen Strophe und Refrain. Vielleicht versteh ich's aber auch nur net.
Bei dem Titelsong der CD horch ich dann doch mehr auf. Akustisch-folkig, mit Country-Einschlag, klingt Fireworks On TV doch ganz gängig in meinen Ohren, woran die weibliche zweite Stimme von Chris Toppin großen, und das feine Pianosolo von Phil Aiken auch gewissen, Anteil hat. Doch, der Song kommt schon gut.

Und als wär's der Startschuss gewesen, rockt es beim folgenden Sinking mit straighten Riffs und STONES-Licks, den schwedischen DIAMOND DOGS nicht unähnlich, richtig anmachend aus den Lautsprechern.
Da muss man erst mal etwas zurück schalten und I Found Out geht es gemächlicher an. Trotzdem scheint man sich eingegroovt zu haben und locker werden Countryrock-Licks in das Folkgewand eingestreut. Auch da haben Bands wie die COUNTING CROWS Pate gestanden.
Das flotte Revealed kommt mit seinen wuchtigen Akkorden recht zockig und würde Bands wie JET oder POWDERFINGER auch nicht so schlecht stehen.
Bei Minutes Of The Day muss ich eher an THE CURE denken, wenn die mal mehr Richtung Rock tendierten und in seinem nervösen Charakter passt da auch Florida auch dazu.
Ja, hin und wieder kommen einem beim hören dieses Albums auch mal die JAYHAWKS in den Sinn.

In A Day klingt wie eine Mischung aus ROLLING STONES, Mitte der 70er, und einer Ballade von EXTREME. Und das ist nicht negativ gemeint.
Die rockigen Töne zu Believe entsprechen mir aber doch wieder mehr. Irgendwie scheint mir da mehr Engagement als zu Beginn vorhanden zu sein. Ist zwar auch nichts, was bei mir tagelang im Ohr hängen bleibt, aber macht Spaß und geht gut ab.
Zu den Gewinnern gehört zweifelsfrei auch Whisper To Yourself, wieder mehr folkig und zwischen "Schunkelcharakter" im Refrain und Tom Petty/Bob Dylan Anleihen bei den Strophen. Hat weit mehr Feeling als der Beginn dieser CD.
Zum Schluss gibt's eine weitere Version von Fireworks On TV, diesmal mit deutlich höherem Rock-Faktor und kommt so fast noch besser als die erste Fassung.

Im Prinzip also kein übles Album, das Bill Janovitz hier abgeliefert hat. Man sollte halt schon in der Richtung genannter Bands tendieren, dann kann man durchaus seinen Spaß damit haben und sich manche Autofahrt verkürzen.

Epi Schmidt, 12.07.2005

 

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