Andy Susemihl

Burning Man

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 06.06.2020
Jahr: 2020
Stil: Hard-Rock
Spiellänge: 31:21
Produzent: Andy Susemihl

Links:

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Redakteur(e):

Frank Ipach


s. weitere Künstler zum Review:

Deep Purple

Journey

Aerosmith

Sinner

U.D.O.

Michael Schenker

Titel
01. Burning Man
02. Across The Pond
03. Remedy
04. People Get Ready
 
05. Crazy
06. One More For The Road
07. The Beauty And The Mihl
Musiker Instrument
Andy Susemihl Guitars, Vocals
Peter Baltes, Andy Kemmer Bass
Andre Labelle, Alex Menichini, Markus Hassold Drums

Falls der eine oder andere Rockfan meint, Andy Susemihl habe jetzt als gereifter Mittfünfziger seinen musikalischen Zenit längst überschritten, weil er nicht mehr bei den einstmals großen Metal-Bands wie SINNER und U.D.O. mitrockt, die beachtlichen Plattenverkäufe aus den alten Tagen bei weitem nicht mehr erreicht und die erfolgreichen Tourneen in den großen Venues längst verblasst sind, dem sei gesagt: "Weit gefehlt!".

Susemihl klingt besser und fokussierter als je zuvor, rockt sich auch auf seiner frischen Veröffentlichung "Burning Man" den Allerwertesten ab und wird dem Titel seiner flammneuen 7-Song EP allemal gerecht. Der Mann brennt offenbar für seine Kunst.

"Burning Man" darf man laut Andys Aussage als klingenden Vorboten seines im Herbst erscheinenden Longplayers bewerten. Offenbar fühlte sich Susemihl dermaßen inspiriert, dass ihm seine immense Produktivität so viel gutes Songmaterial bescherte, um diese astreine EP in bemerkenswerter Qualität zu veröffentlichen. Mit sechs Eigenkompositionen und einer gelungenen Coverversion des Curtis Mayfield Klassikers People Get Ready präsentiert sich der Saitenschwinger aus Ulm also in blendender Verfassung.

Das Qualitätslevel, das Andy mit seiner letzten Veröffentlichung "Elevation" (2018) etablierte, setzt sich auf "Burning Man" nahtlos fort. Die lodernde Eröffnungsnummer Burning Man gibt gleich den hard-rockigen Kurs vor und erinnert in seiner forschen Vehemenz tendenziell an einen rasanten Uraltkracher wie PURPLEs Highway Star. Großartig! Auch in der selbstreflektiven Midtempo-Numnmer Across The Pond spürt man bei aller modernen Ausrichtung immer noch eine deutliche old school Hard & Heavy Grundierung, die in einem sehr schönen Michael Schenker inspirierten Gitarrensolo mündet.

Die wogende Edelballade Crazy kokettiert mit einem bestens gelungenen AEROSMITH Anstrich und beweist einmal mehr, dass dem souveränen Herrn Susemihl auch in Sachen Gesang niemand etwas vormacht. Die optimistische Durchhalte-Hymne One More For The Road unterstreicht mit einer entzückenden JOURNEY Färbung Susemihls unbedingten Willen, sich mit der heilenden Kraft einer fetten Rockballade über die eine oder andere Niederlage zu erheben. Das hat Klasse und Stil.

Der abschließende Instrumental-Track The Beauty And The Mihl bezeugt Andys Faible für angejazzte Fusion-Klänge, brilliert mit geiler Gitarrenarbeit und zementiert seinen Status als einer der besten Rock-Künstler hierzulande. So dürfen sich die Hard & Heavy Fans derweil an Susemihls neuer Scheibe erfreuen und gespannt auf den für Herbst angekündigten Longplayer warten.

 

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