Barry McCabe

The BMC Band

Beyond The Tears

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 17.05.2008
Jahr: 2007

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Redakteur(e):

Epi Schmidt


Beyond The Tears, Eigenvertrieb, 2007
Barry MCCabeLead Vocals, Acoustic, Lead & Slide Guitars
Pat McManusGuitar
Sean MaguireBass Guitar
Ronald OorDrums

Gäste:
Johnny FeanGuitar & Backing Vocals
Mark Feltham, Mick KinsellaHarmonica
Jo MarshAccordion
Pascalle SmoldersBacking Vocals
Peter Van Bogaert, Frank VeeHammond Organ
Produziert von: Barry McCabe Länge: 50 Min 06 Sek Medium: CD
01. Johnny Nobody07. I Wonder
02. In The Dead Of Night08. Rollin'
03. Crazy Love09. Lonely Road
04. Catch Me If You Can10. Bye Bye Johnny - Be Good
05. Trouble11. The Sunset Waltz
06. Arthur

Für mich ist Barry McCabe schon seit Jahren der würdige Nachfolger von Rory Gallagher. Nicht weil er Ire ist, oder ebenso virtuos, aber ich finde, er hat ein ähnliches Verständnis von seiner Musik. Wenn's rockt, dann rockt es eben und darf auch mit drei Akkorden auskommen. Bestes Beispiel sind die "Absolutely Live" Alben von McCabe. Er lässt aber genauso Folk und Blues einfliesen und macht es zu seinem eigenen Stil. Und irgendeinem Zeitgeist läuft er gleich gar nicht hinterher.
Mit seinem aktuellen Album, "Beyond The Tears", geht Barry weit zurück, an den Anfang der 70er Jahre und wäre nicht der gute Sound, könnte man meinen, einer Platte aus jenen Tagen zu lauschen.
Am Anfang rockt eine Rhythmusgitarre wie ein nicht zu stoppender 12-Zylinder, der allerdings schnell eine fast zu süßliche Lead-Melodie aufgepfropft wird. Hier sind wir noch weiter zurück, im Stil des 50's Rock'n'Roll, wie ihn Dave Edmunds zum Verwechseln ähnlich spielt.
Aber schon In The Dead Of Night bringt uns in die großen Zeiten des britischen Blues-Rocks. Unheilschwanger wummert der Rhythmus, als wären wir bei Peter Green und seinen FLEETWOOD MAC in deren 'Green Manalishi'-Tagen. Dazu harmonieren ein paar Lead-Gitarren a la WISHBONE ASH und im Solo scheint David Gilmour in die Saiten zu greifen. Braucht's mehr. Keinesfalls!
Und wer Green sagt, muss fast auch Clapton sagen. Und kaum anders klingt es, wenn sich McCabe Van Morrsions Crazy Love annimmt. Eine wundervolle Bluesballade mit Countryelementen für die die Mundharmonika verantwortlich zeichnet. Ja, ein bisschen Soulshine durchleuchtet diesen Song auch...

Auf der Akustischen wird Catch Me If You Can zelebriert, was ja, u. a., schon bei FLEETWOOD MACs Oh Well bestens funktionierte. Und tatsächlich klingt dieses Instrumental wie eine Irish-Folk Variante dieses Songs. Der folkloristische Anteil wird verstärkt durch das Akkordeon und die Mundharmonika (Mark Feltham, nehm ich an).
Und wieder scheine die WISHBONE ASH, der "Argus"-Phase großer Einfluss für das leicht schleppende Trouble zu sein. Die Harmoniegitarren sind überdeutlich. Dazu kann man wohl auch noch etwas FREE in diesem bluesigen Titel finden. Klingt richtig klasse!
Ein weiteres Instrumental kommt in Form von Arthur. Nur von Akustikgitarre und Mundharmonika gespielt, klingt es zum einen sehr melancholisch, jedoch irgendwie hoffnungsvoll.
Erneut Herr Clapton durchschimmert I Wonder an allen Ecken und Enden. So eine hervorragende Ballade würde ich mir von dem wieder mal wünschen. Hat vielleicht nicht ganz die Klasse eines Wonderful Tonight, aber es geht sehr in die Richtung. Das liegt auch an der tollen Stimme McCabes, die rau klingen kann, aber auch sanft, ohne dabei zu sülzen. Ein herrlicher Hammondorgel-Sound und das einfühlsame Gitarrenspiel sind weitere Pluspunkte.
Fetziger wird's wieder mit Rollin', welches ordentlich..., ja, 'rollt'. Erinnert mich sehr an THE BLUES BAND, als die so richtig gut drauf waren. Sagen wir, bei You Talk Too Much.
Wenn ich vorhin Soulshine erwähnte, so muss ich das für Lonely Road gleich noch mal, denn diese Ballade hat von Feeling, bis zu manchen Gitarren-Licks, und der Klasse des Songs doch sehr viel gemein. Man muss jetzt nicht gleich zu Tränen gerührt sein, aber es viele nicht schwer.
Irgendwie wäre mir jetzt, gegen Ende, was Schnelleres lieber gewesen, aber langsam wurde es vielleicht auch Zeit, dass einer mal den betagten Johnny sein Bye Bye Johnny - Be Good schreibt und vorträgt. Also kein Rock'n'Roll, sondern eine Abschiedsballade. Aber eine Schöne.
Mit The Sunset Waltz schunkeln uns dann Gitarre und Akkordeon und Mundharmonika beschwingt aus dem Pub. Oder laden uns noch zu einem Bierchen vor der Tür ein...
"Beyond The Tears" hält die hohe Qualität von McCabes Alben problemlos, ja gehört vielleicht zum Besten seines bisherigen Schaffens.

Epi Schmidt, 17.05.2008

 

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