Bart Walker

Waiting On Daylight

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 15.01.2013
Jahr: 2013
Stil: Southern Rock, Blues Rock

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Bart Walker Homepage



Redakteur(e):

Epi Schmidt


Bart Walker
Waiting On Daylight, Ruf Records, 2013
Bart WalkerGuitar, Vocals
Dave SmithBass Guitar
Steve PottsDrums
Rick SteffKeyboards
Dave CohenOrgan on Whipping Post
Produziert von: Jim Gaines Länge: 47 Min 24 Sek Medium: CD
01. It's All Good07. Happy
02. Black Clouds08. Hipshake It
03. Took It Like A Man09. Mary & Me
04. Girl You Bad10. 99%
05. Gotta Be You11. Whipping Post
06. Waitin' On Daylight

Anders als im vorigen Jahr, als Ruf Records' schon traditioneller BLUES CARAVAN eine Ehrenrunde mit fast unveränderter Besetzung drehte, ist für das Jahr 2013 wieder eine neue Kombination am Start. Von dem angekündigten Trio ist natürlich Joanne Shaw Taylor schon eine etablierte Künstlerin, aber mit Bart Walker präsentiert sich ein - zumindest für europäische Ohren - Neuling. Der Sänger/Gitarrist hat auch gleich sein Ruf Records Debütalbum unter dem Arm und obwohl ich bei "neuen" Musikern immer etwas skeptisch bin, hat mich das Album bereits beim ersten Durchlauf angesprochen und beim zweiten noch mehr.
Zwar ist "Waiting On Daylight" ein vielfältiges Album - böse Zungen würden sagen konfus - aber das stört eigentlich nicht weiter, denn man fühlt sich ein bisschen, als würde man durch ein südstaatliches Radio zappen.

Produziert hat Jim Gaines, seines Zeichens mehrfach Grammy-ausgezeichneter Produzent und ein weiteres Gütesiegel. Walker selbst stammt aus Nashville, fühlt sich aber deutlich mehr dem Southern-Blues und Rock zugetan.
Das kann man im Opener It's All Good schon hören, auch wenn das mit einem funky Country-Groove beginnt. Die heulende Slide-Gitarre erinnert sofort an Bands wie die ALLMAN BROTHERS und auch die raue Stimme passt in diese Ecke. Der funkige Rhythmus treibt gut, aber es ist das Solo, welches den besonderen Kick gibt.
Wenn es, wie in Black Clouds ein mehr bluesiger Touch ins Spiel kommt und die Riffs heavy werden, kommt einem sofort Warren Haynes in den Sinn. Der hat mit seinen diversen Bands Ähnliches gerne zelebriert. Kommt richtig gut und ich freue mich schon auf die Live-Darbietung dieser Nummer. Hoffe ich doch!
Es bleibt in der härteren Schiene und ich könnte mir Took It Like A Man auch gut im Programm von ZZ TOP vorstellen. Der folgende Heavy-Boogie, namens Girl You Bad passt dagegen mehr zu Konsorten wie FOGHAT, Anverwandten wie SAVOY BROWN oder auch zu CANNED HEAT. Schöner Stampfer für Biertrinker.

Der Titelsong ist die Ballade des Albums, geht mehr in die Soul-Richtung und richtig gut ins Ohr. Da denkt der Southerner an Soulshine, freut sich an den zweistimmigen Gitarren-Parts und über die aufkommende Intensität vom Schlage eines John Hiatt.
Und wo wir vom "Süden" sprechen, da passt dass stampfende Happy wie die Faust aufs Auge. Das Riff kennt man aus MOLLY HATCHETs It's All Over Now-Adaption und wenn der Song die Sporen bekommt, wünscht man sich die Typen aus Jacksonville wieder mal in diesem Stil zu hören! Kommt geil.
Gleich einen flotten Blues-Boogie im Stile von Hound Dog Taylor hinterher - Hipshake It stammt eigentlich von J.B. Hutto - macht noch mehr Freude. Die Slide hat sogar eine gewisse Ähnlichkeit mit der von meinem Hero Sonny Landreth. Bart Walker ist kein Slide-König wie jener, aber seine mean'n'dirty Spielweise kommt trotzdem verdammt gut.
Auch für 99% gibt’s einen Querverweis, denn der leicht schleppende Song könnte auch auf einem der letzten LYNYRD SKYNYRD Platz gefunden haben. Da passt die Stimmen, die Riffs und die Dynamik, mit welcher dieser Southern-Blues gespielt wird. Rauf und heavy. Und gut!
Und ein Sahnehäubchen gibt’s am Schluss auch noch: Der ALLMANS ihr Whipping Post auf eine balladesk-bluesige Art zelebriert. Das typische Lick spart sich Walker, aber der Nummer wird er trotzdem gerecht, gewinnt ihr neue Seiten ab und beendet damit ein Album, welches mich noch länger begleiten wird, mir viel Lust macht, diesen Typen bei der anstehenden Tour zu sehen und den ich bedenkenlos allen Fans genannter Stilrichtung(en) empfehlen kann.

Epi Schmidt, 13.01.2013

 

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