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NOIS-O-LUTION
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Knaack-Klub, Berlin
Fotos:
Ralf Stierlen
Devics
Devics
Berlin, Knaack-Klub, 02.02.2004

Devics

Ein mal wieder recht ordentlich gefüllter Knaack Klub harrte gespannt der Dinge. Als Support waren die DEVICS aus Los Angeles. Normalerweise zu fünft, traten sie im Rahmen der Tour mit FIREWATER als Duo auf.
Eine dunkel-atmosphärische Angelegenheit, die zeitweilig an eine amerikanische Version von PORTISHEAD mit Wüstentouch und bisweilen an die ruhigen Momente von TIMBUK 3 erinnerte.
Jedenfalls stand Sängerin Sara Lov mit ihrer wirklich phantastischen Stimme im Mittelpunkt eines geradezu intimen Clubauftritts, zu dem sich phasenweise auch noch Gitarrist Oren Kaplan von FIREWATER hinzugesellte. Der Applaus war denn auch mehr als freundlich.

Firewater

Der Einmarsch von FIREWATER erfolge dann stilgerecht in einer Reihe als Marching Band. Die irrwitzige Mischung aus Polka, Ska, Klezmer und einer durchgeknallten Zirkusband mit den tragikomischen Geschichten von Mastermind Tod A. als Bindeglied zündete sofort und verwandelte den Knaack Klub in einen Tanzsaal.
Da trafen sich ein wenig von der schneidenden Eleganz Joe Jackson's mit der Intensität eines Tom Waits und der Verve der DIRTY DOZEN BRASS BAND, um dann wieder in einen messerscharfen, urbanen Funk abzubiegen, wie ihn sonst nur ein Mink De Ville auf die Bühne zu bringen vermag.

Firewater

Nach einigen Irrungen und Wirrungen ist ja nun auch endlich das neue Album "The man on the burning tightrope" bei Nois-o-lution erschienen, aus dem sich ein Großteil der Setlist rekrutierte. Natürlich kamen aber auch bewährte Stücke wie Wanna burn this place down, Too many angels, Some strange reaction, So long superman oder Another perfect catastrophe an die Ohren des begeisterten Publikums.
Auch die gelegentlichen Abmischprobleme bei Saxophonist Ori Kaplan konnten die Spielfreude nicht bremsen, wobei vor allem der Posaunist zu glänzen verstand. Aber auch der vielseitige Gitarrist Oren Kaplan, der quirlige Justin Asher an Akkordeon und Tasteninstrumenten und Schlagzeuger Tamir Muskat wußten zu überzeugen, während Tod A. schon ein bißchen mitgenommen wirkte.

Firewater

Egal, diejenigen, die die Band schon kannten durften sich darüber freuen, die Jungs endlich mal wieder live erlebt zu haben und die, die FIREWATER noch nicht kannten, haben sie bestimmt an diesem Abend in ihr Herz geschlossen.

Ralf Stierlen, (Artikelliste), 13.02.2004