Big Wreck

Ghosts

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 26.07.2015
Jahr: 2015
Stil: Alternative Rock

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Redakteur(e):

Marc Langels


Big Wreck
Ghosts, Anthem Records, 2015
Ian ThornleyGesang & Gitarre
Brian DohertyGitarre
Paulo NetaGitarre
Chuck KeepingSchlagzeug
Dave McMillanBass
Produziert von: Eric Ratz Länge: 69 Min 49 Sek Medium: CD
01. A Place To Call HOme08. Still Here
02. I Digress09. Break
03. Ghosts10. Off And Running
04. My Life11. Come What May
05. Hey Mama12. War Baby
06. Diamonds13. A Place To Call Home (Reprise)
07. Friends

Aus Kanada kommen eine ganze Reihe von exzellenten Bands, die in ihrer Heimat sehr bekannt sind, es aber in Good Ol‘ Europe nie wirklich geschafft haben. Fuß zu fassen. Als Beispiele seien hier nur mal THE TRAGICALLY HIP oder auch THE TEA PARTY genannt. Diesen beiden Bands könnte man aber auch noch BIG WRECK an die Seite stellen. Dabei wurde die Band eigentlich 1994 in Boston gegründet, als Sänger Ian Thornley, Gitarrist Brian Doherty, Bassist Dave Henning und Drummer Forrest Williams am dortigen Berklee College of Music studierten. Drei Jahre später erschien ihr Debüt “In Loving Memory Of…“, das mit The Oaf sogar einen Top-Ten-Erfolg in den USA verzeichnen konnte. Das zweite Album “The Pleasure And The Greed“ konnte daran nicht anschließen und so lösten sich die Band 2002 auf.

Zum Glück bekommen manche Gruppen aber eine zweite Chance und 2010 kam es zur Reunion, an der allerdings nur Thornley und Doherty teilnahmen, die 2012 das Album “Albatross“ hervorbrachte. Und nun legen die fünf Musiker ihr zweites Werk “Ghosts“ auch bei uns vor, nachdem das Album in Kanada bereits im vergangenen Jahr erschien. Thornley selbst sagte, er wollte ein Album machen, das er selber wirklich hören wollte und in das er sich wirklich verlieben könnte. Und das ist ihm mit “Ghosts“ auch wirklich gelungen. Denn die Scheibe sprüht nur so vor musikalischer Leidenschaft sowohl für Rock als auch für Pop-Elemente.

Daher dürfte die größte Schwierigkeit sein, vor der BIG WRECK stehen, wie man das Album nun einsortieren und entsprechend vermarkten soll. Auf Grund der zum Teil stark verzerrten Gitarren – wie zum Beispiel in I Digress - tendiert man automatisch in die Richtung Rock oder Alternative, aber die zum Teil sehr eingängigen Refrains und Gesangsharmonien lassen auch sofort an Pop-Musik denken. Auf diesem Album findet man so musikalisch unterschiedliche Einflüsse wie ALICE IN CHAINS (die ersten knapp zwei Minute von A Place To Call Home), etwas MUSE gemischt mit COLDPLAY (My Life) aber auch die Dave Matthews Band (der Titeltrack) und die Gitarren-Arbeit erinnert in manchem Soli an einen Eric Johnson mit seinem flüssigen Stil und seinem singenden Sound. Dazu kommt die Stimme von Thornley, die manches Mal frappierend nach Chris Cornell von SOUNDGRADEN klingt und fertig ist eine ziemliche einmalige Mixtur.

BIG WRECK sind definitiv keine Band für Hörer, die mit Scheuklappen durchs Leben gehen. Vielmehr richtet sich die Band hier an Leute, die einen weiten musikalischen Horizont haben und einfach nur gut gemachte Songs hören wollen, egal in welche Kategorie diese nun zu packen sind. “Ghosts“ hat für jeden etwas im Angebot, man muss sich nur drauf einlassen wollen. Bleibt abschließend eigentlich nur zu hoffen, dass sich die Band nicht wieder nach dem zweiten Album trennt, denn von einem Songwriting dieser Qualität kann ich für meinen Teil einfach nicht genug bekommen.

Marc Langels, 24.07.2015

 

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