Beggar's Bride

Boulevard Of Broken Hearts

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 18.10.2006
Jahr: 2006

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Redakteur(e):

Martin Schneider


Beggar's Bride
Boulevard Of Broken Hearts, MTM Music, 2006
Holggy Begg Lead Vocals, Acoustic & Electric Guitars
Fritz SchneiderAcoustic Guitar
Jolene Van ArDrums, Vocals
Michael BrideLead & Rhythm Guitars, Vocals
Matt BrideBass
Gäste:
Mark Storace, Dorkas Kiefer, Michael Voss, Aino Laos, Gary Barden, Yan & ElaVocals
Produziert von: Michael Voss Länge: 50 Min 39 Sek Medium: CD
1. Broken hearts8. First way out
2. Footprints in the sand9. The radio is playing softley
3. Ruled by clowns10. Tattoo-Nancy
4. You were my sunshine11. Thousand miles from home
5. Dreams12. The open sea
6. I think it's over13. Below
7. Eight feet below

Die Schweizer haben mal wieder etwas erfunden, der Sänger, Songwriter und Produzent Holgi Begg um genauer zu sein. 'Desert Rock' nennt er das Ganze, doch irgendwie klingt es gar nicht so neu, sondern vielmehr so, als ob man einem wohlbekannten Sound einfach nur einen neuen Namen geben wollte.
Mit seiner Band BEGGAR'S BRIDE, die aufgrund der vielen Gastsänger eher den Eindruck eines Projektes vermittelt, frönt er einer Mischung aus Rock mit Südstaaten-Flair, Singer-/Songwriter und New Country.

Der rote Faden sind Atmosphäre und Stimmung der Songs, die in einer Landschaft voller endlosen Weite, die von staubigen Landstraßen durchzogen wird, Gefühle wie Sehnsucht, Einsamkeit, Hoffnung aber auch schlichte Freude vermitteln. Das hat durchaus etwas von VAN ZANT, Calvin Russell oder J.J. Cale, aber auch TEXAS LIGHTNING.
"Boulevard of broken hearts" bietet dreizehn, mal mehr, mal weniger gelungene Kompositionen, wobei es zumeist die jeweiligen Gastsänger sind, die mit ihrem individuellen Stil die Stücke nicht nur prägen, sondern auch maßgeblich entscheiden, ob der Daumen eher nach oben oder nach unten zeigt.
Die beste Figur machen dabei für meinen Geschmack Gary Barden und Mark Storace (u.a. KROKUS, WARRIOR), die in ihrem Gesang auch diesen Hauch Wüstenstaub emotional mit einbinden, der die notwendige Autenzität vermittelt.
Dagegen klingen Protagonisten wie Michael Voss (u.a. CASANOVA) oder die komplett vertretene Damenriege, ohne jetzt deren Qualität komplett in Frage stellen zu wollen, einfach zu sauber, zu adrett, zu brav, zu bieder. In diesen Momenten erhält der BEGGAR'S BRIDE-Sound auch schnell eine gehörige Schlagseite gen seichten Popgefilde.
Wenn der Cheffe selbst den Gesang übernimmt, dann erhält das Ganze noch einmal eine neue Dimension. Die technischen Möglichkeiten des Schweizers scheinen doch sehr limitiert und sich auf lediglich auf kauziges, raues Gebrummel zu beschränken, aber... dieser 'Gesang' hat ein ganz spezielles Flair.

Doch so richtig will der Funke von "Boulevard Of Broken Hearts" nicht zu mir überspringen. Zu oft wechseln sich wirklich packende Momente mit ödem Leerlauf ab. Auch wenn das Album aus meiner Sicht nicht der ganz große Wurf ist, den Namen BEGGAR'S BRIDE sollte man zumindest im Hinterkopf behalten.
Eingefleischte Genre-Fans sollten sich am Besten einen eigenen Eindruck verschaffen, denn bei vielen von ihnen dürften BEGGAR'S BRIDE schon jetzt offene Türen einrennen.

Martin Schneider, 18.10.2006

 

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