Link Facebook:
Monster Magnet @ Facebook
Link Homepage:
Offizielle Pendejo! Homepage
Link Facebook:
Pendejo! @ Facebook
Link Club:
Garage
Fotos: Marc Langels
Monster Magnet, Pendejo!,
Saarbrücken, Garage, 09.05.2018

Sternenzeit 09052018. Logbuch von Captain Dave Wyndorf. Eintrag: im Quadranten Saarland sind wir auf eine Ansammlung wohlgesinnter Bewohner gestoßen, die in einer Unterkunft namens „Garage“ zu einer rituellen Feierlichkeiten zusammenkamen, an der wir dann teilnahmen. So – oder so ähnlich – könnten die Ereignisse aus der Saarbrücker Garage aus der Sicht von MONSTER MAGNET-Mastermind Dave Wyndorf ausgesehen haben, als er mit seiner Band auf deren offenbar recht erfolgreichen “Mindfucker“-Tournee Station in der saarländischen Landeshauptstadt machten.

Mitgebracht hatten sie dabei als Support die niederländisch-spanische Band PENDEJO!, die mit deutscher Tugend nahezu pünktlich um 19 Uhr die Bühne betritt. Dabei dürften die meisten der bis dato doch recht spärlich Anwesenden schon rein optisch überrascht sein: neben den ja gewohnten Rock-Instrumenten Gitarre, Bass und Schlagzeug sowie den Mikrofonständern hängen eine Trompete sowie eine Posaune an ihren jeweiligen Ständern. Und diese werden in den folgenden fast 50 Minuten auch recht häufig eingesetzt, um den Mix aus Stoner, Sludge und Doom der Band mit bis dato so nicht gehörten Bläser-Einsätzen zusätzlich aufzuwerten.

Photo-Credit: Marc Langels/www.hooked-on-music.de

Ebenfalls überrascht – und in diesem Fall sehr positiv - dürften die Fans von der energiegeladenen und leidenschaftlich mit einem südländischen Flair vorgetragenen Show sein, denn PENDEJO! liefern hier eine wirklich sehr starke Vorstellung, die recht schnell die Zuschauer aus dem Vorraum und von der „Raucher-Location“ vor der Halle anlockt, wahrscheinlich auch weil es sich recht schnell rumsprach, dass man ansonsten echt was verpasst. Die Musik macht denn auch wirklich Spaß, lädt mit einem starken Groove auch dazu ein, sich dazu zu bewegen.

Photo-Credit: Marc Langels/www.hooked-on-music.de

Elf Songs lang macht das Gebotene den Zuschauern – zwar vielleicht nicht allen aber doch recht vielen von ihnen – eine ganze Menge Spaß. Das liegt auch an der sehr sympathischen Art von Frontmann El Pastuso, der seine Ansagen auf deutsch macht, was natürlich auch dazu beiträgt, dass die Band so gut ankommt. Nach den für eine Vorband recht üppigen – und in diesem Fall vollkommen gerechtfertigten - 50 Minuten Spielzeit wird die Band mit einer ganzen Menge Applaus verabschiedet.

Hier gibt es weitere Impressionen von PENDEJO!.

Dann gehen nach einer verhältnismäßig kurzen Umbaupause schon um etwa 20:15 Uhr wieder die Lichter aus und der „Space Lord“ sowie sein Gefolge betreten mit den Klängen des Klassikers Dopes To Infinity die Bühne. Natürlich weiß die Band damit das Publikum von der ersten Sekunde an hinter sich. Und dann legen sie mit dem Opener-Doppel des aktuellen Werks, Rocket Freak und Soul, sowie dem Titeltrack nicht minder stark nach. Aber die wahren Highlights der Show sind natürlich die frühen Hits der Band, wie etwa Look To Your Orb For The Warning, Negasonic Teenage Warhead und der Über-Song schlechthin, Space Lord, sein.

Photo-Credit: Marc Langels/www.hooked-on-music.de

Aber was ist das denn? Den letztgenannten Song kündigt Wyndorf bereits nach etwa 50 Minuten Spielzeit als „letzten Song“ an. Natürlich ist klar, dass da noch ein Zugaben-Block folgen wird. Und davor spielen MONSTER MAGNET ja auch noch eine überlange Version ihres größten Erfolges. Aber natürlich kann man sich schon zu diesem Zeitpunkt ausrechnen, dass dieser Konzert-Abend nicht mehr allzu lange dauern wird. Als Dreingabe gibt es dann noch Ejection, End Of Time und den Powertrip, aber nicht das ebenfalls auf der Setlist geführte Spine Of God. Da hätte man schon etwas mehr erwarten können.

Photo-Credit: Marc Langels/www.hooked-on-music.de

Wo man nicht viel mehr erwarten konnte, das war der Performance-Part. Die Band spielt die Songs sehr tight und präzise. Zudem hat Wyndorf einen offensichtlichen Gute-Laune-Tag erwischt. Er genießt die Show in vollen Zügen, wirft sich wie gewohnt immer wieder in große Rock-Star-Posen und saugt die Emotionen der Zuschauer auf. Das hatte man in der Vergangenheit auch schon ein ganzes Stück schwächer gesehen. Insofern wäre es natürlich wünschenswert gewesen, noch einige Kracher der Marke Crop Circle, Heads Explode, Tractor oder Bummer zu hören zu bekommen, insbesondere weil die Band an diesem Abend so gut aufgelegt war und das “Powertrip“-Album ja in diesem Jaher 20-jähriges Jubiläum hat. Aber so geht der Abend leider bereits um kurz nach 21:30 schon zu Ende. Aber unzufrieden geht niemand nach Hause, dafür war der Auftritt zu stark.

Photo-Credit: Marc Langels/www.hooked-on-music.de

Hier gibt es weitere Impressionen von MONSTER MAGNET.

An dieser Stelle noch ein herzlicher Dank an Stephan Junkes und die Garage Saarbrücken für die freundliche Akkreditierung.

Marc Langels, (Artikelliste), 09.05.2018