Attick Demons

Daytime Stories, Nightmare Tales

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 16.09.2020
Jahr: 2020
Stil: Heavy Metal
Spiellänge: 49:53
Produzent: Hugo Andrade

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Plattenfirma: Rock Of Angels Records

Promotion: Gordeon Music


Redakteur(e):

Nachgehakt


s. weitere Künstler zum Review:

Bruce Dickinson

Iced Earth

Iron Maiden

Overkill

Titel
01. Contract
02. Make Your Choice
03. Renegade
04. The Revenge Of The Sailor King
05. Hills Of Sadness
 
06. Headbanger
07. Devil’s Crossroad
08. O Condestável
09. Running
Musiker Instrument
Artur Almeida Gesang
Nuno Martins Gitarre
Dario Antunes Gitarre
João Clemente Bass
Ricardo Oliveira Schlagzeug

Bei Portugal denke ich instinktiv an das Meer und jede Menge Sonne sowie tiefen-entspannte Menschen. Dass sich die Bewohner dieser wunderbaren Region der iberischen Halbinsel aber auch darauf verstehen, mit großer Leidenschaft dem Heavy Metal zu frönen, das beweisen uns die ATTICK DEMONS bereits seit ihrer Gründung vor rund einem Vierteljahrhundert. Beeinflusst sind sie dabei insbesondere von der New Wave of British Heavy Metal und ganz besonders offensichtlich von einer Band. IRON MAIDEN.

(Foto: Ruimleal Photography)

Das liegt vor allen Dingen an Frontmann Artur Almeida, der in seiner Art zu singen tatsächlich sehr nahe an Mr. „Air Raid Siren“ Bruce Dickinson herankommt (dabei aber in den Tiefen, rauen Passagen auch stellenweise ein wenig an Bobby „Blitz“ Elsworth von OVERKILL erinnert. Man höre sich zum Beispiel nur mal den neuen Song Make A Choice an. Diese Nummer hätte so auch auf einem der letzten Bruce Dickinson Solo Alben “Accident Of Birth“ und “Tyranny Of Souls“ sein können. Denn man darf natürlich nicht unbedingt erwarten, dass die ATTICK DEMONS auf dem selben Niveau komponieren wie IRON MAIDEN und uns hier epische Hymnen wie Number Of The Beast, The Trooper, Fear Of The Dark etc. präsentieren.

Daher würde ich die Scheibe eben auch eher mit den beiden letzten Dickinson-Solo-Werken vergleichen und dem Vergleich können die ATTICK DEMONS dann locker standhalten. Denn die Portugiesen schreiben eher straighte Songs, die aber sehr prägnant und eingängig sind. Man höre sich da nur mal das bereits erwähnte Make A Choice an. Da denkt der Fan doch an so machen Album-Opener bei den „Eisernen Jungfrauen“ wie etwa Tailgunner (“No Prayer For The Dying“) oder Be Quick Or Be Dead (“Fear Of The Dark“). Aber später dann haben die Portugiesen mit Hills Of Sadness eine Nummer im Angebot, die von der Stimmung ein wenig an Tears Of The Dragon (von Dickonsons Solo-Album “Balls To Picasso“) erinnert. Eine wahrlich fantastische Nummer. Dass die ATTICK DEMONS aber auch ein Händchen für etwas epischere Kompositionen haben, das beweisen sie mit dem auf portugiesisch vorgetragenen O Condestável - ein weiteres echtes Highlight der Scheibe.

Aber getoppt werden diese vielen starken Stücke auf “Daytime Stories, Nightmare Tales“ wohl von Renegade. Ein erhabener Mid-Tempo-Stampfer mit mächtigem Headbanger-Riff à la ICED EARTH und einer hypnotischen arabesken Gitarrenmelodie. Darüber singt dann Frontmann Artur Almeida mit voller Inbrunst über das Dasein als Außenseiter oder Abtrünniger. Aber auch seine Performances in Hills Of Sadness und eben O Condestável  sind einfach nur sensationell. Und auch die beiden Gitarristen Nuno Martins sowie Dario Antunes machen ihre Sache hier wahrlich sehr gut und liefern starke Riffs und Soli.

Was im Vergleich zu den beiden Vorgängern “Atlantis“ (2011) und “Let‘s Raise Hell“ (2016) aber besonders auffällt ist die erneut stark verbesserte Produktion. “Daytime Stories, Nightmare Tales“ klingt sehr voluminös und druckvoll. Dadurch gewinnen auch die Songs noch einmal deutlich an Erhabenheit und Strahlkraft. Und so darf es den Hörer nicht verwundern, wenn er am Ende des furiosen Closers Running – und damit nach knapp 50 Minuten feinstem Metal-Hochgenuss - das unwiderstehliche Verlangen verspürt, die Scheibe einfach gleich noch einmal von Vorne zu genießen. Denn aus meiner Sicht legen die ATTICK DEMONS hier nicht nur das bislang beste Album ihrer bisherigen Karriere vor, sondern auch eines der besten puren Metal-Alben des bisherigen Jahres.

 

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