Big Jim Slade

Big Jim Slade

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 08.05.2009
Jahr: 2009
Stil: Groove Rock/Blues Rock

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Big Jim Slade Homepage



Redakteur(e):

Marc Langels


Big Jim Slade
Big Jim Slade, Gokaw Records, 2009
Chris BeltGesang & Gitarre
Jonathan SirlsGesang & Gitarre
Robert SirlsGesang & Bass
Clay FuquaSchlagzeug & andere Geräusche
Gastmusiker
John BondurantGesang (Day In, Day Out)
Chris GreenupGesang (Day In, Day Out)
Produziert von: Big Jim Slade Länge: 51 Min 24 Sek Medium: CD
01. Still Walkin'08. 8 Days
02. Power Of Changes09. Enemies
03. Day In, Day Out10. Promises
04. Free My Mind11. Come To This
05. Set In Stone12. Blurred Truth
06. Face To Face13. Spread Your Wings
07. Always

Meine Füße wippen, nein, vielmehr sie tänzeln …. immer noch. Dabei ist die CD schon seit einigen Minuten vorbei. Aber BIG JIM SLADE groovt weiter, unaufhaltsam, tief in meinem Hinterkopf. Ohne Unterlass hallt die Musik nach, die geprägt wird von einem beswingten Groove, lässigen Gitarren-Licks, gutturalem Gesang voller Emotionen und vor allem eingängigen Songs. Das ist alles nicht besonders originell oder gar innovativ, aber dennoch gut gemacht und stimmig.

Immer wieder klingt die Musik nach KING’S X – kein Wunder, hat doch deren Gitarrist Ty Tabor das Werk gemastert und der Band einen warmen, organischen aber nicht zu glatt polierten Sound auf den Leib geschneidert. Ein gewisses Live-Flair bleibt der Musik auch im Studio erhalten. Aber die Referenz zu KING’S X beschränkt sich weitestgehend auf den Sound, denn die Musik hat viel mehr Blues, als es das Power-Trio aus Texas in seine Musik integriert.

Ähnlich wie bei KING’S X würde ich die Musik als Groove-Rock bezeichnen, denn das auffälligste Merkmal an dem sonst recht simpel gehaltenen Rock ist der Mörder-Groove, den BIG JIM SLADE haben. Dafür benötigen sie gar keine Tricks oder technischen Gimmicks, das Geheimnis liegt in den straighten Songs. Jedoch ist der Beat, den Drummer Clay Fuqua vorgibt, straighter als der von Jerry Gaskill bei KING’S X, auch wenn beide gerne die halb geöffnete Hi-Hat benutzen und einen mächtigen Wumms haben. Dafür ist die Gitarrenarbeit von Chris Belt und Jonathan Sirls bluesig-verspielter (unter anderem mit viel Slide) als bei Ty Tabor. Auch bei BIG JIM SLADE werden – wieder in Analogie zu KING’S X – parallele Gesangslinien eingesetzt. Leider können die Stimmen nicht ganz mit denen von Doug Pinnick und Ty Tabor mithalten. Dennoch überzeugen die Sänger bei BIG JIM SLADE (Chris Belt, Jonathan Sirls & Robert Sirls) mit viel Inbrunst und roher Power.

Und natürlich sind BIG JIM SLADE keine KING’S X Cover-Band, sondern mischen gehörig ihre eigenen Einflüsse dem Grundgerüst bei. So dürfte eine so entspannte Ballade wie Free My Mind mit ihrem hohen Blues- und Soul-Anteil und einer geschmackvollen Slide-Gitarre bei dem Texas-Power-Trio KING’S X keine Chance haben. BIG JIM SLADE haben zudem eine gehörige Portion Blues-Rock à la Stevie Ray Vaughan in ihren Adern, den sie aber nicht puristisch ausleben, sondern mit den anderen Stilen in ihrem Repertoire verknüpfen und dadurch recht eingeständig klingen. Bei einem Song wie Always machen sich sogar einige psychedelische Einflüsse bemerkbar. Anspieltipps auf dieser CD sind aus meiner Sicht besonders Still Walkin’, Day In, Day Out und das fast schon traditionalistische Soul-Blues-Kunstwerk Free My Mind, das ebenso gut von THE BLACK CROWES stammen könnte.

Einschränkend muss man natürlich sagen, dass BIG JIM SLADE nicht ganz die Klasse von KING’S X erreichen, besonders was die Eingängigkeit anbelangt. Dafür sind sie aber – besonders durch ihre unüberhörbaren Blues-Einflüsse – ein wenig breiter im Sound-Spektrum aufgestellt als das Texas-Trio. Wem also KING’S X gefallen, der sollte sich BIG JIM SLADE auch einmal anhören. Andersrum sollte sich jeder, der bislang „nur“ BIG JIM SLADE gut findet unbedingt auch einige KING’S X-CDs anhören.

Marc Langels, 07.05.2009

 

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