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Fotos: Peter Tenzler
V8 Wankers
V8 Wankers
Electric Eel Shock
Electric Eel Shock
Berlin, Wild At Heart, 12.07.2005

Hundstage in Berlin. Komisch, eigentlich immer wenn ELECTRIC EEL SHOCK im Lande sind, ist es brüllend heiß. Ob da ein Zusammenhang besteht? Jedenfalls lud das japanische Trio Infernale anlässlich der Veröffentlichung des neuesten Streiches "Beat Me" gemeinsam mit den V8 WANKERS in das schon legendäre Kreuzberger Wild At Heart, in dem an diesem Abend aufgrund der Besucherzahl und der Darbietungen auf der Bühne gefühlte 90 Grad herrschten.

V8 Wankers
V8 Wankers

Offenbach hat 119.000 Einwohner, seit kurzem wieder einen Zweitligisten, den Deutschen Wetterdienst und das Ledermuseum. Wie bei Wikipedia so schön steht: "Aufgrund der ungünstigen wirtschaftlichen Entwicklung der Stadt bildet sie auch einen sozialen Brennpunkt in der Region." Achja, und es gibt die Bundesmonopolverwaltung für Branntwein.
V8 Wankers So langsam wäre also die Überleitung zu den V8 WANKERS geschafft. Die Jungs müssen kurz nach der vermutlich in einem Fort Mustang stattgefundenen Geburt statt in den Kindergarten erstmal zum Tattoo-Studio gewandert sein, so übersät sind sie alle mit diesen bunten Bildchen. Ok, da kann man Kleidung sparen, vor allem bei diesen Temperaturen. Musikalisch gab es natürlich die bewährte und beliebte Kick-Ass-Rock-Dröhnung, irgendwo zwischen ZEKE, PETER PAN SPEEDROCK, MOTÖRHEAD, THE BONES und ROSE TATTOO.
Die Jungs um Lutz Vegas geben ihr Bestes, um den ohnehin schon hohen Hitzepegel endgültig in Richtung Siedepunkt zu treiben. Und dank der zahlreichen Fans, die sich die WANKERS über die Jahre erspielt haben, gelingt dies auch spielend. Tatsächlich sind heute Abend nicht wenige in erster Linie auch wegen der Offenbacher gekommen.
Nach einem turbogeladenen, gut einstündigen Gig bleibt kein Auge und auch kein Kleidungsstück mehr trocken.

Electric Eel Shock
Electric Eel Shock

Angesichts der Temperaturen ist die Wahl des Bühnenoutfits von Drummer Tomaharu "Gian" Ito von ELECTRIC EEL SHOCK eigentlich folgerichtig: Eine weiße Socke, an entsprechender Stelle nach Art der RED HOT CHILI PEPPERS drapiert, das war's. Und zwar von Anfang bis Ende des Gigs. Dafür nimmt er bei Bastard die doppelte Anzahl von Drumsticks (zwei pro Hand). Auch Aki hatte optisch etwas Besonderes zu bieten, hat er doch seine Flying V mit etwas Tüll verziert.
Unsere liebgewonnenen Verrückten sind also wieder zurück. Und wie Kollege Fred ja schon richtig bemerkte (siehe Link zur Review oben), haben sie mit "Beat Me" auch endlich mal eine richtig amtliche Scheibe hingelegt, die dem Hörer so ungefähr einen Eindruck der japanischen Monsterrocker gibt. Aber dennoch: ELECTRIC EEL SHOCK live sind nicht nur eine ganz andere Liga, nein, das ist ein ganz anderer Sport. Man spürt einfach, dass die drei Metalmaniacs in allererster Linie grenzenlose Fans sind, von BLACK SABBATH natürlich, von IRON MAIDEN und MOTÖRHEAD, von JUDAS PRIEST oder SAXON. Und entsprechend dieser fanmäßigen Begeisterung legen sie auch so viel Enthusiasmus und Energie in ihre Musik, gepaart mit einigen gewagten Posen (die man vielleicht keiner anderen Band durchgehen lassen würde), dass man das Grinsen gar nicht mehr aus dem Gesicht bekommt.

Electric Eel Shock Zum Intro gab es wie immer Iron Man und dann immer wieder das Spielchen Gitarre in die Luft, Bass auf den Kopf oder Flasche ins Publikum, verbunden mit einem aus allen Kehlen erklingenden "Campai" (und Aki wundert sich immer wieder, wie viele inzwischen den japanischen Ausdruck für "Prost" kennen).
Ein Hauptaugenmerk der Setlist liegt auf den neuen Songs wie I Can Hear The Sex Noise, Scream For Me oder Bastard, es gibt aber natürlich auch Suicide Rock'n'Roll oder Do The Metal. Immer wieder schleudert Aki als Monstergitarrero seine Soli heraus, während Iazuto den Bass berserkert und Gian, na ja, was soll man zum naked Drummer noch sagen? Ein Tier, Herr Grzimek!

Electric Eel Shock
Electric Eel Shock

So wurden alle begeisterten Zuschauer im Reiskocher namens Wild At Heart schön durchgegart, bevor ELECTRIC EEL SHOCK nach gut 70 Minuten die Bühne verließen. Nach standesgemäßer Zugabe haben die drei ein weiteres Mal ihren Ruf als gigantische Live-Speed-Rock-Metal-Punk-Maschine alle Ehre gemacht und sich weitere treue Fans gewonnen. Denn wer die Jungs einmal gesehen hat, wird garantiert wiederkommen, um einen Gig unter der Herrschaft des Double-Peace-Zeichens mitzuerleben. Hier wird das Publikum buchstäblich eins mit der Band ("We are ELECTRIC EEL SHOCK. you are ELECTRIC EEL SHOCK"), man kann alles von sich abschütteln und einfach nur S P A S S haben. Jeder, der dort war freut sich somit auf das versprochene baldige Wiedersehen.

Ralf Stierlen, (Artikelliste), 20.07.2005

Bilder: Peter Tenzler, (Artikelliste), 12.07.2005