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Hamburg, Grosse Freiheit 36, 25.09.2006

Wer sich schon länger mit der Musik der Mannen um Steven Wilson auseinandergesetzt hat, der weiß, dass PORCUPINE TREE immer mal wieder für einen Superlativ gut sind. Nicht nur, dass diese Tournee bereits die dritte durch Deutschland nach der Veröffentlichung des Longplayers "Deadwing" ist, es galt noch zwei weitere Outputs zu bewerben. Die erste P.T.-DVD "Arriving Somewhere...." und der Re-Release der grandiosen Scheibe "Stupid Dream" von 1999.
Trotz der großen Präsenz der Band in unseren Breitengraden war die "Freiheit" auch diesmal mit rund 1.300 Fans nahezu ausverkauft. PORCUPINE TREE ist inzwischen längst über den Insiderstatus hinaus, den man noch vor 6-7 Jahren hatte, als Konzerte im "Knust" oder im "Marx" vor knapp 50 Leuten stattfanden.
Und noch eine Überraschung gab es an diesem Abend. Wer einen Abriss der Hits der letzten Jahre erwartet hatte, wurde zumindest im ersten Abschnitt des Konzertes enttäuscht. Stattdessen spielten PORCUPINE TREE einen 45-minütigen Set mit 7 brandneuen Songs, die auf dem nächsten Album der Londoner verewigt werden sollen.
Ich will nur kurz auf die Stücke eingehen, zumal Steven dem Publikum auch mitteilte, dass diese teilweise noch nicht wirklich fertig seien.

Der Opener erinnerte mich mit dem Gitarrenintro und dem straighten Beat über fast das ganze Stück ein wenig an Deadwing. Danach folgte eine Ballade, bei der Steven himself in die Keyboardtasten griff.
Der dritte Track hatte mit knapp 17 Minuten Überlänge (Steven: "Manche ProgRock-Bands würden sagen, sie würden nun Seite 1 von ihrem aktuellen Album spielen. Andere ProgRock-Bands würden sogar sagen, sie würden nun Seite 6 vom aktuellen Album spielen"). Insgesamt ist der Song zum Teil sehr hart und proggy. Ich habe mich wirklich gewundert, wie viele Taktverschiebungen Gavin Harrison darin benutzt hat. Eher ungewöhnlich für PORCUPINE TREE. Schon aufgrund der Länge ist der Song aber legitimer Nachfolger von Arriving Somewhere (but not here).
Danach folgten 2 Balladen alter PORCUPINE TREE-Schule. Song 6 ist mir leider nicht mehr so in Erinnerung geblieben. Den Abschluss bildete ein Lied mit einem gut zugänglichen Strophengesang und einem sehr harten, hymnenartigen Refrain (vielleicht mit Open Car vergleichbar).
Das neue Liedgut kam wirklich sehr gut an und wurde frenetisch abgefeiert. Die Band hatte auch sichtlich Spaß, das neue Material zu spielen. Steven Wilson ließ sich hin und wieder sogar zum Headbanging hinreißen.
Als die Band für 10 Min. zur Pause hinter die Bühne verschwand, wurden zum Teil sogar "Zugabe"-Rufe laut.
Insgesamt gesehen muss der Fangemeinde im Hinblick auf das neue Album, das im Frühjahr 2007 erscheinen soll, wirklich nicht bange werden. Wer "Deadwing" gut fand, wird auch das neue Album blind kaufen können.

Der zweite Teil des Sets bestand aus Stücken, die man schon auf den vorangegangenen Tourneen bewundern konnte und die fast ausnahmslos von den Album "Deadwing" und "In Absentia" stammten.
Alle Stücke waren wie immer perfekt gespielt, lediglich die Lautstärke fand ich teilweise etwas übertrieben. Ich werde den Verdacht nicht los, dass die Soundmischer beim Mixen auch durchweg Ohrenstöpsel tragen und sich damit der Möglichkeit berauben, einen wirklich klaren Sound zu mischen.
Nach 1 1/2 Stunden verließ die Band zum ersten Mal den mit heißer Luft und großer Begeisterung geschwängerten Saal, um dann noch einmal für die Zugaben Halo und Blackest Eyes die Bühne zu entern.

Mein persönliches Fazit dieses Konzerts fällt - wie fast immer bei PORCUPINE TREE - positiv aus:
- das neue Material ist wirklich gut und lässt einen schon jetzt dem neuen Album im Frühjahr entgegenfiebern
- trotz der vielen Konzerte ist die Band scheinbar immer noch nicht tourneemüde, die Spielfreunde war sehr authentisch.
Von meiner Seite könnte es ruhig noch eine vierte Tournee durch Deutschland für "Deadwing" geben, bevor es im Frühling Neues gibt. Sollte dies nicht der Fall sein, werden wir uns solange die Zeit mit der neuen DVD überbrücken müssen.

PAATOS als Vorband hat mir übrigens auch sehr gut gefallen. Insbesondere der Björk-artige Gesang stach sehr aus der Performance heraus.
Leider habe ich mich im Vorfeld mit dieser Band nicht so sehr beschäftigt, so dass ich an dieser Stelle nichts Tiefgründiges über die Band schreiben könnte. Bestimmt aber dann beim nächsten Mal.

Setlist PORCUPINE TREE:
1. New song I
2. New song II
3. New song III
4. New song IV
5. New song V
6. New song VI
7. New song VII
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Open Car
Sound Of Muzak
Buying New Soul
Arriving Somewhere But Not Here
.3
Start Of Something Beautiful
Trains
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Halo
Blackest Eyes

Kay Markschies, (Artikelliste), 05.10.2006